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Einzelhandel Edeka und Kaufland übernehmen 141 Real-Märkte

Der neue Eigentümer hat Abnehmer gefunden. Die Zerschlagung der SB-Warenhauskette nimmt damit konkrete Formen an. Doch eine wichtige Hürde bleibt.
31.03.2020 Update: 31.03.2020 - 15:38 Uhr Kommentieren
Die Zerschlagung der Warenhaus-Kette hat begonnen. Quelle: dpa
Firmenlogo auf einem Real-Markt

Die Zerschlagung der Warenhaus-Kette hat begonnen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Kaufland und Edeka haben jetzt Verträge über die Übernahme von 141 Real-Märkten abgeschlossen. Damit hat der Investor SCP, der Real von Metro übernommen hat, für mehr als die Hälfte der SB-Warenhäuser einen neuen Betreiber gefunden. Die Verkäufe müssen aber noch vom Kartellamt genehmigt werden.

Patrick Kaudewitz, der Vorsitzende des Verwaltungsrats von SCP, nannte die Vereinbarungen „einen wichtigen Meilenstein zur erfolgreichen Umsetzung unseres Konzepts“. Damit sei für eine große Zahl der Märkte und ihre Mitarbeiter Klarheit und Planbarkeit geschaffen worden. Kaufland plant, 88 Standorte zu übernehmen, Edeka will 53 Real-Märkte in sein Netz eingliedern.

Geplant ist, dass die ersten Märkte im vierten Quartal an Edeka und Kaufland übergehen. Der gesamte Prozess soll sich nach Angaben von SCP über rund 18 Monate erstrecken. Über die finanziellen Details der Transaktionen haben die Beteiligten Stillschweigen vereinbart.

Da nur ein Teil der Märkte im Eigentum von SCP ist, sind auch die Vermieter der Immobilien ein wichtiger Beteiligter an den Übergaben. „Ihre Unterstützung ist für eine reibungslose Übernahme der Märkte von entscheidender Bedeutung“, betont Sascha Wilhelm, CEO der X+Bricks-Group.

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    SCP hat nach langen Verhandlungen mit dem bisherigen Eigentümer Metro eine Vereinbarung erzielt, die 276 Real-Märkte in Deutschland zu übernehmen. Der Käufer hat sich verpflichtet, rund 50 Märkte zumindest zwei Jahre lang unter der Marke Real fortzuführen. SCP-Chefin Marjorie Brabet-Friel hat im Interview mit dem Handelsblatt gesagt, dass es eine harte Restrukturierung geben wird. Sie hat bereits angekündigt, dass die Führungsmannschaft von Real ausgetauscht und der Digital-Bereich real.de verkauft wird. Vollzogen werden kann das aber erst, wenn der Verkauf endgültig abgeschlossen ist, was voraussichtlich im Mai oder Juni so weit ist.

    Etwa 30 Märkte sollen geschlossen werden, weil für sie keine wirtschaftliche Perspektive gesehen wird. Der Rest soll an Wettbewerber weitergereicht werden. Eine Option ist es auch, große Märkte in kleinere Flächen zu unterteilen.

    Die Verteilung der Märkte an Wettbewerber dürfte aber auch nach der Vereinbarung mit Edeka und Kaufland noch lange kein Selbstläufer sein. Das Bundeskartellamt hat bereits angekündigt, dass es die Übernahmen genau prüfen wird. Im Lebensmitteleinzelhandel kontrollieren die vier großen Anbieter – Aldi, Edeka, Rewe und die Schwarz-Gruppe mit Lidl und Kaufland – rund 85 Prozent des Marktes.

    Interesse an Real-Standorten haben auch kleinere und regionale Anbieter. So hat die Georg Jos. Kaes GmbH, die in Bayern unter anderem Lebensmitteleinzelhandelsgeschäfte unter der Marke V-Markt betreibt, Interesse angemeldet. Auch Globus und Bünting würden gern einen Teil abbekommen. Branchenkreisen zufolge sollen sie aber jetzt Sorge haben, dass die besten Standorte im Paket an die großen Händler gehen und dass so die Konzentration im Markt weiter beschleunigt wird.

    Mehr: Warum die Zeit der großen Einkaufstempel auf der grünen Wiese vorbei ist.

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