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Elektronikhändler Ceconomy fasst nach Ladenschließungen schnell wieder Tritt

Die Elektronikketten Media Markt und Saturn haben nach der Wiedereröffnung Märkte Fahrt aufgenommen. Im Mai und Juni lief es besser als im Vorjahr.
16.07.2020 - 13:09 Uhr Kommentieren
Vor allem die Nachfrage nach Computern, Unterhaltungs-Hardware und Fernsehgeräten stieg deutlich. Quelle: Reuters
Media Markt in Berlin

Vor allem die Nachfrage nach Computern, Unterhaltungs-Hardware und Fernsehgeräten stieg deutlich.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Der Elektronikhändler Ceconomy hat mit seinen Ketten Media Markt und Saturn nach dem Ende der coronabedingten Ladenschließungen schnell wieder Tritt gefasst. Im Mai lagen die Umsätze des Handelsriesen mit 1,55 Milliarden Euro schon wieder um 3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Juni übertrafen die Verkaufszahlen mit 1,75 Milliarden Euro den Vorjahreswert sogar um 12 Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag gestützt auf vorläufige und ungeprüfte Zahlen berichtete.

Wesentlichen Anteil daran hatte der Erfolg des Online-Geschäfts, das im dritten Quartal (April bis Juni) um rund 145 Prozent wuchs und mittlerweile mehr als ein Drittel des Gesamtumsatzes liefert. „Die Pandemie hat definitiv als Beschleuniger für unser Online-Geschäft gewirkt“ sagte Ceconomy-Chef Bernhard Düttmann.

Dies werde auch Auswirkungen auf die Zukunftsstrategie des Konzerns haben. „Die Märkte werden weiterhin eine wichtige Rolle in unserer Omni-Channel-Strategie spielen, aber wir müssen und werden uns an das veränderte Kundenverhalten anpassen“, kündigte Düttmann an.

Deutlich verändert hat die Pandemie nach seinen Worten in den vergangenen Monaten auch die Kundenbedürfnisse. Vor allem die Nachfrage nach Computern, Unterhaltungs-Hardware und Fernsehgeräten stieg deutlich, dagegen sank der Umsatzanteil von Mobil- und Haushaltsgeräten.

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    Trotz der rasch wieder aufgeflammten Kauflust der Verbraucher hinterließ die Corona-Krise aber tiefe Spuren in den Quartalszahlen des Elektronikhändlers. Der Umsatz von Ceconomy lag zwischen April und Juni mit 4,1 Milliarden Euro um 10 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Rückgang sei ausschließlich auf die mit Covid19 zusammenhängenden Marktschließungen im April zurückzuführen, betonte das Unternehmen.

    Im April waren insgesamt 881 der 1025 Märkte des Konzerns in Europa geschlossen. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) erreichte dagegen im 3. Quartal Ceconomy zufolge auch dank der nach Ausbruch der Krise eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen das Vorjahresniveau.

    Auch im Juli habe sich der positive Umsatztrend bislang fortgesetzt, berichtete Ceconomy. Allerdings rechnet das Unternehmen wegen des möglichen Auslaufens von Nachholeffekten und der Rezessionsgefahr damit, dass sich die Umsatzdynamik im laufenden Quartal abschwächt. Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet der Konzern deshalb einen leichten Rückgang beim währungsbereinigten Umsatz.

    Mehr: Homeoffice-Boom treibt Kunden in Elektromärkte: „Wer es sich leisten kann, kauft herzhaft ein“

    • dpa
    • rtr
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