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Einzelhandel Fanderl will Karstadt Kaufhof bis 2021 wieder profitabel machen

Der letzte deutsche Warenhauskonzern muss wieder schwarze Zahlen schreiben. Galeria Karstadt Kaufhof will bei Stellenabbau um jede Stelle kämpfen.
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Konzernchef Fanderl hat den Abbau von 2.600 Vollzeitstellen angekündigt. Quelle: dpa
Karstadt und Kaufhof

Konzernchef Fanderl hat den Abbau von 2.600 Vollzeitstellen angekündigt.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Chef von Galeria Karstadt Kaufhof, Stephan Fanderl, will den rote Zahlen schreibenden Konzern bis zum Geschäftsjahr 2020/21 wieder profitabel machen. „Die Lage ist angespannt, aber wir sind optimistisch“, sagte der Manager im Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Dienstagsausgabe) und kündigte an: „Wir werden in diesem Jahr die Voraussetzungen für ein erfolgreiches gemeinsames Unternehmen schaffen.“

Die Herausforderung für den letzten deutschen Warenhauskonzern ist nach den Worten von Fanderl groß. Allein bei Kaufhof sei im Ende Januar abgelaufenen Geschäftsjahr ein Fehlbetrag in dreistelliger Millionenhöhe entstanden – nicht zuletzt durch das schwache Weihnachtsgeschäft. Derzeit würden Kaufhof und Karstadt „mit Höchstgeschwindigkeit“ zusammengeführt, berichtete der Manager.

Bis Ende September solle das neue Gemeinschaftsunternehmen im wesentlichen stehen – mit einer Zentrale, einem IT-System, einer Logistik, einem gemeinsamen Sortiment und einem einheitlichen Onlineshop. „Durch die damit verbundenen Effekte soll die Verlustsituation bei Kaufhof behoben werden“, kündigte Fanderl an.

Einsparungen erwartet der Manager durch Personaleinsparungen, aber auch durch verbesserte Konditionen im Einkauf. Der genaue Umfang des Personalabbaus hänge vom weiteren Verlauf der Sanierung ab, sagte der Manager. Ursprünglich hatte Fanderl im Januar den Abbau von 2.600 Vollzeitstellen angekündigt. „Aber wir wollen nicht mehr Personal abbauen als nötig“, sagte er im Interview.

Fanderl bekräftigte, um jeden Warenhausstandort kämpfen zu wollen. Auch für die Doppelstandorte von Karstadt und Kaufhof sehe er derzeit keinen Grund, über Schließungen zu sprechen. Die Häuser könnten sich gegenseitig ergänzen. So könne beispielsweise in einem der beiden Häuser eine große Sportabteilung entstehen, während sich das zweite Haus auf andere Sortimente konzentriere.

  • dpa
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