Fedex-Deal genehmigt US-Paketdienst darf TNT Express übernehmen

Der US-Logistikkonzern Fedex rückt der Deutschen Post auf die Pelle. Bisher war der US-Dienst in Europa eine kleine Nummer. Doch die EU-Kommission hat die Fusion mit dem niederländischen Anbieter TNT abgesegnet.
Der ehemalige EU-Kommissars Joaquín Almunia hatte befürchtet, ein Zusammenschluss von TNT und UPS würde Verbraucher belasten. FedEx dagegen ist bisher in Europa nur selten vertreten. Quelle: Reuters
UPS durfte nicht

Der ehemalige EU-Kommissars Joaquín Almunia hatte befürchtet, ein Zusammenschluss von TNT und UPS würde Verbraucher belasten. FedEx dagegen ist bisher in Europa nur selten vertreten.

(Foto: Reuters)

Memphis/BrüsselFreie Bahn für eine Milliardenfusion im Paketmarkt: Der US-Logistikriese Fedex darf seinen niederländischen Konkurrenten TNT Express übernehmen. Nach einer gründlichen Wettbewerbsuntersuchung hat die EU-Kommission den Deal gebilligt.

Europäische Verbraucher würden durch die Übernahme nicht benachteiligt, bilanzierte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager nach der Entscheidung am Freitag in Brüssel. In Europa sind die Deutsche Post DHL und der US-Paketdienst UPS die wichtigsten Konkurrenten der beiden Fusionspartner.

Die Amerikaner wollen für TNT nach bisherigen Angaben 4,4 Milliarden Euro bezahlen. Ein früherer Versuch von UPS, TNT für 5,2 Milliarden Euro zu übernehmen, war vor drei Jahren an der Ablehnung der EU-Kommission gescheitert. Vestagers Vorgänger Joaquín Almunia hatte befürchtet, dass es nach der Fusion in vielen EU-Staaten nur noch zwei oder drei Anbieter gegeben hätte. „Die Preise wären mit hoher Wahrscheinlichkeit gestiegen“, hatte er die Entscheidung begründet.

Im Vergleich zu UPS, deren braune Lieferwagen auch in Deutschland zum Straßenbild gehören, ist Fedex in Europa bisher eine kleinere Nummer. Dennoch nahm die EU-Kommission die Pläne genau unter die Lupe. Letztlich stimmte sie dem Zusammenschluss aber ohne Auflagen zu. Fedex-Europachef David Binks zeigte sich „hocherfreut“ darüber.

Weltweit gesehen ist Fedex mit einem Umsatz von mehr als 45 Milliarden US-Dollar im Jahr 2014 deutlich größer als TNT. Die Niederländer kamen auf einen Jahreserlös von 6,7 Milliarden Euro (7,3 Milliarden Dollar). Während Fedex unter dem Strich zuletzt 2,1 Milliarden Dollar verdiente, steckte TNT mit 195 Millionen Euro in den roten Zahlen. Es war das vierte Verlustjahr nacheinander. Auch 2015 stand bei den Niederländern nach den ersten drei Quartalen ein Minus.

Die größten Logistikkonzerne der Welt
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Platz 10: China Railway (China)

Der Güterverkehr von China Railway macht über zwei Drittel des gesamten Verkehrsaufkommens aus. Hauptsächlich transportiert der Staatsbetrieb Kohle, Stahl, Erz und landwirtschaftliche Erzeugnisse. 2010 betrug der Logistik-Umsatz nach Angaben des Statistik-Portals Statista 14 Mrd. Euro. Daten für das Jahr 2011 sind noch nicht verfügbar.

Containerriese steuert Hamburger Hafen an
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Platz 9: CMA CGM (Frankreich)

Auf Platz 9 des Rankings landet das größte französische Schifffahrtsunternehmen CMA CGM mit einem Logistik-Umsatz von 14,3 Mrd. Euro im Jahr 2010. Die Reederei wurde 1978 gegründet und ist an mehr als 650 Standorten in 150 Ländern vertreten. Auf dem Foto ist eines der größten Containerschiffe der Welt zu sehen, die CMA CGM Christoph Colomb, die bis zu 13.800 Standardcontainer transportieren kann.

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Platz 8: Nippon Express (Japan)

Der Konzern mit Sitz in Tokio wurde 1937 als halbstaatliches Transportunternehmen gegründet. Nippon Express verfügt über ein global gespanntes Transportnetz, dass mehr als 389 Orte in 37 Ländern miteinander verbindet. Spezialisiert ist das Unternehmen auf Dienstleistungen rund um den Transport von Waren, wie etwa IT-Technik, den Luft- und Seegüterverkehr sowie auf Spezialtransporte. 2010 betrug der Umsatz 15 Mrd. Euro.

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Platz 7: Kühne + Nagel (Schweiz)

2010 war ein gutes Jahr für den Logistikdienstleister Kühne & Nagel aus der Schweiz. Der Frachtspezialist steigerte seinen Logistik-Umsatz auf 16,2 Mrd. Euro. Der Konzern will weiter wachsen: Kühne + Nagel plant das Transportgeschäft auf der Schiene auszubauen.

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Platz 6: NYK Line (Japan)

Die japanische NYK Line ist Teil des Mitsubishi-Konzerns und zählt zu den größten Reedereien der Welt. Seit 1968 ist das Unternehmen auch im Bereich der Containerschifffahrt etabliert - die einen Großteil des Gesamtgeschäfts ausmacht. Die Reederei betreibt auch den sogenannten Atlantic Express Shuttle (AES), das Waren zwischen Hamburg, Antwerpen und New York Waren verschiebt. 2010 erwirtschaftete der Konzern einen Logistik-Umsatz von 16,5 Mrd. Euro.

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Platz 5: DB Schenker (Deutschland)

Die Logistikgeschäfte der Deutschen Bahn, DB Schenker Logistics und DB Schenker Rail, sind unter dem Dach DB Schenker zusammengefasst. Das Unternehmen beschäftigt weltweit mehr als 91.000 Mitarbeiter an etwa 130 Standorten. 2010 erwirtschaftete die DB Schenker einen Logistikumsatz von 18,5 Mrd. Euro.

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Platz 4: Maersk (Dänemark)

Das Jahr 2010 hatte nicht gut begonnen für A.P. Moeller Maersk. Vor allem durch die von der Wirtschaftskrise gebeutelte Tochtergesellschaft Maersk, der größten Containerschiffsreederei der Welt, schrieb der dänische Mischkonzern erstmals in der Unternehmensgeschichte rote Zahlen. Doch dann zog die Konjunktur an und die Frachtraten für Containerschiffe legten kräftig zu. Das Ergebnis: 2010 lag der Logistik-Umsatz von Maersk bei 29, 1 Mrd. Euro - und das Unternehmen konnte einen Rekordgewinn, einen Nettoertrag von 3,8 Mrd. Euro, vermelden.

  • dpa
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