Fastfood McDonald's gibt in China die Kontrolle ab

Der Fastfood-Riese McDonald's verkauft die Mehrheit seines China-Geschäfts für 2,1 Milliarden Dollar an Investoren. Das ist Teil der neuen Konzernstrategie – und soll der Auftakt einer großen Expansion in dem Land sein.
Update: 09.01.2017 - 09:59 Uhr 1 Kommentar
Der US-Konzern verkauft die Mehrheit seines Geschäfts an Investoren. Quelle: AFP
McDonald's in Schanghai

Der US-Konzern verkauft die Mehrheit seines Geschäfts an Investoren.

(Foto: AFP)

HongkongMcDonald's verkauft einen Großteil seines Geschäfts in China und Hongkong für bis zu 2,1 Milliarden Dollar. Künftig hält der chinesische Mischkonzern Citic 52 Prozent und der Finanzinvestor Carlyle 28 Prozent an der US-Fastfoodkette dort, wie die Unternehmen am Montag mitteilten. McDonald's behält 20 Prozent.

Der Verkauf ist Teil der Bemühungen des US-Unternehmens, sein Geschäftsmodell künftig weniger kapitalintensiv zu betreiben. Im März hatte McDonald's angekündigt, seine Aktivitäten in der Region neu zu organisieren und sich nach strategischen Partnern in China, Hongkong und Südkorea umzusehen. Die Vereinbarung zwischen dem Konzern aus Oak Brook und dem Konsortium gilt für 20 Jahre. Bezahlt wird McDonald's in Bargeld sowie in neu auszugebenden Aktien. Die Transaktion soll zur Jahresmitte abgeschlossen sein.

So sieht der McDonald's der Zukunft aus
Neues Konzept
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In 72 Filialen testet McDonald’s seit dem 4. Juli das neue Konzept „Restaurant der Zukunft“. Ob McDonald’s so die Gunst der Kunden, die lieber zum Edelburger-Brater gehen, zurückgewinnen kann, ist fraglich. Die Änderungen im Überblick.

Mehr Individualität
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McDonald’s will künftig stärker auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden eingehen, sagt Deutschland-Chef Holger Beeck. Deswegen können Kunden in den neuen Filialen die Burger so zusammenstellen, wie es ihnen beliebt: Keine Gurken, dafür extra Tomaten und doppelt Fleisch? „Mach deinen Mäc“ heißt das Programm.

Am automatisierten Terminal
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Den Burger nach eigenem Gusto erstellt der Kunde am automatisierten Terminal oder via Smartphone-App. Auch die Bezahlung erfolgt so.

Mehr Fleisch
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Wer verlorene Kunden zurückgewinnen will, muss von der Konkurrenz lernen. So bieten die Amerikaner in den neuen Filialen „Gourmetburger“ mit höherem Fleischanteil an, die Teil der sogenannten „Signature Collection“ sind und pro Burger zwei Euro mehr kosten.

Tischservice
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Die „Gourmetburger“ werden wie in einem à-la-Carte-Restaurant direkt an den Platz geliefert.

Überarbeitetes Küchensystem
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Ebenfalls neu: Die Burger sollen erst nach der Bestellung zubereitet werden – dafür wird das System in der Küche komplett umgestellt.

Neues Design
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Neben all diesen Neuerungen sollen die Filialen auch optisch deutlich verändert werden. Wie das aussieht, konnte man bisher nur in der Filiale am Frankfurter Flughafen (im Bild) in Augenschein nehmen – hier hatte McDonald’s die „Filiale der Zukunft“ im vergangenen Jahr vorgestellt.

McDonald's betreibt in China 2400 und in Hongkong rund 240 Filialen. Mit dem chinesischen Partner Citic, der künftig das Sagen haben wird, hofft der Konzern, die Expansion in dem Land weiter vorantreiben zu können. In den kommenden fünf Jahren sollen mehr als 1500 neue Filialen entstehen.

McDonald's sieht sich zunehmend einer stärker werdenden Konkurrenz sowohl von weltweit operierenden Ketten als auch von lokalen Anbietern gegenüber. Dazu kommt das wachsende Bewusstsein für eine gesündere Ernährung und ein wachsameres Auge der Verbraucher auf ihre Ausgaben. McDonald's will daher möglichst viele Restaurants an Franchise-Partner abgeben und nicht mehr selbst betreiben.

  • rtr
  • dpa
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1 Kommentar zu "Fastfood: McDonald's gibt in China die Kontrolle ab"

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  • McDonald´s behält doch weiterhin sein Namens Recht und kann damit auch weiterhin ein Franchising Modell führen. Burger King setzt auch schon seit Jahren auf Franchising.
    Weiterhin glaube ich, wird das Ziel eines jeden Großkonzern heute zu sein sich als Holding aufzustellen. Als Holding hat man weniger Probleme mit dem direkten (operativen) Kundengeschäft. Man kann als Holding den gewissen Abstand halten und dennoch am Gewinn mit zu kasieren.

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