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Familienholding Haniel übernimmt Hygiene-Unternehmen CWS vollständig

Haniel übernimmt den restlichen CWS-Anteil von Rentokil Initial. Für Konzernchef Thomas Schmidt ergeben sich nun neue Möglichkeiten.
Update: 31.07.2019 - 14:05 Uhr Kommentieren
Haniel übernimmt Hygiene-Unternehmen CWS vollständig Quelle: dpa
Haniel

Die Familienholding übernimmt den verbliebenen Anteil des Hygiene-Unternehmens CWS von Rentokil Initial.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Am Ende seines ersten Monats als Haniel-Chef kann Thomas Schmidt Positives verkünden. Das 1756 gegründete Familienunternehmen übernimmt den Hygiene - und Arbeitsbekleidungsspezialisten CWS nun komplett von der britischen Rentokil Initial. Das gab Haniel am Mittwoch bekannt. Rentokil Initial hatte auch den Kaufpreis von 430 Millionen Euro bekanntgegeben, den Haniel bestätigt.

Im Dezember 2016 hatten Haniel und Rentokil eine Vereinbarung zur Bildung eines Joint Ventures unterzeichnet, die im Juni 2017 mit der Verkauf der Aktivitäten an Haniel umgesetzt wurde. Rentokil erhielt im Rahmen der Transaktion einen Anteil 17,8 Prozent an CWS. Nach etwas mehr als zwei Jahren übernimmt Haniel diese nun.

Der 47-jährige Schmidt spricht davon, dass „das Geschäftsmodell der CWS große Zukunft besitzt“. Man sei dem Rentokil-Management zu Dank verpflichtet. Für Schmidt schließt sich nun ein Kreis. Er war seit 2017 in einer Doppelfunktion als Vorstand des Family-Equity-Unternehmens Haniel und zugleich als Chef des Portfolio-Unternehmens CWS aktiv. Zum 1. Juni hatte er den Posten als CWS-Chef an Jürgen Höfling übergeben.

Mit der vollen Kontrolle über das Unternehmen eröffnen sich für Schmidt neue Möglichkeiten. Haniel versucht einerseits, sein Portfolio von sechs auf zehn Beteiligungen zu erweitern, will aber auch auf Ebene der Portfolio-Unternehmen zukaufen. Diese Handlungsfreiheit hat Schmidt bei CWS nun. CWS gehört bereits seit 1981 zum Haniel-Portfolio.

„Unsere Aufgabe ist es nicht, noch eine Handtuchrolle an die Wand zu schrauben oder Textilien zu liefern. Wir wollen für mehr Gesundheit und Sicherheit sorgen“, erklärte Schmidt im Frühjahr seine Pläne. CWS soll künftig um sechs bis sieben Prozent wachsen – fünf Prozent organisch plus Akquisitionen. Der Markt wachse zurzeit um drei bis vier Prozent.

Schmidt strebt eine Gewinnmarge von 15 Prozent an. 2018 lag der Umsatz von CWS bei rund 1,1 Milliarden, der gesamte Haniel-Umsatz betrug knapp 4,8 Milliarden Euro.

Mehr: Der frühere Lufthansa-Manager führte das Familienunternehmen Haniel aus der schwersten Krise. Den Kulturwandel und die Vorwärtsstrategie verfolgt nun sein Nachfolger.

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