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Einzelhandel Douglas schließt alle Filialen nach Protesten und Boykott-Aufrufen

Die Parfümeriekette hatte einige Filialen trotz Lockdowns geöffnet – und wollte dabei von der Ausnahme für Drogerien profitieren. Nach Protesten lenkt Douglas ein.
16.12.2020 Update: 17.12.2020 - 08:13 Uhr Kommentieren
Das Unternehmen lässt einige Filialen weiter als Drogerie geöffnet. Quelle: dpa
Douglas in Würzburg

Das Unternehmen lässt einige Filialen weiter als Drogerie geöffnet.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die Parfümeriekette Douglas lenkt ein: Nach Protesten von Gewerkschaften und Kunden schließt der Einzelhändler alle Filialen, erklärte Douglas-Chefin Tina Müller an diesem Donnerstag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

„Für Viele war die Entscheidung, einige Filialen mit Drogeriesortimenten offenzuhalten, nicht nachvollziehbar“, schreibt Müller am Morgen. „Wir bitten alle um Entschuldigung, die wir mit unserem Vorgehen befremdet oder vor den Kopf gestoßen haben.“

Am Mittwoch hatte die Parfümeriekette noch erklärt, knapp ein Viertel ihrer Filialen trotz des Lockdowns offenzuhalten – als Drogerien.

„In diesen Filialen bieten wir den Großteil des klassischen Drogeriesortiments an: Körperpflegeprodukte wie Cremes, Shampoo, Seife, Deodorants, Make-up, Parfüms und Hygieneprodukte“, hatte eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch der Deutschen Presseagentur erklärt. Das Angebot sei vergleichbar mit dem großer Drogerieketten, die ebenfalls geöffnet bleiben dürften.

Das Unternehmen halte sich an alle geltenden Verordnungen. Die Corona-Verordnungen sähen vor, das Drogerien weiter geöffnet bleiben könnten. Der Begriff Drogerie sei rechtlich nicht spezifiziert.

Im allgemeinen Sprachgebrauch würden darunter Einzelhandelsbetriebe verstanden, die unter anderem Körperpflege-, Schönheits-, Kosmetik- und Hygieneprodukte verkauften. Daher werde auch ein Teil der Douglas-Filialen mit einem Angebot von Drogerieprodukten für den Einkauf geöffnet bleiben.

Die Gewerkschaft Verdi in Hessen hatte dagegen von einem „anrüchigen Unterlaufen des Lockdowns“ gesprochen. Die Parfümerie deklariere sich über Nacht zur Drogerie um. „Wer den dringenden Lockdown und das erlaubte Weiterführen bestimmter Geschäfte auf solche Weise fehlinterpretiert, macht sich nicht nur unglaubwürdig“, erklärte der Fachbereichsleiter Handel bei Verdi Hessen, Bernhard Schiederig.

Auch in den Sozialen Netzwerken stieß das Vorgehen von Douglas auf heftige Kritik. Deutschlandweit riefen etliche Nutzer unter dem Hashtag #DouglasBoykott dazu auf, nicht mehr bei der Parfümeriekette einzukaufen. Auch das dürfte zum Einlenken der Douglas-Chefin Müller beigetragen haben.

Mehr: Schnelltests aus der Drogerie: Was Verbraucher jetzt wissen müssen

  • dpa
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