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Einzelhändler Zeit zum Handeln

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Ähnlich sieht es bei fast allen Internethändlern aus. Die Hamburger Otto-Gruppe, nach Amazon der zweitgrößte Anbieter in Deutschland, verzeichnet von November bis Februar einen Zuwachs des Internetgeschäfts um 38 Prozent; damit verdienen die Hansestädter jeden zweiten Euro im Web. Und das ist erst der Anfang. "Die Wirtschaftsflaute beschleunigt den Trend zum Einkaufen über das Internet", prognostiziert der Consumer & Retail Thinktank. Das ist eine Gruppe von Experten, die im Auftrag der Unternehmensberatung KPMG Entwicklungen im Einzelhandel untersucht. Damit ändern sich auch die Anforderungen, die die Branche an ihre Mitarbeiter stellt. Denn mit den klassischen Aufgaben eines Einzelhändlers haben die Klick-und-Kauf-Krämer nichts mehr zu tun.

Bewerberprofile, die nie mit dem Einzelhandel in Verbindung gebracht wurden, versprechen jetzt gute Karrierechancen. Quereinsteiger mit Erfahrungen in der IT-Branche oder Mathematikkenntnissen werden mit Kusshand genommen, damit sie ihr Know-how in die Programmierung einfließen lassen. Da auch die großen Discounter in virtuelle Einkaufswelten investieren, dürfte diese Nachfrage so schnell nicht versiegen.

Aber auch die klassischen Händler bauen aus. "Im Zuge unserer internationalen Expansion werden wir weltweit Mitarbeiter einstellen und entwickeln", sagt Metro-Personaler Dirk Marek. Die Düsseldorfer suchen vor allem Betriebs- oder Volkswirte, Wirtschaftsinformatiker oder Logistiker. Wer sich für Vertrieb, Controlling, Personal, Marketing oder Netzwerkmanagement begeistert, steigt schnell auf. Nicht selten verantworten Mitarbeiter um die 30 Jahre Bereiche mit 50 Millionen Euro Umsatz und einer dreistelligen Mitarbeiterzahl. "Damit führt er oder sie praktisch ein mittelständisches Unternehmen", sagt Marek.

Ähnlich ist es bei Rewe. Die Kölner bieten abhängig vom Bedarf Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten für junge Führungskräfte. "Unsere Vertriebslinien expandieren, und somit bieten wir entsprechende Karrierechancen", sagt Christopher Ranft, Bereichsleiter Personalentwicklung auf Holding-Ebene. Bei den Kölnern haben neben BWLern derzeit vor allem IT-Experten gute Karten. Zwar legt Rewe großen Wert auf die Weiterentwicklung des eigenen Führungsnachwuchses. Aber auch Bewerber, die ihre ersten Karriereschritte in anderen Branchen gemacht haben, sind willkommen: "Da sind wir offen, sonst würden wir unseren Bedarf langfristig nicht decken können", sagt Ranft. Eine typische Führungskarriere beginnt, wenn nicht über die hauseigenen Trainee-Programme, auf Bezirksmanagerebene. Dort wird die Verantwortung für bis zu 14 Standorte gebündelt. Wer sich auf seinem Posten bewährt, wird auf weitere Führungspositionen befördert. Das hauseigene Förderprogramm soll bis in die oberste Hierarchieebene sicherstellen, dass die Führungskräfte weiter vorankommen.

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