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Europcar, Sixt und Co Der Mietwagen-Kunde soll wieder König werden

Laut EU-Kommission wollen sich fünf große Mietwagenunternehmen für stärkere Kundenrechte engagieren. Sie versprechen bessere Aufklärung und einen faireren Umgang mit Schäden. Die Initiative hat dennoch klare Grenzen.
13.07.2015 - 14:39 Uhr Kommentieren
Damit der Urlaub nicht durch teure Zusatzzahlungen verdorben wird, bemühen sich Mietwagenunternehmen um stärkere Kundenrechte. Quelle: gms
Urlaub mit dem Mietcabrio

Damit der Urlaub nicht durch teure Zusatzzahlungen verdorben wird, bemühen sich Mietwagenunternehmen um stärkere Kundenrechte.

(Foto: gms)

Brüssel Fünf große Mietwagenfirmen haben sich nach Angaben der EU-Kommission zur Stärkung der Verbraucherrechte entschlossen. Die Unternehmen wollten ihre Informationen für Kunden verbessern und Vertragsbedingungen zu deren Gunsten ausgestalten, teilte die EU-Kommission am Montag in Brüssel mit. Mit dabei seien Europcar, Hertz, Avis-Budget, Enterprise und Sixt. Die Kommission hatte sich gemeinsam mit nationalen Behörden für solche Neuerungen eingesetzt.

Die Firmen wollen laut Kommission bei Online-Buchungen unter anderem genauer über Pflichtgebühren und Zusatzoptionen informieren. Auch die Angaben über Kautionen, die von Zahlungskarten des Verbrauchers abgebucht werden, sollen klarer werden.

Ferner soll den Angaben zufolge bei allen Buchungen der Kraftstoffverbrauch für die Kunden nachvollziehbarer abgerechnet werden. Bei Zusatzzahlungen sollen sich Kunden gegen Forderungen zur Wehr setzen können, bevor sie abgebucht werden. Für den Fall eines Schadens entschlossen sich die Firmen laut Kommission zu einer faireren und transparenteren Begutachtung entschlossen.

Zum Beispiel könne es derzeit vorkommen, dass ein Kunde eine Kaution von 600 Euro leiste und diese sogar bei einem geringen Schaden unter 100 Euro voll einbehalten wird, erläuterte die Kommission. Solche Fälle sollen demnach künftig bei den fünf Firmen nicht mehr vorkommen.

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    Die EU-Kommission hatte gemeinsam mit nationalen Behörden mehr Verbraucherfreundlichkeit bei den Mietwagenfirmen angemahnt. Anlass war den Angaben zufolge die Zahl der Beschwerden bei Verbraucherzentren über Kfz-Anmietungen im Ausland. Sie sei von über 1050 Fällen im Jahr 2012 auf mehr als 1750 Fälle im vergangenen Jahr in die Höhe geschnellt.

    Auf Anfrage bestätigte Sixt die Vereinbarung. Wichtige Teile der jetzt vereinbarten Standards habe das Unternehmen aber von sich aus ohnehin schon eingehalten, erklärte ein Sprecher. In wenigen anderen Punkten würden die Prozesse nun optimiert, teilte der nach eigenen Angaben größte Autovermieter in Deutschland mit.

    • afp
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