Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Einzelhandel Spielwarenbranche rechnet mit starkem Weihnachtsgeschäft

Besonders gefragt sind erneut Gesellschaftsspiele, Puppen und Holzspielzeug. Bislang ist ein Ende des Booms auch für das kommende Jahr nicht absehbar.
Kommentieren
Wenn die Prognose von Händlern und Herstellern zutrifft, werden die Kinder an Heiligabend in diesem Jahr erneut reicht beschenkt. Quelle: dpa
Handel rechnet mit gutem Weihnachtsgeschäft

Wenn die Prognose von Händlern und Herstellern zutrifft, werden die Kinder an Heiligabend in diesem Jahr erneut reicht beschenkt.

(Foto: dpa)

Nürnberg Die Kinder in Deutschland können Weihnachten gelassen entgegen sehen: Wenn die Prognose von Händlern und Herstellern zutrifft, werden sie an Heiligabend reicht beschenkt. „Der andauernde Trend zur Familiengründung und sichere Einkommen lassen Groß und Klein auch 2019 wieder mehr Geld für Spielwaren ausgeben“, sagte an diesem Dienstag Steffen Kahnt, Geschäftsführer des Handelsverbands Spielwaren, in Nürnberg.

Die Händler rechnen damit, dass der Umsatz dieses Jahr um drei Prozent auf 3,4 Milliarden Euro steigen wird. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren die Erlöse um zwei Prozent geklettert. Die im Verband der Spielwarenhersteller vertretenen Produzenten gehen sogar davon aus, dass ihre Erlöse um knapp sechs Prozent wachsen werden.

„Die deutsche Spielwarenindustrie bleibt auf der Überholspur“, betonte Geschäftsführer Ulrich Brobeil. Selbstverständlich ist das Plus nicht. „Kein anderer europäischer Markt wächst so stark“, erläuterte Joachim Stempfle vom Marktforscher NPD Group. „Den Konsumenten geht es im Moment einfach sehr gut“, begründete Brobeil das boomende Geschäft der Branche in Deutschland.

Die Menschen in Deutschland greifen beherzt über das gesamte Sortiment hinweg zu. Klassische Gesellschaftsspiele seien seit fünf Jahren auf einem stabilen Hoch, so Brobeil. Gefragt seien aber auch Holzspielzeug, Puppen, sowie Modellbau und Fahrzeuge.

Es gebe darüber hinaus ein Comeback der Sammelkarten von Pokémon, heißt es beim Handelsverband. Zudem seien Lizenzthemen begehrt, Artikel rund um die Neuauflage des Films „Eisprinzessin“ von Disney, oder zu dem Computerspiel „Fortnite“. Jedes fünfte Produkt im Handel hierzulande basiert auf einer Lizenz.

Die derzeit am stärksten wachsende Marke ist der NPD Group zufolge der Düsseldorfer Mittelständler Boxine mit seiner sogenannten „Toniebox“, eine Art modernes Hörspiel. Auch die Sammelkollektion LOL Surprise begeistere Kinder und Eltern.

„Die Deutschen sind derzeit in Kauflaune“, ergänzte Handelsvertreter Kahnt. Für die gesamte Industrie ist das enorm wichtig, schließlich erzielt sie 40 Prozent ihres Umsatzes in den Wochen vor Weihnachten. Kahn glaubt, dass in der Adventszeit noch viel los sein wird: „Es wird auf den letzten Drücker noch einmal rund gehen.“

Die Hersteller passen sich immer stärker dem gesellschaftlichen Trend zum Umweltschutz an: Sie wollen nachhaltiger werden. Im Fokus stehe dabei, die Verpackung zu reduzieren, so Industriesprecher Brobeil. Es gehe aber auch darum, kritische Stoffe zu vermeiden. Zudem würden immer mehr Anbieter auf wiederverwertbare Materialien wechseln.

Den Produzenten ist derweil nicht Bange für die Zukunft. Die Hälfte der Verbandsmitglieder würden auch für 2020 mit steigenden Umsätzen kalkulieren, führte Verbandschef Brobeil aus. Die deutschen Einzelhändler können ihrem Branchenverband HDE zufolge alleine durch den Nikolaustag mit zusätzlichen Umsätzen von 860 Millionen Euro rechnen.

Mehr: Adventskalender verkaufen sich millionenfach. Immer mehr Konsumenten bestücken sie inzwischen aber lieber wieder selbst. Die Läden reagieren darauf.

Der Handelsblatt Expertencall
Startseite

Mehr zu: Einzelhandel - Spielwarenbranche rechnet mit starkem Weihnachtsgeschäft

0 Kommentare zu "Einzelhandel: Spielwarenbranche rechnet mit starkem Weihnachtsgeschäft "

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.