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E-Commerce „Amazon Pharmacy“: Online-Riese startet eigenen Apothekendienst

Der Konzern will in den USA künftig verschreibungspflichtige Medikamente verschicken. Aktien der großen Pharmahändler geraten kräftig unter Druck.
17.11.2020 - 14:30 Uhr Kommentieren
Der Konzern hat sich in den vergangenen zwei Jahren mehr staatliche Lizenzen für den Versand von ärztlichen Verordnungen in den USA gesichert. Quelle: Reuters
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Der Konzern hat sich in den vergangenen zwei Jahren mehr staatliche Lizenzen für den Versand von ärztlichen Verordnungen in den USA gesichert.

(Foto: Reuters)

Sann Francisco Amazon hat am Dienstag den Start einer eigenen Online-Apotheke in den USA angekündigt. Mit dem neuen Versandangebot „Amazon Pharmacy“ für verschreibungspflichtige Medikamente heizt der weltgrößte Onlinehändler den Wettbewerb an.

Amazon bietet beim Kauf von Medikamenten über die Webseite oder App Preisvergleiche an. Zudem können Kunden zwischen einer Zuzahlungs-Option für Versicherte sowie einem für Prime-Mitglieder rabattierten Angebot wählen, wenn die Medikamente privat ohne Versicherung bezahlt werden sollen.

Amazon hatte 2018 die Online-Apotheke Pillpack übernommen und sich in den vergangenen zwei Jahren mehr staatliche Lizenzen für den Versand von ärztlichen Verordnungen in den USA gesichert.

Nach Bekanntwerden der Nachricht am Dienstag gerieten Rivalen wie die Pharmazieketten Walgreens, CVS Health und Rite Aid gehörig unter Druck. Aktien der drei US-Größen büßten am Dienstag vor Handelsstart an der Wall Street zwischen acht und zwölf Prozent ein. Auch die Konkurrenten Cardinal Health und McKesson gaben nach. Amazon-Aktien legten dagegen vorbörslich um 2,5 Prozent zu.

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    Die Corona-Pandemie hat weltweit die Geschäfte von Online-Händlern angetrieben. Im Zuge der Restriktionen bestellen immer mehr Menschen von zuhause aus, um in Geschäften Kontakte und Infektionsrisiken zu vermeiden. Davon könnte künftig verstärkt auch der Arzneimittelmarkt profitieren. Dem Marktforscher J.D. Power zufolge ist die Akzeptanz von Online-Bestellungen von Medikamenten noch gering.

    Mehr: „Das Todesszenario für Apotheken ist keine Übertreibung“

    • rtr
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