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Estonian Air Estlands nationale Fluggesellschaft ist bankrott

Schon im vergangenen Monat blieben die Flieger der estnischen Fluglinie Estonian Air am Boden. Nun ist die staatliche Airline offiziell bankrott. Hilfszahlungen aus Tallinn waren zuvor von der EU verhindert worden.
29.12.2015 - 16:00 Uhr
Nachdem die EU Hilfszahlungen vom estnischen Staat im November für rechtswidrig erklärt hatte, stellte die Fluglinie den Betrieb ein. Quelle: dpa
Estonian Air

Nachdem die EU Hilfszahlungen vom estnischen Staat im November für rechtswidrig erklärt hatte, stellte die Fluglinie den Betrieb ein.

(Foto: dpa)

Tallinn Die estnische Fluglinie Estonian Air ist nun auch offiziell bankrott. Ein Bezirksgericht ordnete am Dienstag den sofortigen Beginn des Insolvenzverfahrens an. Die Kreditgeber der Fluggesellschaft sollen sich am 15. Januar treffen.

Estonian Air hatte ihren Betrieb bereits im November eingestellt. Damals hatte die EU-Kommission staatliche Beihilfen für rechtswidrig erklärt und die Rücküberweisung von 85 Millionen Euro plus Zinsen an die estnischen Steuerzahler verlangt. An die Stelle von Estonian Air trat die Fluggesellschaft Nordic Aviation Group, die die Regierung zuvor gegründet hatte.

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    Mit diesen Airlines gibt es besonders oft Ärger
    Entschädigung bei Verspätungen
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    Passagiere sind es gewohnt, dass das Flugzeug pünktlich startet. Doch oft kommt es zu Verspätungen oder Ausfällen. Streiks, Wetter oder technische Probleme können den Abflug verzögern oder gar unmöglich machen. Das passiert auch in den Sommermonaten, wenn viele Reisende unterwegs sind. Ärgerlich – doch Passagiere haben manchmal einen Anspruch auf Entschädigung.

    Der Entschädigungsdienstleister „Refund.me“ hat untersucht, welche Airlines besonders häufig für Verspätungs- oder Flugausfallverdruss bei den Passagieren sorgen. Datengrundlage sind mehrere tausend Forderungen aus den Monaten Juni bis September 2015. Von welchen Fluggesellschaften besonders häufig Entschädigungen verlangt wurden.

    (Foto: dpa)
    Platz 5 weltweit – British Airways
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    Drei Prozent der Entschädigungsansprüche weltweit, insbesondere von englischen, französischen und spanischen Passagieren, richten sich gegen British Airways. Bei einem großen Angebot an Flügen ist eine Flugverspätung bei den Briten offenbar sehr häufig an der Tagesordnung.

    Betroffene Fluggäste können sich an Unternehmen wie Refund.me wenden, die als eine Art Inkassodienst fungieren. Das macht es für die Passagiere oft einfacher, als selbst gegen die Fluggesellschaft vorzugehen.

    (Foto: AFP)
    Platz 4 weltweit – Air France
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    Dauert die Verspätung länger als drei Stunden, steht Fluggästen eine zeitlich gestaffelte Entschädigung zwischen 250 Euro und 600 Euro zu. Gegen die größte französische Fluggesellschaft Air France richten sich weltweit dreieinhalb Prozent der Auszahlungsansprüche.

    (Foto: AFP)
    Platz 3 weltweit – Ryanair
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    Insgesamt gingen bei Refund.me zwischen Juni und September Entschädigungsansprüche gegen 151 Fluggesellschaften ein. Auch Ryanair wurde dabei nicht verschont: fünf Prozent der Ansprüche der Fluggäste weltweit richten sich gegen die irische Billig-Airline.

    (Foto: dpa)
    Platz 2 weltweit – Easyjet
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    Acht Prozent der Fluggäste aus der ganzen Welt gingen die britische Fluggesellschaft Easyjet vor. Müssen Passagiere am Flughafen länger warten, stehen ihren außerdem Essen und Getränke zu. In der Regel verteilen die Fluggesellschaften Gutscheine. Bei Erfolg vor Gericht kassieren Dienstleister wie Refund.me eine Provision. Sollte die Klage jedoch scheitern, trägt das Unternehmen die Kosten.

    (Foto: AFP)
    Platz 1 weltweit – Vueling
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    Die meisten Entschädigungsansprüche der Passagiere weltweit richteten sich gegen Vueling: 13 Prozent. Die spanische Billigfluggesellschaft befindet sich in einer Wachstumsphase und baut ihr Streckennetz und ihre Flotte kontinuierlich aus.

    (Foto: dapd)
    Platz 5 Deutschland – Easyjet
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    Während englische, französische und spanische Passagiere vor allem von den bereits erwähnten Fluggesellschaften Entschädigungen forderten, sah es bei den deutschen Flugreisenden anders aus: insgesamt gingen sie gegen 68 Airlines vor. Neben einheimischen Gesellschaften landet die britische Easyjet auch in dieser Auswertung, diesmal auf dem fünften Platz mit fünf Prozent.

    (Foto: dapd)
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