Einwegtüten ab April kostenpflichtig Die Gratis-Plastiktüte stirbt aus – auch bei dm

Ab April soll bei vielen Händlern die Plastiktüte kostenpflichtig sein. Auch Branchengrößen wie dm beteiligen sich an der Initiative des Handelsverbands HDE. Wie viel die Tüten kosten, ist nicht einheitlich geregelt.

Klimafaktor Plastiktüte

BerlinDer Einkaufsbummel wird künftig ein bisschen teurer. Ab dem 1. April wollen viele Einzelhändler in Deutschland für Einwegtüten aus Plastik Geld nehmen, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) am Dienstag mitteilte. „Es beteiligen sich so viele Unternehmen, dass 60 Prozent der Tüten im Handel erfasst sind“, erklärte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Binnen zwei Jahren sollen vier von fünf Kunststofftüten kostenpflichtig sein.

Wie teuer eine Plastiktüte wird, legen die Einzelhändler jeweils selbst fest, und zwar laut HDE aus kartellrechtlichen Gründen. Die Unternehmen dürfen sich nicht absprechen.

Der Handelsverband und das Bundesumweltministerium haben vereinbart, dass Plastiktüten nicht mehr umsonst an Kunden abgegeben werden sollen. Diese freiwillige Vereinbarung soll am 1. April in Kraft treten, wie der HDE am Dienstag mitteilte. Durch die Initiative soll eine gesetzliche Regelung vermieden werden. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte den Handel Mitte Januar ermahnt, seine angekündigte Selbstverpflichtung nicht endlos zu verschleppen. Anderenfalls sei „eine Regelung per Ordnungsrecht unausweichlich“, sagte sie.

Hintergrund ist eine EU-Richtlinie zum Verbrauch von Plastiktüten: Danach sind die Mitgliedsstaaten verpflichtet, den Verbrauch ab 2020 auf 90 Tüten pro Einwohner und Jahr zu verringern, ab 2026 auf 40 Stück. Im EU-Vergleich liegt Deutschland mit einem Verbrauch von 71 Plastiktüten pro Kopf und Jahr deutlich unter dem Durchschnittsverbrauch von 198 Stück und erfüllt die Vorgabe für 2020 schon heute. Trotzdem soll der Verbrauch hierzulande weiter sinken.

Auch die Drogeriemarktkette dm verzichtet ab dem 1. April auf die Gratis-Plastiktüte. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen in zahlreichen Märkten die Tüten an der Kasse bereits entfernt. „Unsere Kunden haben dies überwiegend positiv aufgenommen“, erklärte Erich Harsch, Vorsitzender der dm-Geschäftsführung. Die Restbestände der kleinen Plastiktüten, die zusätzlich zu den größeren Tüten angeboten wurden, würden nun dem Wertstoffkreislauf zurückgeführt.

Welche Drogeriemärkte die Kunden empfehlen
Worauf achten Kunden in Drogeriemärkten?
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Der „Kundenmonitor Deutschland“ hat in 3153 telefonischen Interviews Deutsche gefragt, wie sie die größten deutschen Drogerieketten bewerten. Dabei mussten sie ihre Einschätzung zu unterschiedlichen Bewertungskriterien abgeben. Unter anderem wurden sie nach dem Preis-Leistungs-Verhältnis, der Sauberkeit, der Qualität der angebotenen Produkte und der Freundlichkeit der Mitarbeiter gefragt. Die Befragten konnten auf einer Zufriedenheitsskala die Kriterien mit Noten zwischen 1 (vollkommen zufrieden) bis 5 (unzufrieden) bewerten.

Die wichtigsten Kategorien
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Die Befragung zeigte, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Angebotsvielfalt am ausschlaggebendsten für die Zufriedenheit der deutschen Drogeriekunden ist. Die Analyse der einzelnen Kriterien ergab zudem, dass sich die Drogeriemärkte in jeder Kategorie verbessern konnten. Besonders stark war die Verbesserung bei den Themen Sauberkeit, Produktqualität, Angebotsübersichtlichkeit, Freundlichkeit und den Öffnungszeiten.

Zufriedenheit nimmt mit zunehmenden Alter ab
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So leere Regale findet man in deutschen Drogeriemärkten selten vor. Dennoch gibt es vereinzelt auch unzufriedene Kunden. Die Befragung von Kundenmonitor Deutschland hat ergeben, dass die Zufriedenheit mit zunehmenden Alter abnimmt. Kunden unter 40 Jahren hingegen haben die wenigsten Einwände hinsichtlich der Qualität der Filialisten.

Platz 4: Rossmann
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Als Rossmann 1972 gegründet wurde, war es das erste Selbstbedienungsgeschäft für Drogeriewaren. Gründervater ist Dirk Roßmann. Seine Drogeriekette ist mittlerweile die zweitgrößte Deutschlands. Er beschäftigt 26.000 Mitarbeiter und betreibt 1820 Filialen. Rossmann kann vor allem bei der jungen Kundschaft im Alter zwischen 16 bis 39 Jahren punkten, die die Drogeriekette mit einem Mittelwert von 1,95 bewertet haben. Schlechter sieht es bei der älteren Kundschaft aus. Hier kommt Rossmann nur auf einen Mittelwert von 2,2. Insgesamt kann sich Rossmann aber leicht verbessern. Die Durchschnittsnote liegt 2015 bei 2,11. Im Vorjahr bekam die Drogerie nur eine 2,14.

Platz 3: Müller
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Bei der Drogeriekette Müller spielt das Alter hinsichtlich der Zufriedenheit kaum eine Rolle. Insgesamt gaben 71 Prozent der Befragten unter 40 an, mit der Leistung von Müller zufrieden zu sein. Bei den über 60-Jährigen lag der Anteil der Zufriedenen bei 66 Prozent. Insgesamt wurde Müller mit einer Durchschnittsnote von 1,99 bewertet.

Platz 2: Budnikowsky
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Budnikowsky betreibt vor allem in Norddeutschland seine Filialen. 2014 betrug der Umsatz rund 413 Millionen Euro. Die Kunden gehören zu den zufriedensten in Deutschland. Seit 2004 konnte Budnikowsky die Kundenzufriedenheit kontinuierlich steigern. Bei der aktuellen Befragung durch Kundenmonitor Deutschland bekam die Kette eine Durchschnittsnote von 1,92. Besonders zufrieden waren Käufer im Alter zwischen 16 und 39 sowie 40 bis 59 Jahren.

Platz 1: dm
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Knapp vor Budnikowsky belegt dm den ersten Platz im Zufriedenheitsranking. Vor allem in Norddeutschland wird die Kette immer beliebter. Allein in Hamburg steigerte der Drogeriemarkt seine Stammkundschaft von acht auf 17 Prozent. 83 Prozent der Kundschaft im Alter zwischen 16 bis 39 Jahren gab an, mit der Qualität der dm-Märkte vollkommen zufrieden zu sein. Immerhin 70 Prozent der älteren Kundschaft zeigte sich ebenfalls zufrieden mit den Leistungen. Als Durchschnittsnote vergaben die Befragten eine 1,88.

Der Naturschutzbund Nabu hatte im Herbst einen Preis von mindestens 50 Cent pro Einwegtasche gefordert. Die zehn bis 20 Cent, die Verbraucher schon heute in vielen Supermärkten für Tüten zahlten, sind demnach zu wenig, um den Verbrauch deutlich zu reduzieren.

  • afp
  • dpa
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