E-Commerce So kauft Deutschland online ein

Die Deutschen meinen, spontan online zu shoppen. Doch eine neue Studie zeigt: Zu bestimmten Zeitpunkten füllen sie ihren elektronischen Warenkorb besonders gern. Was häufig drin landet, und wie viel sie dafür ausgeben.
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Die Deutschen kaufen einer Untersuchung zufolge am liebsten samstags im Internet ein. Quelle: dpa
Online-Shopping am Wochenende hoch im Kurs

Die Deutschen kaufen einer Untersuchung zufolge am liebsten samstags im Internet ein.

(Foto: dpa)

DüsseldorfAlles, was das Verbraucherherz begehrt, ist heutzutage nur einen Mausklick entfernt: 24 Stunden, sieben Tage die Woche, das ganze Jahr über. Das verleitet die Mehrheit der Deutschen zu der Aussage, dass sie für ihren Online-Kauf keinen bestimmten Zeitpunkt bevorzugen.

Doch eine Befragung unter mehr als 1.000 deutschen Verbrauchern zwischen 18 und 69 Jahren zeigt: Die Deutschen shoppen am liebsten abends und samstags im Internet. Jeder dritte Befragte gab an, am Samstag online seine Einkäufe zu erledigen, danach folgen mit Abstand der Freitag und der Sonntag.

Zusammenhängen soll dieses Konsumverhalten allerdings nicht mit den Öffnungszeiten der klassischen Geschäfte, ist der Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) der Ansicht. Er hat gemeinsam mit dem Bundesverband E-Commerce und der Creditreform Boniversum GmbH eine entsprechende Umfrage durchgeführt. „Individuell vorhandene Zeitfenster und Notwendigkeiten bestimmen den Online-Einkauf“, heißt es seitens der Studienautoren.

Wo die Deutschen online am liebsten einkaufen
Online-Handel
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Das Institut für Handelsforschung (IFH) Köln hat in der aktuellen Studie „Erfolgsfaktoren im E-Commerce“ die besten Online-Shops aus deutscher Kundensicht ermittelt. Über 8.000 Kunden bewerteten insgesamt 79 Online-Shops anhand von sechs Erfolgsfaktoren: Nutzbarkeit der Website, Sortiment, Preis-Leistungs-Verhältnis, Service, Bezahlung und Lieferung. Zusätzlich untersuchten die Marktforscher die Kundenbindung der Online-Shops.

Platz 10: Mymuesli
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Über den 2007 gegründeten Onlineshop (der mittlerweile über zahlreiche klassische Verkaufsläden verfügt) können Kunden ihre eigene Cerealienmischung ganz nach Wunsch zusammenstellen. 2013 gab's dafür den deutschen Gründerpreis.

Quelle: Studie „Erfolgsfaktoren im E-Commerce“, Institut für Handelsforschung (IFH) Köln

Platz 9: s.Oliver
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Der Onlinehandel wird für die Modebranche immer wichtiger – H&M beispielsweise kündigte erst jüngst an, aufgrund guter Geschäfte im Internet mehrere klassische Läden schließen zu wollen. Gut an im Netz kommt auch s.Oliver. Der deutsche Bekleidungshersteller aus dem unterfränkischen Rottendorf schafft es sogar unter die beliebtesten Onlinehändler überhaupt.

Platz 8: dm
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Die Drogeriemarktkette dm, Wachstumsgigant und ohnehin eine der beliebtesten Marken der Deutschen, punktet auch im Internet bei den Kunden.

Platz 7: Ernsting's Family
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Der auf Familienmode spezialisierte deutsche Textilhändler überzeugt die Kunden im Netz insbesondere bei den Bezahlmodalitäten, sowie bei Versand und Lieferung. Abschläge gibt es beim Service, der nur drei von fünf Sternen bekommt.

Platz 6: HSE 24
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Gute Noten gibt es auch für den Dauerwerbesender Homeshopping Europe 24, oder kurz: HSE24. Im Internet gibt es nicht nur dessen Produkte zu kaufen, sondern auch die 24 Stunden am Tag laufenden Werbeshows als Livestream, sowie als Video-on-Demand. Die Höchstnote erhalten Bezahloptionen und der Versand, nur drei Sterne geben die Befragten dem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Platz 5: Fressnapf
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Der größte Tierbedarfshändler Europas, orientiert an US-amerikanischen „Super-Pet-Stores“, erhielt schon zahlreiche Auszeichnungen. Obwohl das Unternehmen traditionell auf große Märkte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 2.000 Quadratmeter setzt, bewerten die deutschen Kunden auch den Internetshop des Franchise-Konzerns als einen der besten.

