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Fahrdienstvermittler Uber soll Milliarden-Finanzspritze bekommen – auch Softbank investiert

Uber erhält offenbar dringend benötigtes Geld: Laut einem Medienbericht plant unter anderem Softbank in dessen selbstfahrende Fahrzeugeinheit zu investieren.
Update: 14.03.2019 - 04:22 Uhr Kommentieren
Im März des vergangenen Jahres sorgte der tödliche Unfall eines Uber-Fahrzeug im Autopilot-Modus für Zweifel an der Technik des autonomen Fahrens. Quelle: dpa
Selbstfahrender Uber-Wagen

Im März des vergangenen Jahres sorgte der tödliche Unfall eines Uber-Fahrzeug im Autopilot-Modus für Zweifel an der Technik des autonomen Fahrens.

(Foto: dpa)

New YorkDer Fahrdienstvermittler Uber arbeitet mit Hochdruck am autonomen Fahren – und dürfte bald finanzielle Unterstützung erhalten. Ein Konsortium, zu dem auch Softbank gehört, soll sich in fortgeschrittenen Gesprächen mit Uber befinden, um mindestens eine Milliarde US-Dollar (883 Millionen Euro) in dessen selbstfahrende Fahrzeugeinheit zu investieren. Das berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Für Uber würde die Investition dringend benötigtes Geld für dessen ehrgeiziges und kostspieliges Vorhaben bedeuten. Denn der Fahrdienstvermittler soll allein im Jahr 2017 rund 750 Millionen US-Dollar für die Entwicklung von selbstfahrenden Autos ausgegeben haben, bevor 2018 Kürzungen vorgenommen wurden.

Im März des vergangenen Jahres hatte der tödliche Unfall eines Uber-Fahrzeug im Autopilot-Modus für Zweifel an der Technik des autonomen Fahrens gesorgt. Der Fahrdienstvermittler setzte die Testfahrten daraufhin zeitweise aus, nahm die Fahrzeug aber Ende letzten Jahres wieder in Betrieb.

Unter den Investoren soll sich zudem mindestens ein Autohersteller befinden. Dessen Beteiligung würde Uber helfen, die erforderlichen Technologien zu entwickeln, um selbstfahrende Taxis Wirklichkeit werden zu lassen.

Überraschend wären die Softbank-Investitionen nicht, denn Mobilitätsdienste sind einer der Schwerpunkte, in die Softbank Gelder seines Softbank Vision Fund investiert. Dabei kommt es teilweise zu Überschneidungen mit Autoherstellern, die eine Auswirkung auf den globalen Wettbewerb in Mobilität als Dienstleistung haben können.

Der japanische Technikinvestor und Mobilnetzkonzern hat 2018 Investitionen von 2,25 Milliarden US-Dollar in GMs Entwickler für Roboterautos GM Cruise angekündigt. Honda ist ein anderer Investor das GM-Startup. Zudem ist der Softbank einer der Hauptaktionäre in regionalen Uber-Rivalen wie Didi Chuxing in China, Grab in Singapur und Olacabs in Indien beteiligt. Wie Uber sind diese Startups bereits Martkführer in ihren Regionen.

Im Heimatmarkt Japan macht Softbank seinem Partner Uber derweil selbst durch eine Kooperation mit dem Autobauer Toyota Konkurrenz, der wiederum seinerseits an Uber beteiligt ist. 2018 gründeten Softbanks heimischer Mobilnetzanbieter (namens Softbank Corp) und Toyota das Joint-Venture Monet, das Mobilitätsdienste entwickelt.

Toyota wiederum hat bereits voriges Jahr seine Kooperation mit Uber ausgebaut. Der Autobauer und -nutzer kündigten damals an, dass die Japaner 500 Millionen US-Dollar in den kalifornischen Taxi-Konkurrenten investieren würde. Dafür wollen die Partner gemeinsam Technologien für autonomes Fahren entwickeln. Außerdem versucht Toyota, seine Plattform für Mobilitätsdienste mitsamt angeschlossenen Finanzdiensten wie fahrstilabhängige Versicherungen auszudehnen. Zudem ist Toyota auch an Grab in Singapur beteiligt, um seine Plattform zu verbreiten.

Doch noch ist nicht klar, ob Toyota auch bei Ubers erneuten Kapitalrunde beteiligt ist. Der Konzern will Spekulationen weder bestätigen noch dementieren. „Toyota untersuche und erwäge andauernd verschiedene Optionen für Investitionen“, erklärte ein Toyota-Sprecher dem Handelsblatt. „Wir haben zum gegenwärtigen Zeitpunkt nichts über eine weitere Investition in Uber anzukündigen.“

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