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Elektronikketten Media Markt und Saturn steigen ins Kaffeegeschäft ein

Ohne Bohnen ist die beste Kaffeemaschine nichts wert. Deshalb führen die beiden Elektronikketten künftig Kaffee namhafter Hersteller – und steigen selbst in das Geschäft ein.
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Die Filialisten bringen mit „Baristaclub“ auch eine eigene Kaffeemarke in ihre Läden und Online-Shops. Quelle: Getty Images
Kaffee

Die Filialisten bringen mit „Baristaclub“ auch eine eigene Kaffeemarke in ihre Läden und Online-Shops.

(Foto: Getty Images)

München Bei Europas größten Elektronikketten Media-Markt und Saturn können sich die Konsumenten von nun an auch mit Kaffee eindecken. Aber nicht mit irgendwelchen Sorten. So wie die Filialen Kaffeeautomaten für mehrere Hundert oder sogar mehrere Tausend Euro anbieten, so sind bei Media-Markt und Saturn von nun an auch hochwertige Bohnen zu bekommen – von Edelmarken wie Bristot, Caffè Diemme, Caffè Veloce oder Schreyögg.

Die Filialisten bringen zudem mit „Baristaclub“ auch eine eigene Kaffeemarke in ihre Läden und Online-Shops. Drei verschiedene Sorten stünden anfangs zur Auswahl, das Pfund kostet Firmenangaben zufolge zwischen acht und neun Euro. Der Kaffee stamme, so Media-Markt und Saturn, vom italienischen Röster Procaffè.

Der Einstieg ins Geschäft mit Kaffee sei „ein logischer Schritt in der Weiterentwicklung unseres Sortiments, passend zu den Bedürfnissen unserer Kunden“, sagt Florian Gietl, der Deutschlandchef von Media-Markt und Saturn. Den Konsumenten würde nun ein Rundum-Paket angeboten – von der Beratung über den Verkauf der Maschinen und dazu passender Bohnen bis hin zu Wartungs- und Reparaturdiensten.

Media-Markt und Saturn experimentieren schon seit einigen Jahren mit neuen Angeboten. Bislang ging es aber vor allem um fortschrittliche, neue Technologien oder zusätzliche Dienstleistungen in den Läden. So testeten die Ketten zum Beispiel das Bezahlen per Handy direkt am Regal, oder sie schufen einen Avatar, der die Konsumenten durchs Geschäft führt.

Vergangene Woche erst begann in zehn Filialen von Media-Markt ein sechsmonatiger Versuch mit Rückgabe-Automaten für Handys. Für ihre gebrauchten Mobiltelefone erhalten die Leute Einkaufsgutscheine. Erst Mitte des Monats kündigte das Unternehmen darüber hinaus an, noch stärker als bisher Unternehmenskunden anzusprechen.

Bislang hat das alles aber nicht ausgereicht für eine Trendwende. Die Ketten stehen schwer unter Druck. Die Muttergesellschaft Ceconomy verzeichnete im jüngsten Quartal einen operativen Verlust von 126 Millionen Euro. Das lag nicht zuletzt an hohen Kosten für ein großangelegtes Sparprogramm. Der Umsatz stagnierte trotz umfangreicher Rabattaktionen bei 4,6 Milliarden Euro. Besonders gestört hat die Anleger das schwache Internet-Geschäft. Hier konnte Ceconomy nach zweistelligen Wachstumsraten in den vergangenen Quartalen nur noch ein Plus von 1,7 Prozent vermelden.

Der Aktienkurs ist seit Jahresbeginn zwar um gut zwei Drittel gestiegen. Die Papiere notieren aber noch immer knapp ein Viertel unter dem Wert, den sie zum selben Zeitraum des Vorjahres besaßen.

Vergangenes Jahr sind in Deutschland dem Kaffeeverband zufolge 164 Liter Kaffee pro Person getrunken worden. Kein Wunder, dass Media-Markt und Saturn daran nun mitverdienen wollen. Dafür gehen die Ketten erst einmal in Vorleistung: Ausgewählte Marktmitarbeiter würden eine zertifizierte Barista-Schulung erhalten, heißt es bei dem Ingolstädter Unternehmen. So sollen die Gäste in den Läden eine optimale Beratung erhalten.

Und: „Selbstverständlich können einzelne Sorten von den Kunden vor Ort auch verkostet werden.“ Bis Ende des Monats soll der Kaffee in allen Märkten in Deutschland erhältlich sein.

Mehr: Internes Kompetenzgerangel, Zoff mit den Anteilseignern und eine sinkende Profitabilität erschweren den Neuanfang bei der Muttergesellschaft von Media Markt und Saturn.

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