Ebay Kleinanzeigen Aus die Maus?

Der Deutsche Tierschutzbund fordert Ebay auf, dem Haustierhandel bei Kleinanzeigen einen Riegel vorzuschieben. Der Konzern fördere „Tierqual“, mache „auf Kosten der Welpen Profit“. Notfalls soll ein Gesetz her.
Der Haustierhandel auf Ebay soll nach Ansicht des Tierschutzbundes ein Ende haben. Quelle: dpa
Maus

Der Haustierhandel auf Ebay soll nach Ansicht des Tierschutzbundes ein Ende haben.

(Foto: dpa)

Osnabrück„Bildschöne silberne Kurzhaar-Weimaranerwelpen“, „Liebevoll im Haus aufgezogene weiße Zwergpudelwelpen“ – solche Angebote auf dem Internetportal Ebay Kleinanzeigen sind dem Deutschen Tierschutzbund ein Dorn im Auge.

„Dort stehen hunderte Welpen zum Verkauf. Wie auf einem Basar“, sagte Verbandspräsident Thomas Schröder der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Das geht gar nicht.“

Ebay und ähnliche Portale förderten Tierqual und machten auf Kosten der Welpen Profit.

Schröder forderte Ebay auf, den Verkauf von Heimtieren über das Kleinanzeigenportal zu stoppen. Zugleich verlangte er von der Bundesregierung ein eigenes Heimtiergesetz, „in dem klargestellt wird, wer welches Tier wie halten darf“.

Wo Ebay-Abtrünnige shoppen
Ebay
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Was sagen Nutzer über die Auktionsplattform Ebay? Viele haben bereits Alternativen zum Verkaufen und Kaufen gefunden.

Zum Artikel „Ebay zerlegt sich derzeit selbst“.

Amazon
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Das Online-Kaufhaus Amazon bietet fast alles: Vom Buch bis zum Rasenmäher. Facebook-Nutzer Gernot R. kommentiert auf der Handelsblatt-Facebook-Seite: „Das Einstellen von Artikel ist einfach umständlich und unübersichtlich, wenn man in mehreren Ländern und Sprachen vertreiben möchte. Zusätzlich sind die Gebühren für Fixpreisverkäufe ein Witz. Amazon ist das fortgeschrittener.“ Er hat aber auch noch einen Rat für die Auktionsplattform: „Ebay sollte wieder zu den Wurzeln von Auktionen zurückkehren und den Warenshop anderen überlassen.“

Kleinanzeigen
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Die gute alte Kleinanzeige gibt es nicht nur in Tageszeitungen: Auch online erfreut sich das Angebot großer Beliebtheit. Sven-Eric R. empfiehlt zum Beispiel das Portal Kalaydo. Maurice M. findet bei Ebay selbst die bessere Alternative: die Kleinzeigen der Plattform.

Facebook
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Roland H. empfiehlt Facebook für das Verkaufen: „Das was ich früher über Ebay verkauft habe geht heute viel schneller, billiger und seriöser über themenbezogene Facebook-Gruppen (z.B. „Gebrauchte Musikinstrumente -> 10.000 Mitglieder = 100% Zielgruppe!“) an neue Eigentümer.“

Marktplätze im Netz
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Der Marktplatz findet sich nicht nur offline in der Stadt, sondern auch im Netz: Nutzer Martin S. empfiehlt in den Kommentaren der Handelsblatt-Homepage zum Beispiel Smartvie. Hinter der Seite steckt ein Dortmunder Start-up, dass es mit der US-Konkurrenz aufnehmen will.

Kleiderkreisel
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Auch die Kleidertauschplattform Kleiderkreisel scheint eine Alternative zu Ebay. Wer früher seine Kleidung zum Trödel trug, kann die Klamotten auf der Plattform zum Verschenken, Tauschen oder Verkaufen anbieten. Ein neues Bezahlsystem mit Gebühren sorgten im November 2014 aber für Ärger bei den Nutzern, vorher erhob die Webseite keine Gebühren.

Unterdessen begegnet Ebay dem sich abschwächenden Wachstum mit einer Neugestaltung des Internet-Auftritts. Für den Online-Marktplatz zahlt sich die Umgestaltung seiner Shopping-Plattform aus. Die Zahl der aktiven Kunden stieg im ersten Quartal um 3,8 Prozent auf 162 Millionen, wie der US-Konzern am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Gewinn ohne Sonderposten lag bei 550 Millionen Dollar oder 47 Cent pro Aktie. Der Markt hatte lediglich mit 45 Cent gerechnet. Der Umsatz stieg um 3,7 Prozent auf 2,14 Milliarden Dollar (Analystenerwartungen: 2,08 Milliarden Dollar). Der Nettogewinn fiel in den ersten drei Monaten auf 482 Millionen Dollar nach 626 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr rechnet eBay mit einem Umsatz zwischen 8,6 und 8,8 Milliarden Dollar, das ist am unteren Ende etwas besser als die bisher angepeilten 8,5 bis 8,8 Milliarden Dollar.

Erst im Sommer vergangenen Jahres hatte sich der Bezahldienst PayPal von Ebay abgespalten und war als selbstständiges Unternehmen an die Börse gegangen. Ebay begegnete dem sich abschwächenden Wachstum in seinem Kerngeschäft mit einer Neugestaltung des Internet-Auftritts und konzentrierte sich auf Kleinverkäufer.

  • afp
  • rtr
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