Das gelte ebenso für die Produktauswahl: Lebensmittel und Medikamente kaufen die Deutschen der Untersuchung zufolge überdurchschnittlich häufig am Wochenanfang – vorzugsweise vormittags oder nachmittags. Musikdateien, Computerspiele und andere Elektronikartikel legen die Befragten überwiegend am Abend in ihren elektronischen Warenkorb.

Das ist laut den Studienautoren jene Tageszeit, zu der die meisten Internetnutzer online shoppen: Sechs von zehn Befragten gaben an, ihre Online-Käufe zwischen 18 und 24 Uhr zu tätigen. Zwischen 12 und 18 Uhr hingegen nur jeder Vierte.

Zehn Tipps für virenfreies Online-Shopping
Sichere Weihnachten
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Nur noch wenige Tage bis Weihnachten - doch Online-Geschenkeshopper bleiben cool. Bis wenige Stunden vor Heiligabend können Geschenke im Web bestellt werden. Trotz aller Bequemlichkeit sollten Internetnutzer aber vorsichtig sein, um sich vor Malware, Ransomware oder sonstigen Angriffen im Netz zu schützen. Der Internet Security Spezialist BullGuard gibt zehn Tipps für sicheres Geschenke-Shopping im Netz.

1. Öffentliches WLAN meiden
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WLAN-Netze, die öffentlich zugänglich sind, sollten nicht für Online-Shopping genutzt werden – das gilt nicht nur vor Weihnachten. Sie sind in der Regel unverschlüsselt, sodass praktisch jeder über dieses Netz private Daten wie Logins oder Kontoinformationen abgreifen kann.

2. Computer, Smartphone und Tablet schützen
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Sicheres Online-Shopping geht nur mit einem sicheren Computer - bestenfalls dem eigenen. Der PC, aber auch das Smartphone oder Tablet, das für die Einkäufe genutzt wird, sollte mit dem aktuellsten Viren-, Phishing- und Spamschutz ausgestattet sein. So ist gewährleistet, dass Passwörter und Kontodaten nicht ausspioniert werden. Updates des Betriebssystems und der Sicherheitssoftware sollten schnellstmöglich installiert werden, um vom neusten Schutz zu profitieren.

3. Nur bei seriösen Anbietern kaufen
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Der erste Blick auf die Website des Anbieters vermittelt bereits einen guten Eindruck von seiner Seriosität: Ist das Design übersichtlich oder werden Informationen verschleiert? Gibt es Rechtschreibfehler? Zudem ist ein Blick auf das Impressum Pflicht: Ist eine Adresse und eine Telefonnummer angegeben, über die notfalls Kontakt aufgenommen werden kann? Im Zweifel oder vor größeren Anschaffungen ist es ratsam, die Kontaktdaten und die Antwortzeit des Händlers zu testen. Darüber hinaus helfen die offiziellen Gütesiegel von TÜV Safer Shopping, Datenschutz Cert, Trusted Shops oder das EHI-Siegel.

4. Community befragen
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Um herauszufinden, ob eine Bestellung bei einem Anbieter guten Gewissens getätigt werden kann, ist eine kurze Online-Recherche ratsam: Einfach nach dem Namen des Händlers in Verbindung mit den Worten „Kritik“ oder „Kundenmeinung“ suchen und Ergebnisse prüfen. Auch ein eingehender Blick auf Empfehlungsportale ist aufschlussreich.

5. So wenige Daten wie möglich angeben
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Bei der Anmeldung in einem Online-Shop oder vor einer Bestellung werden Kunden um allerlei Informationen gebeten – von Adresse über Geburtsdatum bis hin zum Kontodaten. Käufer sollten jedoch immer nur so viele Daten von sich preisgeben, wie für die Bestellung notwendig sind. Einmal veröffentlichte Daten sind nicht nur schwer einzufangen; oft herrscht keinerlei Transparenz darüber, was mit den Informationen geschieht. Spezielle Software unterstützt Internetnutzer dabei, ihre Identität online zu schützen.

6. Kreditkarte nutzen
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Für die Bezahlung sollten Käufer wenn möglich eine Kreditkarte nutzen. Kreditkartenunternehmen unterstützen ihre Kunden mit diversen Sicherheitsmechanismen, falls Betrüger versuchen, die Kontodaten für kriminelle Zwecke zu nutzen. So wird zum Beispiel die Auszahlung an unseriöse Empfänger verhindert. In besonderen Fällen können Zahlungen sogar wieder zurückgezogen werden.

Eine repräsentative Untersuchung des Branchenverbandes Bitkom zeigt darüber hinaus, dass fünf Prozent der Deutschen täglich im Internet shoppen, 15 Prozent einmal oder mehrmals die Woche. Im vergangenen Jahr gaben sie im Durchschnitt 1.280 Euro in Online-Shops aus – Tendenz steigend: „Auch für 2017 stehen die Zeichen im E-Commerce auf Wachstum“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

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