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Fashion Council Germany Angela Merkel empfängt erstmals Spitzen der Modebranche im Kanzleramt

Zum ersten Mal empfing die Kanzlerin wichtige Vertreter der deutschen Modeindustrie und bekundete ihren Respekt. Ein wichtiger Schritt für die Lobby.
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Merkel will die Modebranche vor allem in der Digitaltechnologie unterstützen. Quelle: © Brian Dowling
Staatsministerin Dorothee Bär (l.), Bundeskanzlerin Angela Merkel und Modedesigner Lutz Huelle

Merkel will die Modebranche vor allem in der Digitaltechnologie unterstützen.

(Foto: © Brian Dowling)

BerlinEs ist für die deutsche Modebranche ein besonderer Moment: Zum ersten Mal lädt die Politik Vertreter der bunten Branche ins Kanzleramt. Und die Kanzlerin selbst lässt es sich nicht nehmen, die Gruppe rund um das Fashion Council Germany (FCG) persönlich zu empfangen.

„Ich habe sehr viel Respekt vor der wirtschaftlichen Leistung und Bedeutung ihrer Branche“, sagte Angela Merkel unter dem Beifall der Modevertreter Freitagmittag. Sie genoss sichtlich den Termin als kleine Pause von den anstrengenden Krisensitzungen. Sie kündigte an, die Branche, wo es sinnvoll ist, zu unterstützen.

„Bei der Zusammenarbeit haben wir ja in der Bundesregierung in den letzten Wochen nicht immer das beste Beispiel abgegeben“, konnte sie sich einen Seitenhieb auf den Streit mit dem Koalitionspartner CSU in der Flüchtlingsfrage nicht verkneifen.

Merkel will die Branche vor allem in der Digitaltechnologie unterstützen. Dort will sich die Staatsministerin für Digitalisierung im Kanzleramt, Dorothee Bär, für die Modebranche einsetzen: „Sie haben jetzt eine Heimat im Kanzleramt“, sagte die Gastgeberin des Empfangs.

Christiane Arp, Chefredakteurin der deutschen Vogue und Mitgründerin des FCG, betonte, wie wichtig es ist, deutsche Modedesigner und -unternehmen zu fördern. „Es gibt leider schon zu viele Designer, die wegen der fehlenden Unterstützung ins Ausland gegangen sind“, sagte sie der Kanzlerin.

„Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft“

Für die vor dreieinhalb Jahren gegründete Lobbyorganisation FCG ist die Einladung ins Kanzleramt ein erster Erfolg, von der Politik als Wirtschaftszweig ernst genommen zu werden. Bär räumte ein, dass „manche Kollegen im Kabinett sich lieber mit der Atomlobby fotografieren lassen als mit Vertretern der Modebranche“.

Zu den geladenen Gästen gehörten bekannte Modehändler wie Lodenfrey-Chef Markus Höhn, John Cloppenburg von der Eigentümerfamilie von P&C in Düsseldorf, Modemacher wie John Talbot und Adrian Runhof oder Hugo-Boss-Kreativ-Vorstand Ingo Wilts und Daniel Terberger, Chef des Modedienstleisters Katag in Bielefeld.

Cloppenburg betonte, dass es bei der Nachwuchsförderung in Deutschland noch viel zu tun gebe. „Viele Jungdesigner, die von den Modeakademien kommen, sind zwar handwerklich gut. Aber ihnen fehlen die wirtschaftlichen Kenntnisse, um im Geschäft erfolgreich zu sein.“ Seine große Modekette versucht, ausgewählten jungen Designern mit Pop-up-Stores eine Chance zu geben. Das FCG und die Vogue veranstalten seit ein paar Jahren zur Fashion Week den Berliner Salon, um deutsche Modedesigner zu präsentieren.

Staatsministerin Bär machte der Branche Hoffnung, dass das Kanzleramt langfristig mit der Branche zusammenarbeiten will. „Das ist hoffentlich der Beginn einer wunderbaren Freundschaft“, zitierte sie Humphrey Bogart aus dem Kult-Film „Casablanca“.

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