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Erste Kapitalzufuhr reichte nicht aus Otto will US-Beteiligung mit neuer Millionenspritze retten

Der Hamburger Milliardär Michael Otto ist bereit, die Spiegel Inc. in den USA mit einer weiteren Millionenspritze zu retten. Damit erhöhen sich die Chancen, dass bei der insolventen Handelsgruppe der Gläubigerschutz aufgehoben wird. Das erfuhr das Handelsblatt aus Kreisen des Hamburger Otto-Versands. Ein Sprecher des familiengeführten Versandhandelskonzerns wollte die Information nicht kommentieren.

lip HAMBURG. Michael Otto hatte die Spiegel Inc. bereits im Sommer 2003 mit einer Finanzspritze von 160 Mill. $ unterstützt, um die Umstrukturierung der börsennotierten Gesellschaft voranzutreiben. Doch das Geld reichte nicht aus. Die Gesellschaft meldete Gläubigerschutz nach Chapter 11 an. Mit einer neuen Kapitalspritze will Otto nun vermeiden, dass die Aktionäre den Milliardär auf mehr als 120 Mill. $ verklagen.

Die Summe ergibt sich aus dem Anteil der nicht stimmberechtigten Aktien von 10 % multipliziert mit dem Kurs von zwei Dollar, bei dem die Aktien vor dem Zusammenbruch notierten, heißt es Otto-Kreisen. Hintergrund der Millionenklage ist, dass Spiegel über 15 Monate vor dem Zusammenbruch weder Geschäfts- noch Quartalsberichte veröffentlicht hat. So konnten sich die Aktionäre kein Bild über die Ergebnisentwicklung machen.

Dieses Vorgehen hatte jüngst auch die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC gerügt und Michael Otto deshalb im Hamburger Konsulat verhört. Die Handelsgruppe Spiegel war ins Schlingern geraten, weil sie und ihre Bekleidungstochter Eddie Bauer ohne ausreichende Bonitätsprüfung firmeneigene Kreditkarten an Kunden ausgegeben hatten. Die Otto-Familie ist an Spiegel mit 89 % beteiligt.

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