Drogeriemarktkette Rossmann dm-Konkurrent drückt aufs Tempo

Rossmann wuchs 2015 um 9,4 Prozent und damit stärker als erwartet. Vor allem im Ausland legte der Konzern zu. Nun soll das Filialnetz konsequent ausgebaut werden, allein in Deutschland entstehen 140 neue Geschäfte.
Das Unternehmen zählt 3.466 Märkte und beschäftigt 47.400 Mitarbeiter, Tendenz steigend. Quelle: dpa
Rossmann-Filiale

Das Unternehmen zählt 3.466 Märkte und beschäftigt 47.400 Mitarbeiter, Tendenz steigend.

(Foto: dpa)

BurgwedelDie Drogeriemarktkette Rossmann hat im vergangenen Jahr ein höheres Wachstumstempo erreicht als ursprünglich angenommen. Der Umsatz stieg um 9,4 Prozent auf rund 7,9 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Montag in Burgwedel bei Hannover mitteilte. Noch im Frühling hatte Rossmann mit „gut 8 Prozent“ gerechnet. In die jetzt veröffentlichten Umsatzzahlen sind neue Läden eingerechnet. Die Kette hatte ihr Filialnetz auch 2015 stark erweitert.

Wie zuletzt legte der Konzern im Ausland stärker zu als im Inland. In Deutschland erzielten 1991 Märkte ein Umsatzplus von 7,7 Prozent auf 5,75 Milliarden Euro. Die Auslandsgesellschaften in Polen, Ungarn, Tschechien, der Türkei und Albanien steigerten den Umsatz fast doppelt so stark um 14,1 Prozent auf 2,11 Milliarden Euro.

Das von Dirk Roßmann 1972 gegründete Unternehmen zählt nunmehr 3.466 Märkte und beschäftigt 47.400 Mitarbeiter – davon 29.000 in Deutschland. Dieses Jahr sollen hierzulande 140 neue Filialen entstehen, 120 neue sind im Ausland geplant. Details zur Bilanz will Rossmann im Frühling präsentieren. Im Einzelhandel ist unter anderem das Wachstum auf der bestehenden Fläche eine wichtige Kennzahl. Zum Gewinn macht das als GmbH firmierende Familienunternehmen meist nur vage Angaben. Laut Bundesanzeiger, wo die Konzernbilanz verzögert erscheint, kamen 2013 unterm Strich gut 185 Millionen Euro zusammen – 9 Prozent mehr als 2012. Neben der Familie Roßmann hält der Investor A.S. Watson 40 Prozent am Konzern. Einen größeren Umsatz erzielt hierzulande in der Branche nur noch der Konzern dm aus Karlsruhe.

Welche Drogeriemärkte die Kunden empfehlen
Worauf achten Kunden in Drogeriemärkten?
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Der „Kundenmonitor Deutschland“ hat in 3153 telefonischen Interviews Deutsche gefragt, wie sie die größten deutschen Drogerieketten bewerten. Dabei mussten sie ihre Einschätzung zu unterschiedlichen Bewertungskriterien abgeben. Unter anderem wurden sie nach dem Preis-Leistungs-Verhältnis, der Sauberkeit, der Qualität der angebotenen Produkte und der Freundlichkeit der Mitarbeiter gefragt. Die Befragten konnten auf einer Zufriedenheitsskala die Kriterien mit Noten zwischen 1 (vollkommen zufrieden) bis 5 (unzufrieden) bewerten.

Die wichtigsten Kategorien
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Die Befragung zeigte, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Angebotsvielfalt am ausschlaggebendsten für die Zufriedenheit der deutschen Drogeriekunden ist. Die Analyse der einzelnen Kriterien ergab zudem, dass sich die Drogeriemärkte in jeder Kategorie verbessern konnten. Besonders stark war die Verbesserung bei den Themen Sauberkeit, Produktqualität, Angebotsübersichtlichkeit, Freundlichkeit und den Öffnungszeiten.

Zufriedenheit nimmt mit zunehmenden Alter ab
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So leere Regale findet man in deutschen Drogeriemärkten selten vor. Dennoch gibt es vereinzelt auch unzufriedene Kunden. Die Befragung von Kundenmonitor Deutschland hat ergeben, dass die Zufriedenheit mit zunehmenden Alter abnimmt. Kunden unter 40 Jahren hingegen haben die wenigsten Einwände hinsichtlich der Qualität der Filialisten.

Platz 4: Rossmann
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Als Rossmann 1972 gegründet wurde, war es das erste Selbstbedienungsgeschäft für Drogeriewaren. Gründervater ist Dirk Roßmann. Seine Drogeriekette ist mittlerweile die zweitgrößte Deutschlands. Er beschäftigt 26.000 Mitarbeiter und betreibt 1820 Filialen. Rossmann kann vor allem bei der jungen Kundschaft im Alter zwischen 16 bis 39 Jahren punkten, die die Drogeriekette mit einem Mittelwert von 1,95 bewertet haben. Schlechter sieht es bei der älteren Kundschaft aus. Hier kommt Rossmann nur auf einen Mittelwert von 2,2. Insgesamt kann sich Rossmann aber leicht verbessern. Die Durchschnittsnote liegt 2015 bei 2,11. Im Vorjahr bekam die Drogerie nur eine 2,14.

Platz 3: Müller
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Bei der Drogeriekette Müller spielt das Alter hinsichtlich der Zufriedenheit kaum eine Rolle. Insgesamt gaben 71 Prozent der Befragten unter 40 an, mit der Leistung von Müller zufrieden zu sein. Bei den über 60-Jährigen lag der Anteil der Zufriedenen bei 66 Prozent. Insgesamt wurde Müller mit einer Durchschnittsnote von 1,99 bewertet.

Platz 2: Budnikowsky
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Budnikowsky betreibt vor allem in Norddeutschland seine Filialen. 2014 betrug der Umsatz rund 413 Millionen Euro. Die Kunden gehören zu den zufriedensten in Deutschland. Seit 2004 konnte Budnikowsky die Kundenzufriedenheit kontinuierlich steigern. Bei der aktuellen Befragung durch Kundenmonitor Deutschland bekam die Kette eine Durchschnittsnote von 1,92. Besonders zufrieden waren Käufer im Alter zwischen 16 und 39 sowie 40 bis 59 Jahren.

Platz 1: dm
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Knapp vor Budnikowsky belegt dm den ersten Platz im Zufriedenheitsranking. Vor allem in Norddeutschland wird die Kette immer beliebter. Allein in Hamburg steigerte der Drogeriemarkt seine Stammkundschaft von acht auf 17 Prozent. 83 Prozent der Kundschaft im Alter zwischen 16 bis 39 Jahren gab an, mit der Qualität der dm-Märkte vollkommen zufrieden zu sein. Immerhin 70 Prozent der älteren Kundschaft zeigte sich ebenfalls zufrieden mit den Leistungen. Als Durchschnittsnote vergaben die Befragten eine 1,88.

  • dpa
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