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E-Commerce Ebay-Europachef begrüßt Initiative zum Verbot von Retourenvernichtung

Die Forderung, die Vernichtung zurückgesandter Ware zu verbieten, stößt auf Widerspruch in der Wirtschaft. Nun springt ein Ebay-Topmanager der Politik bei.
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„Produkten ein zweites Leben zu geben, ist das Herzstück von Ebay“, sagt der Manager. Quelle: IMAGO
Eben Sermon

„Produkten ein zweites Leben zu geben, ist das Herzstück von Ebay“, sagt der Manager.

(Foto: IMAGO)

BerlinDer Europachef der E-Commerce-Plattform Ebay, Eben Sermon, begrüßt die Debatte über ein Verbot der Vernichtung von retournierten Waren. „Ich persönlich finde, dass das eine sehr positive Initiative ist“, sagte er im Gespräch mit dem Handelsblatt. „Ich befürworte das sehr, ich möchte auch nicht, dass Retouren vernichtet werden“, betont Sermon.

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, hatte in einem Interview gefordert, Onlinehändlern zu verbieten, von Kunden zurückgeschickte Waren zu vernichten. Sie sprach von einer „Perversion der Wegwerfgesellschaft“. Am Mittwoch gab das Bundesumweltministerium bekannt, dass es bereits einen gesetzlichen Rahmen vorbereite, der die Vernichtung von Neuware reglementieren solle.

In der Wirtschaft hatte das starke Kritik provoziert. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (BEVH) teilte mit, die Forderung der Grünen verkenne die operative Praxis und die rechtliche Lage der Händler – sie sei „Unfug“. „Kein Unternehmen meiner Branche hat ein Interesse, wirtschaftlich sinnvoll verwertbare Ware wegzuwerfen oder zu vernichten“, sagte BEVH-Präsident Gero Furchheim.

Laut einer Studie der Uni Bamberg geht im Onlinehandel etwa jedes sechste ausgelieferte Paket zurück. Eine massenhafte Vernichtung von Retouren stellten die Forscher aber nicht fest. Nur rund vier Prozent der zurückgeschickten Artikel landeten demnach im Müll. Viele davon müssen aus Hygiene- oder Sicherheitsgründen vernichtet werden.

Gerade deswegen hat Ebay-Manager Sermon keine Bedenken gegen eine solche politische Initiative. „Ebay stand schon immer für die Kreislaufwirtschaft, die DNA unseres Unternehmens ist darauf aufgebaut. Produkten ein zweites Leben zu geben, ist das Herzstück von Ebay“, sagte Sermon.

Eins der wichtigsten Geschäfte von Ebay seien wiederaufbereitete oder gebrauchte Güter. Deshalb könnten die Verkäufer auf der Plattform sogar von dieser Debatte profitieren.

Eins der größten Hindernisse dafür, mehr retournierte Waren zu spenden, ist das Umsatzsteuerrecht. Unternehmen, die Produkte kostenlos an soziale Einrichtungen abgeben, müssen trotzdem Umsatzsteuer zahlen, obwohl sie keinen Umsatz erzielen. Sowohl Göring-Eckardt als auch Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) betonten jedoch, dass sie eine entsprechende Änderung des Umsatzsteuerrechts prüfen lassen wollten.

Mehr: Onlinekunden erwarten kostenlose Lieferungen, doch steigende Preise der Paketdienste treiben die Kosten für die Händler. Die Verbraucher müssen sich auf einige Veränderungen einstellen.

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