Fastfood-Kette Der Inder, der gegen McDonald's rebelliert

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Der Burger-Streit könnte noch Jahre andauern

Nach langen Streitereien ließ McDonald's ihn 2013 von der Spitze des Joint Ventures absetzen. Er kämpfte sich jedoch zurück: In diesem Sommer setzte die Justizbehörde NCLT Bakshi wieder als Geschäftsführer ein – und ordnete McDonald's an, die Geschäfte des Unternehmens nicht mehr zu stören.

Die daraufhin folgende Kündigung des Franchisevertrags hält Bakshi für unrechtmäßig und klagt dagegen vor Gericht. Er wirft McDonald's vor, eine feindliche Übernahme anzustreben.

Der Fastfood-Konzern bestreitet das und versucht mit juristischen Mitteln, den Inder am weiteren Burgerverkauf zu hindern. „Wir werden weiterhin Maßnahmen treffen, um unsere rechtlichen und vertraglichen Rechte durchzusetzen“, teilt das Unternehmen mit.

Doch eine endgültige Klärung des Streits könnte noch lange dauern. Indiens Justizbehörden sind heillos überlastet. Verträge vor Gericht durchzusetzen dauert auf dem Subkontinent laut einer Studie der Weltbank im Durchschnitt fast vier Jahre.

So sieht der McDonald's der Zukunft aus
Neues Konzept
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In 72 Filialen testet McDonald’s seit dem 4. Juli das neue Konzept „Restaurant der Zukunft“. Ob McDonald’s so die Gunst der Kunden, die lieber zum Edelburger-Brater gehen, zurückgewinnen kann, ist fraglich. Die Änderungen im Überblick.

Mehr Individualität
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McDonald’s will künftig stärker auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden eingehen, sagt Deutschland-Chef Holger Beeck. Deswegen können Kunden in den neuen Filialen die Burger so zusammenstellen, wie es ihnen beliebt: Keine Gurken, dafür extra Tomaten und doppelt Fleisch? „Mach deinen Mäc“ heißt das Programm.

Am automatisierten Terminal
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Den Burger nach eigenem Gusto erstellt der Kunde am automatisierten Terminal oder via Smartphone-App. Auch die Bezahlung erfolgt so.

Mehr Fleisch
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Wer verlorene Kunden zurückgewinnen will, muss von der Konkurrenz lernen. So bieten die Amerikaner in den neuen Filialen „Gourmetburger“ mit höherem Fleischanteil an, die Teil der sogenannten „Signature Collection“ sind und pro Burger zwei Euro mehr kosten.

Tischservice
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Die „Gourmetburger“ werden wie in einem à-la-Carte-Restaurant direkt an den Platz geliefert.

Überarbeitetes Küchensystem
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Ebenfalls neu: Die Burger sollen erst nach der Bestellung zubereitet werden – dafür wird das System in der Küche komplett umgestellt.

Neues Design
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Neben all diesen Neuerungen sollen die Filialen auch optisch deutlich verändert werden. Wie das aussieht, konnte man bisher nur in der Filiale am Frankfurter Flughafen (im Bild) in Augenschein nehmen – hier hatte McDonald’s die „Filiale der Zukunft“ im vergangenen Jahr vorgestellt.

McDonald's versucht, Bakshis Geschäfte deshalb auch mit anderen Methoden zu stoppen. So wendete sich das Unternehmen an alle Zulieferer und verkündete schriftlich das Ende der Geschäftsbeziehungen mit Bakshi. „Es wird indirekt Druck ausgeübt, die Lieferungen zu stoppen“, klagte der Unternehmer. Bisher ist es ihm aber offenbar gelungen, die Lieferkette im Großen und Ganzen aufrechtzuerhalten.

Über vereinzelt ausverkaufte Produkte und fehlende Zutaten sehen die Kunden noch hinweg. „Kein Zulieferer will die Geschäfte mit uns stoppen“, erklärt Bakshi. Denn sein Unternehmen sei bei den meisten Lieferanten der wichtigste Kunde.

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