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Drogeriemarkt Warum dm 25.000 Smartphones kauft

Die Drogeriemarktkette dm will mit hohen Investitionen die Digitalisierung vorantreiben. So wird die Zentrale künftig keine Briefe mehr an die Filialen schicken. Und auch die Mitarbeiter werden technisch aufgerüstet.
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Alle Mitarbeiter, die im Verkauf und Beratung tätig sind, sollen bald ein Smartphone erhalten. Quelle: dpa
dm-Drogeriemarkt

Alle Mitarbeiter, die im Verkauf und Beratung tätig sind, sollen bald ein Smartphone erhalten.

(Foto: dpa)

Hamburg Die Drogeriemarktkette dm will alle Mitarbeiter in den Filialen mit Smartphones ausstatten. Mehr als 25.000 Samsung-Geräte seinen bereits gekauft worden, sagte Geschäftsführer Christoph Werner am Donnerstag in Hamburg. Das Ziel: Die Verkäufer sollen per App Informationen über die Produkte erhalten und so die Kunden besser beraten können. Zudem sollen sich die Mitarbeiter über Yammer, ein Microsoft-Pendant zu Facebook für interne Unternehmenskommunikation, austauschen können.

„Wenn etwa in einer Filiale eine Stillecke ein gerichtet werden soll, kann sich ein Filialleiter so bei Kollegen in anderen Filialen informieren, auf welche Produkte er verzichten kann, um Platz zu schaffen“, sagte Werner. Künftig werde die Karlsruher dm-Zentrale keine Briefe auf Papier mehr an die Filialen senden, sondern nur noch E-Mails und das Netzwerk Yammer nutzen. Die 40.000 Mitarbeiter in Deutschland bekommen die Telefone ohne Sim-Karte, können sie also nur per WLAN in der Filiale nutzen. Anschließend sollen auch die 20.000 Mitarbeiter im Ausland – neben Österreich in Osteuropa und auf dem Balkan – Smartphones erhalten.

Werner sieht die Investition als Teil der Digitalisierung der Kette. 20 Millionen Euro habe dm im Geschäftsjahr 2016/17 in seine IT-Tochter Filiadata gesteckt, sagte der Sohn des Firmengründers. 700 Menschen arbeiteten in dem Bereich. Der Online-Handel sei im selben Zeitraum bei dm um 80 Prozent gewachsen. Er liege aber noch im einstelligen Prozentbereich des Gesamtumsatzes, der zum ersten Mal die Zehn-Milliarden-Euro-Schwelle überschritten hat – mit 10,6 Milliarden Euro nach 9,7 Milliarden im Vorjahr. Zum aktuellen Gewinn machte Werner keine Angaben. Im Vorjahr lag der Vorsteuergewinn laut Bundesanzeiger bei 169 Millionen Euro.

Wachstum kommt auch aus China, wo dm seit einigen Monaten auf dem Online-Marktplatz TMall von Alibaba vertreten ist. Das soll verhindern, dass Wiederverkäufer aus dem Land in Deutschland die Regale leerkaufen. Inzwischen übersteige das Volumen in China das bisherige Geschäft mit Chinesen in Deutschland, sagte Werner.

Die Online-Konkurrenz nimmt unterdessen zu. Erst am Mittwoch hatte L’Oréal eine Partnerschaft mit Otto.de angekündigt. „Das ärgert mich überhaupt nicht. Dass L’Oréal experimentiert, ist verständlich“, sagte Werner, dessen Kette etwa bei der Kosmetikmarke Nyx eng mit den Franzosen zusammenarbeitet. Er will bei den Kunden damit punkten, dass sie in die Filialen liefern lassen können – und von den mit den Smartphones ausgestatteten Verkäufern weiter beraten werden.

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