EVG-Forderungen Bahn-Beschäftigte wollen mehr freie Zeit und höhere Betriebsrente

Nach den Lokführern von der GDL nennt jetzt auch die EVG ihre Forderungen an die Deutsche Bahn. Die Altersvorsorge steht dabei im Fokus.
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DB-Beschäftigte wollen mehr freie Zeit und höhere Betriebsrente Quelle: dpa
Deutsche Bahn

Ab Oktober will die Bahn mit 154.000 Mitarbeitern verhandeln.

(Foto: dpa)

Frankfurt, BerlinHöhere Betriebsrenten und mehr frei verfügbare Zeit werden die Tarifforderungen der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) an die Deutsche Bahn AG bestimmen. Nach den Lokführern von der GDL wollen an diesem Mittwoch (19. September) die übrigen Bahn-Beschäftigten in Fulda ihre Forderungen für die anstehenden Verhandlungen mit dem Staatsbetrieb festzurren. Bei der vorausgegangenen Mitgliederbefragung, deren Ergebnisse am Dienstag veröffentlicht wurden, verlangten 88 Prozent höhere Beiträge des Unternehmens zur betrieblichen Altersvorsorge.

Bei der vorangegangenen Runde hatte die EVG als erste deutsche Gewerkschaft vereinbart, einen Teil der fälligen Lohnerhöhung auch als Urlaub oder als kürzere Wochenarbeitszeit nehmen zu können. „Unsere Mitglieder wollen, dass das EVG-Wahlmodell in allen Betrieben eingeführt wird, in denen wir Tarifverträge abschließen.

Und in den rund 60 Unternehmen, in denen wir das EVG-Wahlmodell schon durchgesetzt haben, wollen unsere Mitglieder noch mehr davon“, sagte Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba. Über die 2016 als Option vereinbarten sechs zusätzlichen Urlaubstage hinaus solle es daher die Möglichkeit für weitere Urlaubstage geben.

Dass dies für 44 Prozent der Beschäftigten laut Umfrage die nahe liegende Option sei, wertete die Gewerkschaft als alarmierendes Signal zur angespannten Situation an den Arbeitsplätzen. Rusch-Ziemba forderte die Bahn auf, zusätzliches Personal einzustellen. „Wenn es die DB AG ernst mit ihrem Anspruch meint, einer der besten Arbeitgeber Deutschlands sein zu wollen, muss sie dafür auch was tun“, sagte die EVG-Vizevorsitzende.

Die Lokführergewerkschaft GDL geht mit einer Forderung nach 7,5 Prozent mehr Geld in die Verhandlungen, die am 12. Oktober in Berlin beginnen sollen. Zudem will sie unter anderem höhere Zulagen für Nachtschichten sowie für Arbeit an Sonn- und Feiertagen erreichen. Die Tarifverträge mit den Gewerkschaften EVG und GDL aus der Tarifrunde 2016/2017 laufen zum 30. September 2018 aus. Von Oktober an wird nach Angaben der Bahn für 154.000 Mitarbeiter verhandelt.

  • dpa
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