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Einigung in der Nacht Easyjet übernimmt Teile von Air Berlin

Easyjet stärkt mit der Übernahme von Teilen des Betriebs von Air Berlin seine Präsenz in der deutschen Hauptstadt. Für 1000 Mitarbeiter der zerschlagenen Airline schreibt der britische Billigflieger Stellen aus.
28.10.2017 Update: 28.10.2017 - 08:51 Uhr Kommentieren
Eine Easyjet-Maschine landet in Schönefeld, Brandenburg, vor abgestellten Flugzeugen von Air Berlin. Für 40 Millionen Euro gehen jetzt Teile des Betriebs der insolventen Air Berlin in Berlin Tegel an die britische Airline. Quelle: dpa
Air Berlin: Abschluss mit Easyjet

Eine Easyjet-Maschine landet in Schönefeld, Brandenburg, vor abgestellten Flugzeugen von Air Berlin. Für 40 Millionen Euro gehen jetzt Teile des Betriebs der insolventen Air Berlin in Berlin Tegel an die britische Airline.

(Foto: dpa)

Berlin Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin ist komplett zerschlagen. Der britische Billigflieger Easyjet übernimmt für 40 Millionen Euro Teile des Betriebs am Flughafen Berlin-Tegel, wie beide Unternehmen nach langen Verhandlungen in der Nacht zu Samstag mitteilten.

Zudem wird Easyjet für 1000 Mitarbeiter in Berlin Stellen ausschreiben. Zuletzt hatte sich auch die Thomas-Cook-Tochter Condor um die letzten Unternehmensanteile bemüht. Vor rund zwei Wochen wurde sich die zweitgrößte deutsche Airline bereits mit der Lufthansa über den Kauf von mehreren Unternehmensteilen einig. Zudem hatte die Berliner Zeitfracht-Gruppe im Frachtbereich zugegriffen.

So hat Tegel Air Berlin verabschiedet
Touchdown in Tegel
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Um 23.58 Uhr setzte die Maschine in Berlin auf. Der letzte Flug mit Kennung „AB“.

(Foto: Reuters)
Ehrenrunden über Berlin
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Die Flugroute über Berlin diente dazu, als wirklich letztes Flugzeug zu landen. Die Schleifen deuteten viele als die Form eines Herzens.

(Foto: dpa)
Joachim Hunold
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Mit an Bord: der ehemalige Geschäftsführer der Fluggesellschaft und Mitglied im Verwaltungsrat, Joachim Hunold. Er hatte in 20 Jahren an der Konzernspitze aus einer Mini-Gesellschaft mit zwei Flugzeugen die Nummer zwei in Deutschland gemacht, in ihrer Hochzeit mit mehr als 35 Millionen Passagieren und vier Milliarden Euro Jahresumsatz.

Der heute 68-jährige Düsseldorfer war es aber auch, der seine Firma durch Zukäufe und schnelles Wachstum in eine komplexe Struktur und Kostenfalle trieb, aus der sie nie wieder herauskam.

(Foto: dpa)
Ende eines Kapitels deutscher Wirtschaftsgeschichte
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Nach 39 Jahren mit teils rasantem Wachstum endet die Zeit von Air Berlin. Der letzte Flieger in Berlin-Tegel wird am späten Freitagabend gebührend empfangen.

(Foto: Reuters)
Gruß der Flughafenfeuerwehr
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Mit Wasserfontänen wird normalerweise die Ankunft einer neuen Fluggesellschaft an einem Airport gefeiert - jetzt gilt die Geste einem letzten Flug.

(Foto: dpa)
Spalier zum Abschied
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Air-Berlin-Mitarbeiter nehmen Crew und Passagiere von AB6210 in Empfang.

(Foto: dpa)
„Unsere AB“
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Ein Schluck Sekt auf das Ende der Airline. Flug AB6210 ist der letzte mit Air-Berlin-Kennung, der auf einem Flughafen gelandet ist.

(Foto: dpa)

Easyjet stärkt mit dem Zukauf sein Standbein in Deutschland. Durch den Deal steige Easyjet zur größten Airline in der Hauptstadt auf, teilte der zweitgrößte europäische Billigflieger nach Ryanair mit. In der Wintersaison würden bereits Flüge ab Berlin-Tegel ins Angebot genommen, welche ab Sommer noch verstärkt würden. Bisher flog Easyjet nur von Berlin-Schönefeld. Konkret leasen die Briten bis zu 25 A320-Flugzeuge und erwerben Slots, also die Zeitfenster für Abflüge und Landungen.

Air Berlin beschäftigte zum Zeitpunkt der Insolvenz im Sommer etwa 8000 Mitarbeiter, von denen viele mit dem Aus für ihren Arbeitgeber einer unsicheren Zukunft gegenüberstehen. Die Kranich-Airline übernimmt die Töchter Niki und LGW und damit auch 1700 Air-Berlin-Mitarbeiter. Zudem können sich Beschäftigte auf 1300 neue Stellen bei der Lufthansa-Tochter Eurowings bewerben. Bei Easyjet können sich nun 1000 Mitarbeiter um neue Jobs bemühen. Für die rund 1200 Beschäftigten des Bodenpersonals soll es eine Auffanglösung gehen, die Air Berlin selbst und der Berliner Senat finanzieren wollen.

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    Air Berlin wurde 1978 gegründet und feierte am 28. April 1979 ihren Erstflug von Berlin nach Mallorca. Kritiker machen eine zu schnelle Expansion und ein verfehltes Geschäftsmodell für das Scheitern der Fluggesellschaft verantwortlich. Demnach wurde Air Berlin im Konkurrenzkampf mit Billigfliegern auf der einen Seite und Premium-Airlines wie der Lufthansa auf der anderen Seite zerrieben.

    Nach der Insolvenz Mitte August wurde die Fluglinie zerschlagen. Die letzte Maschine mit eigener Air-Berlin-Flugnummer AB6210 war am Freitag in München gestartet und in Berlin-Tegel gelandet.

    • rtr
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