Ebay Surfen in der Innenstadt

Ebay will ausgewählte Shopping-Metropolen in Deutschland mit Internet-Hotspots ausstatten. Die Online-Plattform investiert nicht ohne Eigennutz in kostenfreies Internet – buhlt sie doch um weitere Kunden.
In Stuttgart, Nürnberg und Frankfurt kann jetzt schon kostenlos über das Ebay-Netz gesurft werden. Die Innenstädte von Köln, München, Hamburg, Hannover, Wiesbaden, Dortmund Leipzig und Mannheim kommen in den nächsten Monaten sukzessive dazu. Quelle: Reuters
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In Stuttgart, Nürnberg und Frankfurt kann jetzt schon kostenlos über das Ebay-Netz gesurft werden. Die Innenstädte von Köln, München, Hamburg, Hannover, Wiesbaden, Dortmund Leipzig und Mannheim kommen in den nächsten Monaten sukzessive dazu.

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Der Internetmarktplatz Ebay erschließt die deutschen Innenstädte für den digitalen Einkaufsbummel. In den kommenden Monaten will das Unternehmen 22 deutsche Städte mit freiem und kostenlosem Wlan versorgen. „Als Premiumprogramm für einfaches und unkompliziertes Einkaufen wollen wir die Verbreitung von freiem Wlan in Deutschland weiter vorantreiben“, begründet Ebay-Manager Jens Beinecke die Initiative.

Zwölf der Städte stehen bereits fest. In Stuttgart, Nürnberg und Frankfurt kann jetzt schon kostenlos über das Ebay-Netz gesurft werden. Die Innenstädte von Köln, München, Hamburg, Hannover, Wiesbaden, Dortmund Leipzig und Mannheim kommen in den nächsten Monaten sukzessive dazu.

Zehn weitere Städte will Ebay in den kommenden Monaten durch eine Nutzerabstimmung in seinen Social-Media-Kanälen ermitteln. Dort werden dann auch in den Einkaufszonen Zugangspunkte installiert, über der Zugang zum Netz kostenlos möglich ist. Ebay verspricht, dass für den Zugang keine privaten Daten eingegeben werden müssten und dass alle gesammelten Nutzungsinformationen vertraulich behandelt würden.

Ebay will mit dieser Aktion Werbung machen für sein Abo-Programm Ebay Plus, das der Onlinemarktplatz in Deutschland als Antwort auf das sehr erfolgreiche Programm Prime des Konkurrenten Amazon gestartet hat. Ebay-Plus-Nutzer müssen bei den am Programm teilnehmenden Händlern keine Versandgebühren zahlen und bekommen zusätzliche Rabattangebote. Das Programm, das 19,90 Euro Gebühr pro Jahr kostet, hat mittlerweile mehr als 100.000 Mitglieder.

Im internationalen Vergleich ist Deutschland bisher nur schwach mit freiem Wlan ausgestattet. Hierzulande kommen nach Erkenntnissen des Internetverbandes eco auf 10.000 Einwohner gerade mal zwei freie Internet-Hotspots. In Frankreich sind es mehr als fünf, in Großbritannien sogar zehn.

Ein Grund dafür war bisher die sogenannte Störerhaftung. Danach konnten Anbieter von Internet-Hotspots dafür haftbar gemacht werden, wenn Nutzer über ihr Netz Gesetzesverstöße begingen, wie etwa illegale Downloads. Das galt selbst dann, wenn der Betreiber des Netzes davon nichts wusste. Diese Störerhaftung hat der Gesetzgeber jedoch Ende Juli abgeschafft.

Der freie Zugang zum Wlan ist in Kundenumfrage stets einer der am häufigsten genannten Wünsche. Nach einer Umfrage der GfK wollen 62 Prozent der Deutschen offene Hotspots nutzen.

Wo Ebay-Abtrünnige shoppen
Ebay
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Was sagen Nutzer über die Auktionsplattform Ebay? Viele haben bereits Alternativen zum Verkaufen und Kaufen gefunden.

Zum Artikel „Ebay zerlegt sich derzeit selbst“.

Amazon
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Das Online-Kaufhaus Amazon bietet fast alles: Vom Buch bis zum Rasenmäher. Facebook-Nutzer Gernot R. kommentiert auf der Handelsblatt-Facebook-Seite: „Das Einstellen von Artikel ist einfach umständlich und unübersichtlich, wenn man in mehreren Ländern und Sprachen vertreiben möchte. Zusätzlich sind die Gebühren für Fixpreisverkäufe ein Witz. Amazon ist das fortgeschrittener.“ Er hat aber auch noch einen Rat für die Auktionsplattform: „Ebay sollte wieder zu den Wurzeln von Auktionen zurückkehren und den Warenshop anderen überlassen.“

Kleinanzeigen
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Die gute alte Kleinanzeige gibt es nicht nur in Tageszeitungen: Auch online erfreut sich das Angebot großer Beliebtheit. Sven-Eric R. empfiehlt zum Beispiel das Portal Kalaydo. Maurice M. findet bei Ebay selbst die bessere Alternative: die Kleinzeigen der Plattform.

Facebook
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Roland H. empfiehlt Facebook für das Verkaufen: „Das was ich früher über Ebay verkauft habe geht heute viel schneller, billiger und seriöser über themenbezogene Facebook-Gruppen (z.B. „Gebrauchte Musikinstrumente -> 10.000 Mitglieder = 100% Zielgruppe!“) an neue Eigentümer.“

Marktplätze im Netz
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Der Marktplatz findet sich nicht nur offline in der Stadt, sondern auch im Netz: Nutzer Martin S. empfiehlt in den Kommentaren der Handelsblatt-Homepage zum Beispiel Smartvie. Hinter der Seite steckt ein Dortmunder Start-up, dass es mit der US-Konkurrenz aufnehmen will.

Kleiderkreisel
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Auch die Kleidertauschplattform Kleiderkreisel scheint eine Alternative zu Ebay. Wer früher seine Kleidung zum Trödel trug, kann die Klamotten auf der Plattform zum Verschenken, Tauschen oder Verkaufen anbieten. Ein neues Bezahlsystem mit Gebühren sorgten im November 2014 aber für Ärger bei den Nutzern, vorher erhob die Webseite keine Gebühren.

Das können sie ab September auch in der Stadt Diepholz – auch wenn diese nicht zu den großen deutschen Shopping-Metropolen gehört. Die Kreisstadt in Niedersachsen mit rund 16.000 Einwohnern hat den Wettbewerb „Die digitale Innenstadt“ gewonnen, der vom Handelsverband Deutschland (HDE) und Ebay ausgeschrieben worden ist.

Dafür hat die Stadt ein Paket mit Leistungen zur Förderung des digitalen Handels bekommen. Und dazu gehört nicht nur eine eigene Plattform für die lokalen Einzelhändler auf Ebay, sondern auch ein Hotspot für die Innenstadt.

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