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Eurowings, Germania, Niki Der Run der Airlines auf Mallorca

Mallorca wird zu einem immer beliebteren Urlaubsziel. Deshalb rüsten die Fluggesellschaften dort massiv auf. Das jüngste Beispiel: Eurowings stationiert vier Flugzeuge auf der Insel. Bald könnten es noch mehr werden.
24.05.2017 - 14:38 Uhr Kommentieren
In Zeiten der Unsicherheiten ist Mallorca bei Touristen besonders beliebt. Viele Fluggesellschaften stationieren deshalb dort mehr Flugzeuge. Quelle: dpa
Urlaubsziel des Jahres

In Zeiten der Unsicherheiten ist Mallorca bei Touristen besonders beliebt. Viele Fluggesellschaften stationieren deshalb dort mehr Flugzeuge.

(Foto: dpa)

Frankfurt Nun also auch Eurowings. Der Billigableger von Lufthansa expandiert in Mallorca. Die Airline stationiert vier Flugzeuge vom Typ A320 auf Palma de Mallorca. Es sind die ersten Maschinen, die die Fluggesellschaft außerhalb der deutschsprachigen Länder platziert. Und weiteres Wachstum ist schon geplant. „Wir werden unsere Flotte auf Mallorca so schnell wie möglich von vier auf sechs Flugzeuge aufstocken“, sagte Oliver Wagner, Geschäftsführer von Eurowings, am Mittwoch bei der feierlichen Eröffnung der neuen Basis.

Mallorca ist das Urlaubsziel des Jahres. Weil die Situation in beliebten Regionen wie etwa der Türkei zurzeit sehr unsicher ist, haben viele Urlauber in Richtung Spanien umgeplant. Die Nachfrage ist gewaltig und die Airline-Branche reagiert darauf. So hat die Ferienfluggesellschaft Germania Ende vergangener Woche den Start seiner Basis auf „Malle“ gefeiert. Die Airline bedient die spanische Insel etwa von Friedrichshafen, Münster/Osnabrück, Dresden, Bremen oder Nürnberg. „Palma de Mallorca ist der größte Abflughafen von Germania, hier starten und landen unsere Maschinen mit 73 Frequenzen häufiger pro Woche als an jedem anderen Flughafen“, sagt Claus Altenburg, Vertriebsdirektor der Fluggesellschaft.

Wie wäre es mit Kroatiens Ibiza oder Tunesiens St. Tropez?
Neue Strandziele
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Überall in Deutschland sind gerade Sommerferien - und wenn in dieser Zeit von legendären Urlaubsorten oder Promi-Destinationen die Rede ist, fallen meist dieselben Namen, etwa St. Tropez, Ibiza oder Mallorca. Doch wer im Trend sein will, sucht auch neue, außergewöhnliche Ziele.

(Foto: dpa)
„Ibiza Kroatiens“
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Manche davon bekommen dann sogar Beinamen, die einen Bezug zu berühmteren Orten haben: So gilt Zrce als das „Ibiza Kroatiens“ oder Hammamet als das „St. Tropez Tunesiens“. Auch wegen ihrer Schönheit oder anderer Besonderheiten werden Orte zu In-Zielen. Eine Auswahl alternativer Sommerziele 2016:

(Foto: imago)
Kotor
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Auch in diesem Jahr steht Kotor in internationalen Rankings wieder ganz vorn auf der Liste angesagter Mittelmeer-Destinationen - die Reisebuchmarke „Lonely Planet“ zum Beispiel kürte die montenegrinische Hafenstadt in ihrem Trend-Buch „Best in Travel 2016“ zur Stadt des Jahres. Das nach einem großen Erdbeben 1979 originalgetreu wiederaufgebaute mittelalterliche venezianische Städtchen steht auf der Unesco-Liste des Welt- und auch des Naturerbes

(Foto: dpa)
Die montenegrinische Hafenstadt
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Der Ort mit nur ein paar Tausend Einwohnern liegt malerisch am Ende einer tiefen Bucht, die von bis zu 1800 Meter hohen Bergen begrenzt wird. Krönung eines jeden Besuchs ist die Festung über Kotor, die einen einzigartigen Blick auf die atemberaubende Landschaft gewährt. Doch ist der Aufstieg beschwerlich. Kotor droht – wie auch das benachbarte bekanntere Dubrovnik in Kroatien – Opfer seines touristischen Erfolgs zu werden. Große Kreuzfahrtschiffe bringen das Städtchen im Hochsommer an Aufnahmefähigkeitsgrenzen.

