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Eurotunnel Deutsche Bahn kommt ihrem Ziel näher

Ab 2013 sollen ICEs der Deutschen Bahn unter dem Ärmelkanal fahren. Eine Hürde hat der Konzern nun genommen: Das Aufsichtsgremium segnete die Siemens-Züge ab. Ein Sicherheitsgutachten zum Risikokonzept soll in den nächsten Tagen vorliegen.
04.07.2011 - 09:25 Uhr Kommentieren
Ein ICE der Deutschen Bahn bei einer Testfahrt im Eurotunnel. Quelle: Reuters

Ein ICE der Deutschen Bahn bei einer Testfahrt im Eurotunnel.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf/London Für das wichtige Projekt hat die Deutsche Bahn einen Partner mit guten Referenzen ausgewählt. Das Schweizer Ingenieurbüro, das seit Monaten an einem für die Bahn entscheidenden Gutachten arbeitet, hatte sich bei einer Meisterleistung der Tunnelbaukunst bewährt: Bei der Konstruktion des 57 Kilometer langen Gotthard-Tunnels durchleuchtete es die Sicherheitskonzepte für den Eisenbahnverkehr. Im Auftrag der Bahn haben die Ingenieure zuletzt die Pläne, mit zwei aneinandergekoppelten ICE-Zügen durch den Eurotunnel zu fahren, auf deren Risiken geprüft.

Die Arbeit ist offenbar erledigt. Das Gutachten, sagte ein Bahn-Sprecher, solle in den nächsten Tagen der britisch-französischen Regierungskommission IGC übergeben werden, die über die Sicherheit im Tunnel unter dem Ärmelkanal wacht. Und es habe keine Beanstandungen gegeben, ergänzte er.

Damit nähert sich der Konzern seinem großen Ziel: Ab 2013 will die Deutsche Bahn eine Direktverbindung zwischen Köln und London anbieten und zum ersten Mal soll man auch Rotterdam und Amsterdam von der britischen Hauptstadt aus mit Zügen der Bahn direkt erreichen können. „Von Köln nach London können wir es in unter vier Stunden schaffen“, sagt Bahn-Chef Rüdiger Grube, „wir können es mit dem Flugzeug aufnehmen.“

Eine andere Hürde auf dem Weg nach London hat Grube schon jüngst genommen: Das Aufsichtsgremium IGC hat nach monatelangem Hickhack Züge mit einem über die Achsen verteilten Antrieb – wie beim ICE vorhanden – zugelassen. Bis dahin waren nur Wagen mit klassischen Lokomotiven vorn und hinten erlaubt.

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    Von dieser Entscheidung profitiert auch Eurostar, bisher der alleinige Betreiber von Hochgeschwindigkeitszügen unter dem Ärmelkanal. Das Unternehmen will – genauso wie die Deutsche Bahn – Züge von Siemens mit Motoren unterhalb des Zugbodens einsetzen. Diese Anschaffung hatte Eurostar im Oktober vergangenen Jahres angekündigt.

    Damit löste der Betreiber einen Streit mit dem langjährigen Zug-Lieferanten Alstom aus und lähmte die Arbeit der britisch-französischen Regierungskommission zeitweise komplett. Die französischen Mitglieder zögerten eine Änderung der Sicherheitsauflagen immer wieder hinaus, um den heimischen Industriekonzern Alstom zu schützen.

    Alte Sicherheitsnorm steht im Weg
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