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E-Roller Start-up Tier erhält Kredit für noch mehr Roller – Konkurrenz am Markt nimmt weiter zu

Tier will in weitere Städte gehen und in Zukunft E-Bikes anbieten. Doch die Wettbewerber buhlen auch um die Gunst der Kunden, vor allem in Großstädten.
02.06.2021 - 06:00 Uhr 1 Kommentar
Ein Ende des Streits um Marktanteile ist nicht absehbar. Quelle: dpa
E-Tretroller von Tier in Hannover

Ein Ende des Streits um Marktanteile ist nicht absehbar.

(Foto: dpa)

Hamburg Mit der Entspannung im Infektionsgeschehen der Corona-Pandemie kehrt auch das Geschäft der E-Roller-Start-ups zurück. Der größte und ambitionierteste deutsche Spieler, Tier, hat sich zusätzliches Geld gesichert, um den Ausbau der Rollerflotte voranzutreiben. Die Berliner erhalten 49 Millionen Euro Kreditfinanzierung vom Investmentbanking-Unternehmen Goldman Sachs. Es sei die größte derartige Finanzierung auf dem Feld, teilte das Unternehmen mit.

Mit dem sogenannten „Asset Backed Debt“ werde Tier seine Marktführerschaft in Europa „zementieren“, erklärte Tier-Finanzchef Alex Gayer. Voraussetzung für den Kredit war offenbar die vorausgegangene Finanzierungsrunde von 250 Millionen Dollar, die der Softbank Vision Fund Ende 2020 angeführt hat.

Jetzt will das Unternehmen damit den Gang in weitere Länder finanzieren – zunächst in die Slowakei und nach Ungarn. In Irland soll das Angebot starten, sobald die Regierung ein entsprechendes Gesetz verabschiedet hat. Weitere Länder in Europa und Nahost sollten folgen, hieß es auf Anfrage.

Neben Rollern und den von der ehemaligen Bosch-Tochter Coup übernommenen Mopeds will Tier künftig auch E-Bikes anbieten, wie sie der Konkurrent Lime bereits im Angebot hat. Zunächst stehen die Räder im englischen York, in Sankt Gallen in der Schweiz und im norwegischen Baerum. Die Roller stattet Tier inzwischen mit Blinkern und Helmen aus – und will sich so von der Konkurrenz absetzen.

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    Der E-Roller-Anbieter versucht außerdem, das Geschäft effizienter zu machen. Dazu baut das Unternehmen ein Ladenetzwerk auf: Nutzer können die Akkus in Geschäften zum Laden abgeben – gegen einen Bonus. Das spart den Einsatz von Wartungskräften.

    Der frühere Rebuy-Chef Lawrence Leuschner gründete Tier Mobility 2018. Inzwischen ist Tier in 100 Städten aktiv. Laut dem Nachrichtenportal „Crunchbase“ hat Tier insgesamt 388 Millionen Dollar Risikokapital eingesammelt.

    Bolt ist neu auf dem deutschen Markt

    Zugleich nimmt die Konkurrenz am Markt weiter zu. Erst vor wenigen Tagen ist der Anbieter Bolt in neun deutschen Städten zeitgleich mit 15.000 Rollern gestartet. Neben den Millionenstädten Berlin, Hamburg und Köln ist auch Fürth dabei – ein Angriff auf die Strategie von Tier, auch in kleineren Städten Roller anzubieten.

    Die Esten wollen Tier die europäische Marktführerschaft streitig machen. Zuletzt haben sie weitere 100 Millionen Euro an Wandeldarlehen eingesammelt. Die Bewertung von Bolt liegt mit 1,7 Milliarden Euro deutlich höher als die von Tier, das knapp unter einer Milliarde Dollar wert sein soll.

    Ein Ende des Streits um Marktanteile ist damit nicht absehbar. Bolt unterbot zum Start die Konkurrenz mit einem Sonderpreis, auch Lime wirbt mit verbilligten Fahrten. Tier und Konkurrent Voi setzen auf eine Kooperation mit der Taxi-App Free Now, über die ihre Roller ebenfalls buchbar sind. Lime ist derweil Teil der Uber-App – und will verstärkt mit Kommunen wie Berlin zusammenarbeiten, sagte Lime-Chef Wayne Ting kürzlich dem Handelsblatt. Die Konkurrenz ist hart. In der Hauptstadt Berlin buhlen noch immer fünf große Anbieter um die Gunst der Kunden, in den anderen größeren deutschen Städten sind es nicht viel weniger.

    Mehr: Tier Gründer Leuschner im Interview: „Die Berliner Netze öffnen sich“

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    1 Kommentar zu "E-Roller: Start-up Tier erhält Kredit für noch mehr Roller – Konkurrenz am Markt nimmt weiter zu"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wer braucht diese gefährlichen Spielzeuge schon? Meistens sieht man 2 besoffene Jugendliche oder gar Kinder auf einem Roller und keiner kontrolliert das. Wenn die (meistens Jungs) keine Lust mehr haben, wir das Gerät irgendwo abgestellt oder hingeschmissen. Das Chaos wird in Deutschland nicht geordnet, ein idealer Markt für die Anbieter. Und um die Interessen der Mehrheit der Bürger und/oder Fußgänger in diesem Land schert sich schon lange niemand mehr. Wenn irgendwo "Elektro-" draufsteht, setzt der Verstand der Politik komplett aus.

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