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E-Commerce Zalando will Retouren-Abwicklung an Drittanbieter auslagern

Der Modehändler nimmt künftig die Rücksendungen der Kunden nicht mehr selbst in Empfang. Intern gilt der Schritt angeblich als Sparmaßnahme.
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Retouren zählen zu den größten Kostentreibern bei Zalando, rund die Hälfte aller bestellten Artikel wird laut Branchenexperten von den Kunden wieder zurückgeschickt. Quelle: Reuters
Zalando-Pakete

Retouren zählen zu den größten Kostentreibern bei Zalando, rund die Hälfte aller bestellten Artikel wird laut Branchenexperten von den Kunden wieder zurückgeschickt.

(Foto: Reuters)

BerlinDer Online-Modehändler Zalando will künftig die Retouren seiner Kunden nicht mehr selbst in Empfang nehmen. Abwicklung und Aufbereitung der Rücksendungen sollen an den Logistikstandorten Erfurt, Lahr und Mönchengladbach von spezialisierten Drittanbietern übernommen werden, berichtete die „Wirtschaftswoche“ am Freitag.

Dem Blatt zufolge begründet Zalando den Schritt offiziell mit einer Vereinfachung der Prozesse im Logistikzentrum. Intern gelte die Ausgliederung aber als Sparmaßnahme, so die „Wiwo“. Betroffen seien laut einer Sprecherin insgesamt 570 unbefristet beschäftigte Mitarbeiter, die nun schrittweise anderen Abteilungen zugeteilt werden sollen.

Retouren zählten zu den größten Kostentreibern bei Zalando, rund die Hälfte aller bestellten Artikel wird laut Branchenexperten von den Kunden wieder zurückgeschickt.

Auch Zalando bestätigt diese Zahl auf Anfrage. Rund 97 Prozent der Retouren werde über den Zalando-Shop wieder verkauft, teilte eine Sprecherin mit. Der große Teil des Rests werde über andere eigene Plattformen oder in den Outlets vertrieben. Rund 0,05 Prozent der zurückgesendeten Stücke werde vernichtet, „wenn dies aus gesundheitlichen Gründen wie etwa bei Schädlingsbefall, Schadstoffbelastung oder ähnlichem notwendig ist.“

Umweltministerin Svenja Schulze hatte vor wenigen Tagen neuen Schwung in die Diskussion rund um die Vernichtung von neuwertiger, zurückgeschickter Ware gebracht: Noch im Juni will die SPD-Politikerin ein Gesetz vorschlagen, um diese Praxis zu beschränken.

Mehr: Onlinekunden erwarten kostenlose Lieferungen, doch steigende Preise der Paketdienste treiben die Kosten für die Händler. Die Verbraucher müssen sich auf einige Veränderungen einstellen.

  • dpa
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