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Fast Food Angst vor wütenden Kunden: Mitarbeiter verklagen McDonald’s

Beschäftigte des Fast-Food-Riesen in Chicago werden immer wieder angegriffen. Sie werfen McDonald’s nun in einer Klage vor, sie nicht ausreichend zu schützen.
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Der Konzern und seine Franchisenehmer wollen rund sechs Milliarden Dollar investieren, um den Großteil der rund 14.000 US-Geschäfte aufzumöbeln. Quelle: AP
Filiale von McDonald’s in Pittsburgh

Der Konzern und seine Franchisenehmer wollen rund sechs Milliarden Dollar investieren, um den Großteil der rund 14.000 US-Geschäfte aufzumöbeln.

(Foto: AP)

New York Mitarbeiter von McDonald’s ziehen in Chicago gegen den Fast-Food-Riesen und mehrere seiner Franchisenehmer wegen der Umgestaltung seiner Läden vor Gericht. Wütenden Kunden falle es dadurch leichter, über die Ladentheke zu klettern und Mitarbeiter anzugreifen.

McDonald’s habe seine Belegschaft nicht ausreichend geschützt, heißt es in der Klage, die an diesem Donnerstag bei einem Gericht im US-Bundesstaat Illinois von 17 Mitarbeitern aus der Region Chicago eingereicht wurde. Mitarbeiter sind der Beschwerde zufolge unter anderem mit Schusswaffen bedroht, mit Küchengeräten von einem nackten Kunden beworfen, mit Pfefferspray besprüht und mit dem Warnschild, dass der Boden gerade nass gewischt worden sei, verprügelt worden.

McDonald’s erklärte, seine Verantwortung für die Bereitstellung eines sicheren Arbeitsumfeldes für seine Mitarbeiter ernst zu nehmen. Es gebe strikte Regeln gegen Gewalt in den Restaurants der Fast-Food-Kette. Das Unternehmen machte keine Angaben darüber, ob es die Klage anfechten will.

McDonald’s hatte im vergangenen Jahr angekündigt, dass der Konzern und seine Franchisenehmer rund sechs Milliarden US-Dollar investieren wollen, um den Großteil der rund 14.000 US-Geschäfte aufzumöbeln. Bei rund zwei Drittel aller Läden sind die Umbauarbeiten inzwischen abgeschlossen. Nach Angaben des Unternehmens haben die Modernisierungen zu einer Verbesserung der Umsätze beigetragen.

Die Kläger werfen McDonald’s dagegen vor, dass durch eine niedrigere und offenere Ladentheke Mitarbeiter einfacher durch Kunden angegriffen werden könnten. Allein in der Region Chicago gebe es täglich mehr als 20 Notrufe aus McDonald’s-Filialen.

Landesweit gebe es zudem eine Welle der Gewalt in den Burger-Läden, darunter einen bewaffneten Raubüberfall bei einem McDonald’s in Orlando im US-Bundesstaat Florida, wo Mitarbeiter in einem begehbaren Gefrierschrank mit vorgehaltener Waffe festgehalten worden seien.

Mehr: Das Pattie des neuen Burgers kommt von einem Start-up, das von Unilever aufgekauft wurde. Zwar enthält der „Rebel Whopper“ kein Fleisch, vegan ist er aber nicht.

Der Handelsblatt Expertencall
  • rtr
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