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Einzelhandel Real-Gesamtbetriebsrat warnt vor Kahlschlag – 10.000 Jobs in Gefahr

„Es wird ein Drama“: Der Betriebsratschef warnt vor einem massiven Stellenabbau. Seine Prognose ist aber keine große Überraschung.
14.01.2020 Update: 14.01.2020 - 09:21 Uhr Kommentieren
Real: Betriebsrat warnt vor Kahlschlag – 10.000 Jobs in Gefahr Quelle: dpa
Supermarktkette Real

Für die Supermarktkette arbeiten 34.000 Menschen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf, Berlin Kurz vor dem geplanten Verkauf der Supermarktkette Real an Finanzinvestoren warnt Gesamtbetriebsratsvorsitzender Werner Klockhaus vor einem Kahlschlag beim Personal. „Der Gesamtbetriebsrat rechnet mit etwa 10.000 Arbeitslosen“, sagte Klockhaus in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstagsausgabe). „Das heißt, fast jede dritte Stelle ist in akuter Gefahr. Es wird ein Drama.“

Derzeit beschäftigt Real etwa 34.000 Mitarbeiter. Reals Mutterkonzern, die Metro AG, plant, alle 277 Real-Märkte in Deutschland Ende Januar an das deutsch-russische Konsortium X+Bricks zu verkaufen.

Die meisten Mitarbeiter würden laut Klockhaus durch Filialschließungen ihre Stelle verlieren. Vor dem Aus stünden auch die Zentralverwaltung in Düsseldorf, die Logistik, Werbung und IT-Abteilung. „Nach dem Verkauf wird nichts mehr so sein, wie es war“, prophezeite Klockhaus.

Die Prognosen von Klockhaus sind keine wirkliche Überraschung. So haben sowohl Metro als auch das Management von Real bereits bestätigt, dass im Zuge des Verkaufs bis zu 40 Märkte vor der Schließung stehen. Diese Zahl war aber auch Bestandteil von internen Planungen des Unternehmens für eine mögliche Zukunft unter dem Dach der Metro.

Real belastet den Handelskonzern seit Langem. Der Umsatz ist schon jahrelang rückläufig, die SB-Warenhauskette macht regelmäßig Verluste. Deshalb hat Metro-Chef Olaf Koch das Tochterunternehmen bereits im September 2018 zum Verkauf gestellt. Nachdem sich die Verhandlungen immer wieder verzögerten, rechnet Koch nun mit einem Abschluss Ende Januar.

Nach dem geplanten Verkauf an das Immobilienunternehmen X+Bricks und den Private Equity Fonds SCP Group ist vorgesehen, einen Kern von rund 50 bis 60 Märkten unter der Marke Real zu erhalten. Der größte Teil der Standorte soll an Konkurrenten abgegeben werden. Ein Teil der Märkte ist jedoch so unwirtschaftlich, dass wohl nur eine Schließung bleibt.

Mehr: Galeria Karstadt Kaufhof übernimmt Sport Scheck, Real steht vor dem Verkauf, die Zahl der Insolvenzen steigt – viele kleinere Händler können allein nicht überleben.

Mit Agenturmaterial.

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