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E-Scooter Tier statt Hive: BMW und Daimler setzen auf fremde Roller

Die beiden Autobauer betreiben gemeinsam einen eigenen E-Scooter-Verleiher. Doch dessen Deutschland-Start lässt weiter auf sich warten.
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Das Start-up aus Berlin verleiht seine E-Scooter bereits in 15 deutschen Städten und ist damit aktuell der größte Anbieter in Deutschland. Quelle: dpa
E-Scooter von Tier in Hannover

Das Start-up aus Berlin verleiht seine E-Scooter bereits in 15 deutschen Städten und ist damit aktuell der größte Anbieter in Deutschland.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Von „Plänen in der Schublade“, mit denen man seine elektrischen Tretroller auch in Deutschland deutlich schneller als die Konkurrenz einführen könne, war bei Free Now noch vor einigen Monaten die Rede. Der gemeinsame Mobilitätsdienst von BMW und Daimler startete mit seiner E-Scooter-Marke Hive tatsächlich kurz danach – nicht aber in Deutschland.

Stattdessen bedient man sich bei BMW und Daimler jetzt bei der Konkurrenz. Nutzer der App „Reach Now“ können ab sofort die elektrischen Tretroller des Verleihers Tier Mobility nutzen. Tier ist ein eigenständiges Start-up aus Berlin, das seine E-Scooter bereits in 15 deutschen Städten verleiht und damit aktuell der größte Anbieter in Deutschland ist.

Die „Reach Now“-App wird von Moovel betrieben, ebenfalls Teil der umfassenden Zusammenarbeit von BMW und Daimler. Für Moovel sind E-Scooter ein nächster Schritt auf dem Weg zu einer intermodalen Plattform, die Verkehrsmittel für unterschiedlichste Wegstrecken anbietet. So sind zum Beispiel auch die Mieträder von Nextbike, der Mitfahrdienst Free Now sowie die Carsharing-Services Car2go und DriveNow Teil des Angebots.

Eine „nahtlose Mobilitätserfahrung von Tür zu Tür“ verspricht Ulrich Edelmann, der bei Moovel für die Strategieplanung zuständig ist. Die Dienste werden laut Angaben des Unternehmens in 22 Städten angeboten und aktuell von 7,5 Millionen Menschen genutzt.

„Mobilitätsangebote müssen in der Zukunft flächendeckend erfolgen, um sich durchzusetzen und obendrein Gewinne abwerfen zu können“, sagt Peter Fuß, Mobilitätsexperte‧ bei der Beratungsgesellschaft EY.

Neben Moovel arbeiten auch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) an einer intermodalen Plattform. In Zusammenarbeit mit dem Start-up Trafi hat die BVG die App „Jelbi“ ins Leben gerufen, über die Bahntickets, Taxis, Leihfahrräder und Leihroller gebucht werden können. Auch die E-Scooter von Tier Mobility sind über Jelbi verfügbar.

Tier statt Hive

Auf die Frage, warum man statt Hive auf die E-Scooter der Konkurrenz setze, antwortet man bei Moovel pragmatisch: „Wir wollen eine offene Plattform sein.“ Außerdem könne man die Tier-Roller nur im Inland über „Reach Now“ buchen. Die Hive-Tretroller sind nur in sechs Städten im europäischen Ausland vertreten.

Hierzulande hatte Hive bisher nur einige Testläufe in München und Hamburg unternommen. Wann Hive in den deutschen Markt einsteigt, ist weiter nicht klar. Ob die Zusammenarbeit mit Tier bei einem Markteintritt von Hive beendet werden würde, ließ Moovel ebenfalls offen.

Mehr: Mikro-Verkehrsmittel wie E-Scooter und Elektro-Kleinwagen könnten Staus in Zukunft überflüssig machen – selbst wenn das autonome Fahren stocken sollte.

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