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Drogeriekette Rossmann fordert die Discounter heraus

Nach der Pleite von Schlecker haben die Discounter das Billiggeschäft im Drogeriehandel erweitert. Nun könnte der Preiskampf auch Rossmann erreichen. Der Unternehmensumsatz wächst langsamer als in den Vorjahren.
Update: 02.04.2014 - 14:19 Uhr Kommentieren
Firmengründer Dirk Roßmann verbucht erstmals nach 16 Jahren keine zweistelligen Wachstumsraten mehr. Quelle: dpa

Firmengründer Dirk Roßmann verbucht erstmals nach 16 Jahren keine zweistelligen Wachstumsraten mehr.

(Foto: dpa)

Burgwedel Die Drogeriemarktkette Rossmann rechnet mit einem härteren Preiskampf gegen die erstarkenden Discounter. „Es wurde ungefähr Mitte letzten Jahres erheblich schwerer für uns, weil vor allen Dingen die Lebensmittler wie Netto und Aldi verstärkt Drogeriewaren angeboten haben“, sagte Unternehmensgründer und -chef Dirk Roßmann am Mittwoch während der Bilanzvorlage in der Zentrale in Burgwedel bei Hannover. „Die haben auch ihre Läden umgerüstet und die Sortimente für Drogeriewaren erweitert.“ Roßmann stellte in Aussicht, dass die wachsende Discounter-Konkurrenz seine Branche nach dem Schub der Schlecker-Pleite nachhaltig herausfordere und an den Margen nage.

Aus Sicht der Rossmann-Manager dürfte Aldi schon bald auch im Segment der Drogerieartikel und Kosmetik die Preisschraube anziehen - so, wie es die Kette bei Lebensmitteln bereits vor kurzem tat. „Wir erwarten das bei Aldi eigentlich immer auf das gesamte Sortiment“, sagte Roßmann. Im Lebensmittelhandel gibt es bereits erste Stimmen, die den von Aldi befeuerten Preiskampf als sehr bedrohlich kritisieren.

Die Erwartungen spiegeln sich bereits in den Rossmann-Prognosen: Nach 16 Jahren mit zweistelligen Wachstumsraten sieht die Kette ihre Beschleunigung dieses Jahr an eine Grenze stoßen. „Irgendwann geht jede Serie einmal zu Ende“, sagte Roßmann. Mit einem Ausblick von „gut 8 Prozent“ ist das erwartete Umsatzplus diesmal nur einstellig.

In den ersten zwei Monaten 2014 bestätigte sich diese Vorhersage: Die Rossmann-Gruppe setzte 1,06 Milliarden Euro um und verbuchte so gut 8 Prozent Zuwachs. Davon kamen 808 Millionen Euro aus Deutschland, was einer Steigerung von 8,7 Prozent entspreche. Ende des Jahres will die Gruppe insgesamt mehr als 7 Milliarden Euro umsetzen. 2013 waren 6,64 Milliarden Euro zusammengekommen - und damit 11,6 Prozent Steigerung.

Zum Ertrag machte die als GmbH firmierende Gruppe nur vage Angaben. Der Rekordgewinn von 221 Millionen Euro vor Steuern aus dem Vorjahr 2012 sei vergangenes Jahr aber auf jeden Fall gestiegen. Roßmann betonte: „Wir sind Europas gewinnstärkstes Drogerieunternehmen.“

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