(Foto: dpa)
Zrce
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Der Partystrand Zrce in der Nähe der kroatischen Stadt Novalija auf der Insel Pag ist seit Jahren ein angesagter Szenetreff - er gilt als „Ibiza Kroatiens“. Nicht unbescheiden sieht man sich in den Clubs dort oft als besserer Nachfolger spanischer Ziele wie eben Ibiza oder Lloret de Mar. Zehntausende bevölkern zurzeit die Region. Den Anfang machen traditionell Abiturienten aus Deutschland und Österreich. Das Publikum ist international. Nur nicht viel älter als 30 sollte man sein.

(Foto: imago)
Der Partystrand
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Ab nachmittags um drei geht es los mit freien Wodka-Drinks. Braungebrannte und gut gebaute Go-go-Tänzerinnen und -Tänzer heizen den Gästen ein. Animateure leiern Spiele und Schaumpartys an. Bekannte DJs und Rapper treten auf und sorgen für Euphorie auf den Tanzflächen. Erst um sechs Uhr in der Früh ist Schluss. Zum Nüchternwerden und für Sonnenbrand bleiben dann noch ein paar Stunden. Während es in Zrce den ganzen Sommer hoch hergeht, gab es bereits im Juli Partyleben-Konkurrenz bei Festivals in Split („Ultra Europe“) oder am weitläufigen Strand Jaz bei der Urlauberhochburg Budva in Montenegro („Sea Dance“).

(Foto: imago)
Hammamet
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Seit Tunesien von mehreren Terroranschlägen heimgesucht wurde, meiden viele Touristen das kleine nordafrikanische Land am Mittelmeer. Von Party bis Kultur und Natur hat es aber einiges zu bieten. Hammamet, das „tunesische St. Tropez“ - mit seinen Stränden und lebendigem Nachtleben - ist besonders beliebt, auch bei Tunesiern, die am Wochenende aus der Hauptstadt Tunis in den knapp eine Stunde entfernten Ort strömen. In der Küstenstadt trifft mediterranes Feeling auf arabische Kultur.

(Foto: AFP)

Zusätzlich getrieben wird der Run der Airlines auf Mallorca durch den Rückzug von Air Berlin. Die zweitgrößte und schwer angeschlagene Fluggesellschaft war der Mallorca-Experte und eine der größten Airlines dort. Doch das Unternehmen teilt sich in drei Teile auf. Die Touristikstrecken wurden an die Tochter Niki übergeben, die wiederum in ein Joint-Venture mit Tuifly gehen soll, sobald die kartellrechtliche Genehmigung vorliegt. Doch in der aktuellen Phase des Übergangs rumpelt es noch gewaltig, Passagiere berichten von zahlreichen Flugausfällen nach und von Mallorca.

In diese Lücke stößt der Wettbewerb wie etwa Eurowings, unterstützt von einer überraschend starken Nachfrage. „Bei Eurowings gehören Flüge nach Palma von fast allen Standorten aus zu den am stärksten gebuchten Flügen“, berichtet Wagner. Teilweise werde die Strecke sogar mit einem A330 bedient werden, einem Flugzeug mit mehr als 300 Sitzen, das typischerweise auf Langstrecken eingesetzt wird.

Doch offensichtlich hat die Branche zurzeit keine Probleme damit, das Angebot am Markt abzusetzen. Dabei ist die Kapazität gewaltig. Nach Berechnungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) sind alleine für den Monat Juli 3800 Flüge von 22 deutschen Flughäfen auf die spanische Ferieninsel geplant. Spanien zähle zusammen mit Italien zu den aufkommensstärksten Zielländern bei touristischen Flügen im Juli, so die DLR-Experten.

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