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Drogerien Schlecker-Rabattschlacht drückt Umsätze

Nach der Schlecker-Pleite sind die Preise für Sonnenmilch, Shampoo, Schminke im Sturzflug. Nicht nur bei Drogerien, auch bei Discountern. Das freut die Verbraucher, für den Handel bedeutet das aber Umsatzeinbußen.
08.07.2012 - 14:27 Uhr 2 Kommentare
Eine Filiale der Drogeriekette Schlecker Quelle: dpa

Eine Filiale der Drogeriekette Schlecker

(Foto: dpa)

Stuttgart / Düsseldorf Das Schlecker-Aus färbt ab - und das dürfte wegen sinkender Preise vor allem die Verbraucher freuen. Die gesamte Drogeriebranche hat hingegen laut einer Marktuntersuchung an der Rabattschlacht beim einstigen Primus zu knacken. Im April und Mai sanken die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr nach einer GfK-Analyse um 4,8 und 6,6 Prozent, wie die „Wirtschaftswoche“ berichtete.

Derweil wird zur Übernahme früherer Schlecker-Filialen über die Gründung neuer Genossenschaften nachgedacht. Offen sind nach wie vor auch das Schicksal der insolventen Schlecker-Tochter IhrPlatz sowie die Frage, wie es mit Schlecker Österreich weitergeht. Am Online-Shop gibt es immerhin Interesse.

Nach der Untersuchung des Marktforschers GfK haben sich Millionen von Haushalten dank der Rabatte in vielen Warengruppen ausreichend mit Drogerieartikeln versorgt. Die Branche „wird folglich an Schlecker noch eine Weile zu leiden haben“, schreiben die Marktforscher. Das Hamstern der Kunden werde auch in den nächsten Wochen die Umsätze drücken.

Der Grund sei vor allem der Ausverkauf bei Schlecker zu besonders niedrigen Preisen, hieß es. Nach der Insolvenz hatte der schwäbische Drogerieriese kontinuierlich die Preise gesenkt. Am letzten Verkaufstag, dem 27. Juni, gab es die Reste für je 20 Cent.

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    Aus Verbrauchersicht positiv wirkt sich dieser Trend weit über die Drogeriebranche hinaus aus. Zahlreiche Discounter hatten bereits Preise vor allem für Drogerieartikel wie Sonnenmilch, Waschmittel oder Kosmetika gesenkt oder dies zumindest angekündigt. Dazu zählten Aldi Süd, Norma, die Edeka-Tochter Netto Marken-Discount, Lidl.

    Discountexperte Matthias Queck vom Handelsinformationsdienst Planet Retail hatte mit Blick auf Aldi Süd gesagt, mit den Reduzierungen orientiere sich das Unternehmen am neuen Marktführer dm. Der Preissturz kommt allerdings nicht überraschend: Branchenexperten hatten mit der Schlecker-Pleite erwartet, dass die Firmen den harten Preiskampf um Drogerieartikel fortsetzen.

    dm-Gründer hat Interesse an Schleckers Online-Shop
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    2 Kommentare zu "Drogerien: Schlecker-Rabattschlacht drückt Umsätze"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Das ist sicherlich richtig, es wird sich amortisieren, aber das wird halt ein paar Wochen bis Monate dauern. Der Artikel behauptet nichts anderes...

    • Also das ist doch jetzt lächerlich. Sind gerade irgendwelche Tarifverträge neu zu verhandeln, für die die Arbeitgeber Einsparargumente suchen? Fakt ist doch, dass die nicht unerheblichen Marktanteile von Schlecker zukünftig unter den verbleibenden Marktteilnehmern aufgeteilt werden, womit sowohl dm, Rossmann als auch der Lebensmitteleinzelhandel deutlich steigende Umsätze generieren werden.

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