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Ende der Steueroptimierung Amazon knickt vor Europa ein

Der Internetriese Amazon versteuert seine in vier großen EU-Staaten erzielten Gewinne seit 1. Mai im jeweiligen Land. Doch die Amazon-Kritiker in Europa erheben weiterhin schwere Vorwürfe gegen den US-Konzern.
26.05.2015 - 13:56 Uhr Kommentieren
Der US-Konzern rückt von seiner umstrittenen Praxis der Steueroptimierung ab. Quelle: dpa
Amazon

Der US-Konzern rückt von seiner umstrittenen Praxis der Steueroptimierung ab.

(Foto: dpa)

Paris Der wegen seiner Steuerpraktiken kritisierte Internethändler Amazon versteuert seine in vier großen EU-Staaten erzielten Gewinne inzwischen im jeweiligen Land. Seit dem 1. Mai würden Verkäufe in Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien verbucht und nicht mehr wie bislang im Niedrigsteuerland Luxemburg, teilte der US-Konzern am Dienstag mit. Amazon ist wegen seiner Methoden der sogenannten Steueroptimierung im Visier der EU-Kommission.

Amazon Europa habe bereits vor mehr als zwei Jahren damit begonnen, nationale Ableger in EU-Staaten aufzubauen, erklärte der in Seattle ansässige Internethändler. Nachdem dies nun für Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien abgeschlossen sei, solle auch bald ein Ableger in Frankreich gegründet werden.

Bislang hatte Amazon seine in Europa erzielten Gewinne in Luxemburg verbucht, wo ein sehr niedriger Steuersatz erhoben wird, und nicht in jeweils dem Land, in dem die Verkäufe getätigt wurden. Der US-Konzern vermied damit gewaltige Steuerzahlungen.

Das kaufen die Deutschen im Netz
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Äpfel, Nuss und Mandelkern – kaufen Deutsche übers Internet nur ungern. Bei Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs sind sie besonders skeptisch. Lediglich 15 Prozent der Befragten haben schon mal derartige Produkte bei Lidl, Rewe und Co. online bestellt. Quelle: Für die Studie hat das Statistische Bundesamt im April und Mai des vergangenen Jahres 12.000 Haushalte und die in diesen Haushalten lebenden Personen befragt.

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Auch bei Telekommunikationsdiensten wie DSL- oder Handyverträgen sind die Deutschen zurückhaltend (25 Prozent).

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Zudem werden Arzneimittel aus Versandapotheken im Internet vergleichsweise wenig nachfragt – 28 Prozent.

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Dagegen haben 31 Prozent der Befragten schon einmal Videospiele, Software, Hardware und anderes Computer-Zubehör im Netz bestellt. Sie eint der neunte Platz in der Rangliste.

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Elektroartikel werden zwar weitestgehend immer noch im Fachmarkt verkauft. Doch 37 Prozent ordern ihre Batterien, Kopfhörer oder Kaffeemaschinen bereits per Mausklick.

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Klassische Videotheken sterben aus. Stattdessen beschaffen sich 38 Prozent der Deutschen ihre Lieblingsfilme sowie Musik online.

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Wer Konzerttickets sucht, schaut häufig im Netz nach. Eintrittskarten für Veranstaltungen ordern bereits 43 Prozent der Deutschen online.

Grundsätzlich sind solche Praktiken der Steueroptimierung legal. Die EU-Kommission hat aber Ermittlungen zu solchen Steuer-Deals zwischen Konzernen und Mitgliedstaaten eingeleitet. Im Visier der Brüsseler Behörde ist nicht nur Amazon, sondern auch die US-Kaffeehaus-Kette Starbucks, die ihre europäischen Gewinne in den Niederlanden versteuert, der Technologie-Gigant Apple, dessen Gewinne über Irland laufen, und der italienische Autobauer Fiat, der ebenfalls das als Steueroase geltende Großherzogtum Luxemburg nutzt.

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