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Erwin Müller Der Drogerie-Patriarch baut um

Erwin Müller ordnet die Eigentumsverhältnisse und die Geschäftsführung seines Drogerieimperiums neu. Dabei scheint er das Unternehmen trotz seiner schon fast 85 Jahre noch mehr auf sich selbst zuzuschneiden.
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Umbau in der Geschäftsführung. Quelle: dpa
Drogeriekette Müller

Umbau in der Geschäftsführung.

(Foto: dpa)

DüsseldorfWie jetzt bekannt wurde, hat er bereits Ende April eine Privatstiftung in der Schweiz gegründet. Diese „Erwin Müller Privatstiftung“ mit Sitz in Linz soll offenbar die Firmenanteile seines Unternehmens verwalten. Nach Informationen der „Lebensmittelzeitung“ sind die Firmenanteile, die bisher sein mit ihm zerstrittener Sohn Reinhard hielt, bereits an die Stiftung transferiert worden. Es handele sich dabei um eine Einlage im Wert von 70,8 Millionen Euro. Das deutet darauf hin, dass er sich offenbar mit seinem Sohn geeinigt und ihn aus dem Unternehmen herausgekauft hat.

Laut Firmenverzeichnis sitzt im Vorstand der neuen Privatstiftung der Steuerprüfer Arndt Geiwitz, der damit eine wichtige Rolle in der Zukunftsplanung des Unternehmens übernehmen dürfte. Der 48-jährige Geiwitz gilt schon seit längerem als wichtiger Vertrauter von Müller. Geiwitz war bekannt geworden als Insolvenzverwalter von Schlecker. Er prüft bereits die Bilanzen von Müllers Unternehmen. Zugleich hat Müller auch die Geschäftsführung neu geordnet. So ist laut Eintrag im Handelsregister seine Vertraute Elke Menold Anfang August aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Damit ist Müller jetzt alleiniger Geschäftsführer der Drogeriekette.

Schon Anfang des Jahres war bekannt geworden, dass die 54-Jährige Teile ihrer Zuständigkeit an Müller abgegeben hatte. Damit ist eine Nachfolgeregelung für den Firmengründer weiter nicht in Sicht.

Jüngst war bekannt geworden, dass das Unternehmen wirtschaftlich offenbar wieder aus dem Gröbsten raus ist. Für das Geschäftsjahr 2015/16 meldet sein Drogerieunternehmen ein Plus. 116 Millionen Euro Gewinn kamen dabei zusammen – bei 3,6 Milliarden Euro Umsatz. Im Jahr zuvor hatte er noch ein Minus von 265 Millionen Euro ausweisen müssen, weil Spekulationsgeschäfte mit Devisen fehlgeschlagen waren. Auf Handelsblatt-Anfrage hatte sich die Drogeriekette zu den Zahlen nicht geäußert.

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