Edeka will Kaiser’s Tengelmann Für NRW hat Arbeitsplatzerhalt Vorrang

Darf Edeka den Konkurrenten Kaiser’s Tengelmann kaufen? Für Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Garrelt Duin ist klar: Egal, wer die angeschlagene Supermarktkette übernimmt – Hauptsache, die Jobs bleiben erhalten.
Weil die Monopolkommission eine Übernahme Kaiser’s Tengelmanns durch Edeka verbot, baten die beiden Supermarktkonzerne Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) um eine spezielle Ministererlaubnis für den Deal. Quelle: dpa
Ministererlaubnis erforderlich

Weil die Monopolkommission eine Übernahme Kaiser’s Tengelmanns durch Edeka verbot, baten die beiden Supermarktkonzerne Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) um eine spezielle Ministererlaubnis für den Deal.

(Foto: dpa)

DüsseldorfIm Streit um die vom Bundeskartellamt verbotene Übernahme der Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann durch Edeka hat für Nordrhein-Westfalen die Sicherung der Arbeitsplätze klare Priorität. Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) sagte am Donnerstag, das Land bitte in seiner Stellungnahme zu dem Antrag der Supermarktketten auf eine Ministererlaubnis für die Fusion Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), „vor seiner Entscheidung eingehend zu prüfen, wie den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in NRW eine verlässliche Perspektive eröffnet werden kann“.

Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub begrüßte, dass sich das Land der Job-Problematik angenommen habe. Er hatte mehrfach argumentiert, dass nur durch den Komplettverkauf der rund 450 Kaiser’s-Tengelmann-Märkte an Edeka die etwa 16.000 Arbeitsplätze erhalten werden könnten. Andernfalls seien bis zu 8000 Stellen in Gefahr.

In Ministeriumskreisen hieß es allerdings, die Stellungnahme Nordrhein-Westfalens beinhalte keine Vorentscheidung für oder gegen die Fusionspläne von Edeka und Tengelmann. Schließlich hätten auch andere Wettbewerber inzwischen Interesse an einer Teil- oder Komplettübernahme der Supermarktkette signalisiert.

Die Monopolkommission war deshalb in einem Sondergutachten zu dem Ergebnis gekommen, es sei nicht sicher, dass mit der Übernahme durch Edeka mehr Jobs dauerhaft erhalten würden als bei einer Veräußerung an andere Unternehmen. Die Wettbewerbsexperten hatten daher empfohlen, keine Ministererlaubnis zu erteilen.

Naschen verboten
Naschen verboten
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Probieren geht über Studieren? Jedenfalls nicht im Supermarkt. Auch wenn so manche Leckerei verführerisch im Einkaufswagen lächelt, sollte man mit dem Verzehr warten, bis man das Geschäft verlassen hat, rät die Stiftung Warentest. Denn: Bis der tatsächliche Bezahlvorgang erfolgt ist, gehört die Ware noch dem Ladenbesitzer. Besonders Waren, deren Verpackung leicht in der Tasche verschwinden kann, sollten daher erst bezahlt werden, bevor an ihnen genascht wird.

Umtausch
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Was in Elektronikgeschäften alltäglich ist, kann im Supermarkt zu Problemen führen: Denn Ladenbesitzer sind hier nicht verpflichtet, Fehlkäufe zurückzunehmen. Selbst eine unbeschädigte Verpackung und ein gültiger Kassenbon ändern daran nichts. Allein: Viele Händler nehmen Umtausche aus Kulanz trotzdem an. Ist die Ware allerdings selbst fehlerhaft – und beispielsweise schon vor Ablauf der Mindesthaltbarkeit verdorben – müsse der Verkäufer sie zurücknehmen, so die Stiftung Warentest.

Bruchware
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Zugegeben – so gravierend wie hier sind Schäden, die durch Kunden verursacht wurden, in der Regel nicht. Trotzdem: Hat der Kunde Schuld, wenn etwa eine Sektpyramide einstürzt, muss er dafür haften. Auch hier gilt: Bei kleineren Schäden dürften die meisten Händler ein Auge zudrücken. Wird jedoch beispielsweise der Inhalt eines ganzen Regals zerstört, so muss die Haftpflichtversicherung des Kunden einspringen.

Obst und Gemüse
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Anfassen erlaubt – jedenfalls bei Obst und Gemüse. Wer den Reifegrad einer Melone prüfen möchte, tut das nicht etwa per Geschmackstest, sondern fühlt mit den Fingern. Will man trotzdem einmal von den Weintrauben am Obststand probieren, empfiehlt es sich, vorher das Personal zu fragen. Besondere Vorsicht sei bei Pflaumen oder Mangos geboten, rät die Stiftung Warentest – hier bilden sich schnell unschöne Druckstellen, die die Ware entwerten.

Großeinkauf
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Klopapier ist im Sonderangebot – jetzt schnell mit dem LKW zum Supermarkt und gleich einen Jahresvorrat kaufen? Zwecklos, sagt die Stiftung Warentest. Damit möglichst viele Kunden von dem Sonderangebot profitieren können, beschreiben Händler Angebote häufig mit dem Zusatz „Abgabe nur in haushaltsüblichen Mengen“. Was das konkret bedeutet, darf jeder Supermarktbetreiber allerdings selbst entscheiden.

Bezahlen
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Klopapier für 1,95 Euro, Milch für 99 Cent, dazu noch ein Paket Kaffee für 3,99 Euro – macht zusammen: eine Menge Kleingeld. Wer hofft, seinen Kupferschatz an der nächsten Kasse loszuwerden, dürfte allerdings enttäuscht werden. Mehr als 50 Einzelmünzen muss kein Händler annehmen. Auch bei Scheinen gibt es Grenzen: „Wer nur ein Kaugummipäckchen kauft, kann nicht erwarten, dass der Händler ihm eine 100-Euro-Note wechselt“, so die Stiftung Warentest.

Pfand
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Eine Wissenschaft für sich: das Pfandsystem der Bundesrepublik. Als Faustregel gilt laut Stiftung Warentest, dass jeder Händler nur die Flaschen zurücknehmen muss, die er selbst im Sortiment hat – egal, ob Einweg oder Mehrweg. Einzig Geschäfte mit einer Ladenfläche von mehr als 200 Quadratmetern sind zusätzlich verpflichtet, auch Einwegflaschen anzunehmen, die sie nicht selbst führen. Dabei gilt für Mehrwegflaschen eine weitere Besonderheit: Sind sie beschädigt, muss der Händler sie nicht zurücknehmen.

  • dpa
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