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Fahrdienstvermittler Uber-Rivale Lyft startet Börsengang

Der US-Fahrdienstvermittler hat bei der Börsenaufsicht seine Unterlagen eingereicht. Lyft könnte so den großen Rivalen Uber ausstechen.
Update: 06.12.2018 - 14:23 Uhr Kommentieren
Lyft: Uber-Rivale startet Börsengang Quelle: AP
Lyft-Auto in Pittsburgh

Der US-Fahrdienstvermittler hat seinen Börsengang eingeleitet.

(Foto: AP)

San Francisco, DüsseldorfDer Uber-Konkurrent Lyft macht ernst mit seinen Börsenplänen. Wie der Fahrdienstvermittler am Donnerstag erklärte, hat er bei der US-Börsenaufsicht SEC einen vertraulichen Antrag zur Zulassung gestellt. Die Zahl des auszugebenden Aktien und die Preisspanne sei noch nicht festgelegt. Die Erstnotiz erfolge, sobald die SEC den Antrag genehmigt habe.

Laut US-Medienberichten könnte das Start-up in der ersten Jahreshälfte 2019 an die Börse gehen. Bei einer Finanzierungsrunde im Juni wurde Lyft 5,1 Milliarden Dollar, umgerechnet etwa 13,3 Milliarden Euro, bewertet. Sollte der Fahrdienst diese Bewertung nur halten, wäre das schon mehr, als Tech-Stars wie Twitter, Groupon oder Dropbox beim Börsengang wert waren.

Das 2012 gestartete Lyft würde Uber so beim Gang an die Wall Street zuvorkommen. Dara Khosrowshahi, Chef des drei Jahre älteren Konkurrenten, plant den Schritt laut Berichten erst für Mitte bis Ende 2019. Dabei könnte Uber eine Marktkapitalisierung von bis zu 120 Millionen Dollar erreichen.

Wenn Lyft schneller als Uber ist, dürften sich für den Fahrdienstvermittler gleich mehrere Vorteile ergeben: „Wer zuerst an die Wall Street geht, wird von einem Vertrauensvorschuss profitieren und eine höhere Bewertung erreichen“, glaubt Santosh Rao von der Investmentfirma Manhattan Ventures Partner aus New York.

Das Geschäftsprinzip ist bei beiden Firmen ähnlich: Sie vermitteln Fahrten mit privaten Fahrern, die Kunden per App ordern. Auch elektrische Fahrräder und Roller sind mittlerweile im Angebot. Uber fährt zwar einen aggressiven Kurs, geriet durch Sexismus-Debatten und Dauerzank mit den Fahrern jedoch immer wieder in die Schlagzeilen.

Lyft konzentriert sich im Gegensatz zu Uber auf den nordamerikanischen Markt und inszeniert sich als kleinere, freundliche Alternative. So kündigte der Dienst an, 100 Millionen Dollar in die Einrichtung von bundesweiten Service-Centern für Fahrer zu investieren, wo diese rasten, duschen, tanken oder eine Toilette benutzen können. „Wir wollen eine Marke mit klaren Werten sein“, hatte Strategiechef Raj Kapoor dem Handelsblatt im Oktober gesagt. Es gehe darum, auch über die „gesellschaftliche Auswirkung“ der eigenen Plattform nachzudenken.

Während der jüngsten Uber-Krise wechselten viele Passagiere und Fahrer zu Lyft. Der US-Marktanteil der Plattform stieg zuletzt auf ein neues Hoch von 29 Prozent, errechnete der Marktforscher Second Measure. Ubers Anteil sank von einst 87 auf 69 Prozent. Lyft berechnet den eigenen Marktanteil sogar mit 35 Prozent.

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