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Einzelhandel Galeria Karstadt Kaufhof übernimmt Sport Scheck von Otto

Durch geschickte Übernahmen ist René Benko auf dem Weg, einer der größten europäischen Sporthändler zu werden. Jetzt kommt auch Sport Scheck dazu.
11.12.2019 Update: 11.12.2019 - 17:58 Uhr Kommentieren
Nun soll die Wende zusammen mit Galeria Karstadt Kaufhof gelingen. Quelle: Sportscheck.com
Sport Scheck

Nun soll die Wende zusammen mit Galeria Karstadt Kaufhof gelingen.

Düsseldorf Lange Zeit war es ein Gerücht, jetzt ist es offiziell: Der österreichische Milliardär René Benko kauft über seine Signa Holding auch den Sporthändler Sport Scheck von der Otto Group. Wenn die Kartellbehörden zustimmen, wird das Unternehmen mit 300 Millionen Euro Umsatz und 1 300 Mitarbeitern ein Teil von Galeria Karstadt Kaufhof.

„Wir freuen uns, dass wir mit Sport Scheck eine der Topmarken im deutschen Sporthandel übernehmen“, sagte Stephan Fanderl, CEO von Galeria Karstadt Kaufhof. Die Integration in Galeria Karstadt Kaufhof eröffne dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern „eine weitaus verlässlichere Zukunftsperspektive“, sagte Sebastian Klauke, Otto-Vorstand und Aufsichtsratschef von Sport Scheck.

Für den Händler Sport Scheck, den Otto schon länger zum Verkauf gestellt hatte, endet damit eine lange Zeit der Ungewissheit. „Wir haben gemeinsam die Chance, einen europäischen Player zu bauen“, sagte Sport-Scheck-Chef Markus Rech. Im Alleingang wäre das ein schwieriger Weg gewesen, betonte er, mit einem starken Partner jedoch sei das Potenzial vorhanden.

Immobilieninvestor Benko wird damit immer mehr zum Bewahrer des traditionellen deutschen Handels. Bekannt wurde seine Signa-Holding in Deutschland durch die Übernahme der beiden letzten großen Warenhausketten Karstadt und Kaufhof.

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    Karstadt hatte Benko bereits 2014 komplett übernommen und den Händler durch einen radikalen Sparkurs in die Nähe der schwarzen Zahlen gebracht. Im vergangenen Jahr stieg er auch bei Kaufhof ein. Vor wenigen Wochen wurden die beiden Unternehmen zur Galeria Karstadt Kaufhof GmbH verschmolzen.

    Ein Großteil der Übernahmen und Investitionen von Signa erfolgten aber im Sporthandel. „Wir sind führend im Wachstumsgeschäft Sport und werden unsere ohnehin starke Präsenz mit dem Erwerb von Sport Scheck in den deutschen Innenstädten jetzt noch einmal deutlich ausbauen“, sagte Fanderl, der nicht nur Galeria Karstadt Kaufhof leitet, sondern auch Benkos deutsche Aktivitäten im Handelsbereich koordiniert.

    Ziel ist es, einer der führenden Sporthändler Europas zu werden – sowohl im stationären als auch im digitalen Geschäft.

    Imperium von Onlinehändlern

    Insbesondere im E-Commerce kaufte sich die Holding unter dem Dach Signa Sports United ein ganzes Imperium von Händlern zusammen. Schwerpunkt dabei sind bisher Bike-Sport, Outdoor und Tennis. Begonnen hatte Signa 2016 mit der Übernahme von Internetstores. 

    Danach kamen weitere Firmen dazu, darunter Tennis Point und Outfitter. Heute betreibt das Unternehmen 80 Webshops in 17 Ländern. Mittlerweile macht die Gruppe einen Umsatz von deutlich mehr als 500 Millionen Euro.

    Das Unternehmen, das von dem ehemaligen Ebay-Deutschland-Chef Stephan Zoll geleitet wird, ist bereits Europas führender Online-Sporthändler und soll weiter aggressiv zulegen. „Wir wollen weiter stark organisch wachsen, aber auch durch Zukäufe den Markt konsolidieren“, erklärte Zoll.

    Drei Investoren sollen die Mittel dafür sichern: Nach den beiden asiatischen Handelsunternehmen Aeon und Central Group hat sich jüngst auch die R+V-Versicherung an Sports United beteiligt.

    Grafik

    „Im Sportgeschäft sieht man deutschlandweit mit die größten Wachstumsraten“, sagte Benkos Deutschland-Statthalter Fanderl. Und damit meinte er beileibe nicht nur den Onlinehandel. Nachdem der frühere Kaufhof-Eigentümer Hudson’s Bay Company diesen Bereich drastisch zurückgefahren hat und die eigenen Sporthäuser schließen ließ, steuern die Kaufhäuser unter der Signa-Führung wieder komplett um.

    Auffällig ist, dass Signa den Bereich Karstadt Sports, zu dem jetzt auch Sport Scheck gehört, und die E-Commerce-Gruppe Sports United bisher strikt getrennt hält. Das geht so weit, dass sie auch im Einkauf nicht gemeinsam arbeiten. So kauft beispielsweise die Sports-United-Tochter Tennis Point noch über die Genossenschaft Intersport ein.

    Karstadt Sports dagegen beschafft seine Sportartikel gemeinsam mit den Warenhäusern von Kaufhof und Karstadt – und künftig auch mit der neuen Tochter Sport Scheck.

    Ende September hat Galeria Karstadt Kaufhof wieder fünf neue Sporthäuser aufgemacht. Fanderl sieht dort Wachstumsfelder mit „ambitionierten Umsatz- und Ertragszielen“, wie er jüngst auf einer Führungskräftetagung des Unternehmens betonte. „Wir gehen deshalb mit großen Erwartungen in diese Neueröffnungsphase“, so Fanderl.

    Sport Scheck schafft es nicht in die schwarzen Zahlen
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