Elektroautos Post liefert 200 Streetscooter an britische Milchmänner

Milk & More versorgt jede Woche mehr als 500.000 Haushalte in Großbritannien. Bald kommt dabei auch der Streetscooter der Post zum Einsatz.
Update: 28.05.2018 - 12:02 Uhr Kommentieren
Mit dem Fahrzeug ist die Post zu einem führenden Hersteller von Elektrotransportern aufgestiegen. Quelle: dpa
Streetscooter der Deutschen Post

Mit dem Fahrzeug ist die Post zu einem führenden Hersteller von Elektrotransportern aufgestiegen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie Deutsche Post-Tochter Streetscooter verkauft erstmals Elektrotransporter in großem Stil an einen einzelnen Kunden ins Ausland. Die britische Firma Milk & More habe 200 der Elektrofahrzeuge bestellt, teilte die Post am Montag mit.

Britische Milchmänner werden damit künftig mit dem Streetscooter über die Insel kurven. Die zur deutschen Müller-Gruppe gehörende Milk & More beliefere jede Woche über 1,5 Millionen Mal mehr als 500.000 Haushalte in Großbritannien.

Die Post ist mit dem Streetscooter zu einem führenden Hersteller von Elektrotransportern aufgestiegen und profitiert dabei auch von der Diesel-Krise. In die Reihen der Deutschen Post gelangte die E-Laster-Produktion eher aus Verlegenheit. Lange bemühte sich der Brief- und Postzusteller, bei der traditionellen Autoindustrie ein günstiges Elektrolieferfahrzeug bauen zu lassen. Doch die Wünsche des Großkunden fanden bei den Herstellern kein Gehör.

2012 vereinbarte man deshalb mit der RWTH Aachen, einen eigenen Prototyp zu entwickeln. Der begeisterte den Post-Vorstand kurz darauf so sehr, dass der Bonner Dax-Konzern die Spin-off-Firma samt ihrem Geschäftsführer übernahm. Bis heute stellte die Post rund 5500 der simpel konstruierten Elektrofahrzeuge in Dienst.

Mit kleinen Ausnahmen heißt der einzige Kunde bisher allerdings Deutsche Post. Die Post will die Elektrofahrzeuge aber verstärkt außerhalb des Konzerns verkaufen und registriert dabei nach Aussagen von Konzernchef Frank Appel reges Interesse – auch aus dem Ausland. Eine zweite Streetscooter-Fabrik soll am Mittwoch im nordrhein-westfälischen Düren eröffnet werden, um die steigende Nachfrage zu bedienen.

Wie viel Geld sich mit dem Streetscooter verdienen lässt, ist für Außenstehende unklar. Rund 24.000 Euro Produktionskosten hatten die Entwickler für das Gefährt eingeplant, angeboten wird es Externen – je nach Ausstattung – für 37.000 bis 47.000 Euro. Doch allein schon der Vertrieb kostet einen nicht unerheblichen Teil der Marge. Seit Kurzem steht der Streetscooter bei ausgewählten Ford-Händlern im Schaufenster.

Mit Material von Reuters.

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