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Drogeriekette präsentiert Zahlen für 2012 Rossmann wächst und wächst und wächst

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Die Schattenseite von Rossmann
Sein Vermögen wird auf eine Milliarde Euro geschätzt: Dirk Roßmann. Quelle: NOVUM/Walter Schmidt

Sein Vermögen wird auf eine Milliarde Euro geschätzt: Dirk Roßmann.

(Foto: NOVUM/Walter Schmidt)

Neben der heilen Rossmann-Welt gibt es aber auch noch andere Schlagzeilen. So steht das Unternehmen, bei dem gut 1,2 Millionen Menschen täglich in einer der 1612 Filialen in Deutschland einkaufen gehen, immer wieder in der Kritik wegen billiger Arbeitskräfte von Subunternehmen. Ihre Beschäftigten befüllen bei Rossmann die Regale oder erledigen Inventuren und verdienen deutlich weniger, als es die Einzelhandelstarife vorgeben. Immer wieder fällt der Name ISS: Die Potsdamer „Instore Solution Services GmbH“. Dirk Roßmanns Investitionsfirma ist an der ISS mit 49 Prozent beteiligt.

In einem Interview mit dem Handelsblatt wies das Unternehmen die Vorwürfe zurück. So erklärte Dirk Roßmann: „Wir haben uns schon vor zehn Jahren an ISS beteiligt, weil die Branche damals oft zu Recht in der Kritik stand. Wir wollten Einblick in die Arbeitsweise von ISS haben, um sicher zu sein, dass alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden. Die ISS arbeitet im Übrigen auch für viele andere Unternehmen.“

Auch der „Stern“ hatte Dirk Roßmann, dessen Vermögen auf etwa eine Milliarde Euro geschätzt wird, im vergangenen August auf die niedrigen Löhne seiner Verkäuferinnen angesprochen, die, wie alle im Einzelhandel, extrem schlecht verdienen. Roßmann damals: „Das extrem schlecht kann ich nicht stehen lassen. Aber sie haben recht: Im Einzelhandel werden insgesamt nicht so hohe Gehälter gezahlt wie beispielsweise in der Industrie.“ Aber, da war er sich sicher, „durch die Beteiligung weiß ich, dass die ISS alle gesetzlichen Bestimmungen einhält.“

So werden ISS-Mitarbeiter nach Dienstleistungstarifen bezahlt. Ein Sprecher des Unternehmens erklärt gegenüber Handelsblatt Online: „Das ist vom Gesetzgeber so gewollt und absolut korrekt. Wer in einer Rossmann-Filiale eine Leuchtstoffröhre auswechselt, muss deswegen nicht gleich nach Einzelhandelstarif bezahlt werden.“

Der Sprecher betont einen Tag nach unserer Berichterstattung im Gespräch: „93 Prozent aller bei Rossmann geleisteten Arbeitsstunden werden von den eigenen Mitarbeitern und nicht von Subunternehmen wie ISS geleistet. Und so wird es auch bleiben, denn ein Handelsunternehmen braucht diese Dienstleister für spezielle Aufgaben und um flexibel auf punktuelle Arbeitsanforderungen reagieren zu können.“

(mit Material von dpa)

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3 Kommentare zu "Drogeriekette präsentiert Zahlen für 2012: Rossmann wächst und wächst und wächst"

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  • Ganz einfach. Nicht bei Rossmann einkaufen. Der ist keinen Deut besser als der Schlecker.
    DM hat erstens die ansprechenderen Läden und meistens zufriedene Mitarbeiter/innen in vernünftigen Beschäftigungsverhältnissen.

  • ... den Verfasser obigen Kommentars sollte man'mal in die Feudalzeit zurückbeamen, damit er'mal am eigenen Leib seine dummdreisten Äusserungen zu spüren bekommt! Und, als "Ossi" kann ich sagen, dass die damaligen DDR-BürgerINNEN 400EUR=800WestDM-Jobs mit Kusshand genommen hätten! ;-P

  • Wundert mich nicht, da Rossmann seine Mitarbeiter auch zutiefst ausbeutet! Vorallem mit 400 Euro Jobs, die der Staat dann auch noch schützt und mit Steuergeldern befördert!!

    Im Osten, wo sehr viele Frauen nach der Wende ihre Arbeit verloren haben, kann man mit 400 Euro Jobs sehr gute Imperium befördern. Wer verh ist und eine Familienversicherung hat, kann das ja machen. Wer alleinstehend ist hat dann keine Krankenversicherung und muß auch noch aufstocken. Sich vom Staat mittels Jobcenter/Arge diskrminieren und entrechten lassen.

    Das ist ein Feudalstaat aber keine Demokratie!!!! In der Frauen aus dem Osten wieder total in die Steinzeit zurück gebombt worden sind. Frauen sich wieder vom Mann abhängig machen müssen!! Dank der Politiker!!

    Das ist alles nur noch zum kotzen...