Fedex will 25 Frachtmaschinen kaufen Boeing hofft auf 767-Großauftrag

Der US-Logistikkonzern Fedex will Insidern zufolge 25 Frachtmaschinen des betagten Modells Boeing 767 kaufen. Laut Preisliste haben die Flugzeuge einen Gesamtwert von mehreren Milliarden US-Dollar.
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Der US-Konzern Fedex ist derzeit der einzige kommerzielle Kunde für den Frachtflieger Boeing 767. Quelle: ap
Fedex-Maschinen am Flughafen in Memphis

Der US-Konzern Fedex ist derzeit der einzige kommerzielle Kunde für den Frachtflieger Boeing 767.

(Foto: ap)

SeattleDer Flugzeugbauer Boeing kann Insidern zufolge auf einen Großauftrag für sein betagtes Langstrecken-Modell 767 hoffen. Der US-Logistikkonzern Fedex spreche mit dem Hersteller über eine Bestellung von mindestens 25 Frachtmaschinen dieses Typs, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf zwei mit der Sache vertraute Personen.

Unbestätigten Medienberichten aus der jüngsten Zeit zufolge könnte die Order sogar 50 Exemplare der 767 und weitere 10 Frachter vom Typ Boeing 777 umfassen.

Laut Preisliste hätten die genannten 25 Maschinen einen Gesamtwert von rund 5 Milliarden Dollar (4,5 Milliarden Euro). Sprecher beider Unternehmen wollten die Verhandlungen zunächst nicht bestätigen.

Das sind Boeings Verkaufsschlager
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Boeing 767

Der Großraumflieger ist bereits seit 1982 im Programm von Boeing. Seitdem wurde die Maschine mehr als 1100 Mal verkauft. Zu den Großkunden zählen besonders US-Unternehmen wie die American Airlines. Die goldenen Zeiten hat das Flugzeug aber offenbar hinter sich, 2013 lieferte Boeing nur noch 21 Stück aus. Eine 767-300ER kostete laut Boeing durchschnittlich 186 Millionen Dollar.

Schnee am Flughafen Frankfurt
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Boeing 747

Der Superjumbo ist eine Ikone der Luftfahrt. Beim Erstflug 1969 war die 747 die größte Passagiermaschine der Welt. Seitdem wurde das Flugzeug knapp 1500 Mal verkauft. Doch viele kommen wohl nicht mehr dazu: Im Jahr 2013 lieferte Boeing gerade noch 24 Maschinen aus.

New CEO of German air carrier Lufthansa Spohr and Prime Minister of Lower Saxony Weil sit inside cockpit of Boeing 747 at ILA Berlin Air Show in Selchow
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Boeing 747

Zu den letzten Großkunden des aktuellen Typs 747-8I gehört die Lufthansa. Auf der ILA in Berlin tauften Lufthansa-Chef Carsten Spohr (r.) und der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil zuletzt eine neue Maschine. Im Durchschnitt kostete eine 747 im Jahr 2013 laut Boeing 357 Millionen Dollar.

huGO-BildID: 36558426 FILE - This June 18, 2013 file photo shows a line of Boeing 787 Dreamliners waiting to be delivered on a closed runway at Paine
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Boeing 787 Dreamliner

Der Nachfolger der 767 galt lange als Problemfall. Doch nach vielen technischen Makeln wurde es zuletzt ruhiger um den Wunderflieger der US-Amerikaner. 2013 lieferte Boeing 65 Maschinen aus – fast 20 mehr als im Vorjahr. Der Durchschnittspreis für den Dreamliner lag zwischen 212 Millionen Dollar (787-8) und 289 Millionen Dollar (787-10).

CHINA-AIR-BOEING
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Boeing 777

Das Großraumflugzeug für die Langstrecke ist gefragt: 98 Stück der „Triple Seven“ wurden 2013 ausgeliefert. Die Maschine punktet mit ihrer großen Reichweite. Ab 2020 soll noch der geringere Kerosinverbrauch hinzukommen. Dann geht voraussichtlich die 777X das erste Mal an den Start, die mit leichteren Materialien wie kohlenstoffverstärktem Kunststoff gebaut wird. Aktuell ist die größte Version, die 777-300ER, für durchschnittlich 320 Millionen Dollar zu haben.

The Boeing 737 aircraft of Brazilian airline Gol, which will travel with the Brazilian national soccer team during the 2014 World Cup, is presented to the media at Confins International Airport, in Belo Horizonte
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Boeing 737

Der Verkaufsschlager fliegt und fliegt und fliegt: 2013 lieferte Boeing von der 737 noch einmal mehr Maschinen aus. Insgesamt waren es 440 Stück des Mittelstreckenjets. Besonders die spritsparende 737-Max findet reißenden Absatz. Auch in Südamerika: Zur WM hat die brasilianische Airline Gol ein Flugzeug mit einer Sonderlackierung versehen. Die 737 steht in direkter Konkurrenz zum Airbus A320. Der Durchschnittspreis betrug zuletzt 96 Millionen Dollar für die 737-900ER und 110 Millionen Dollar für die 737-Max 9.

Fedex ist derzeit der einzige kommerzielle Kunde für den Frachtflieger, dessen Passagierversion ihren Erstflug bereits im Jahr 1981 hatte. Die letzte Bestellung für einen 767-Passagierjet stammt aus dem Jahr 2012. Die 767 war der erste Langstreckenjet mit nur zwei Triebwerken.

Boeing feiert Erfolge inzwischen jedoch vor allem mit den moderneren Langstreckenjets der Typen 777 und 787 „Dreamliner“. Die 777 ist auch als Frachter sehr gefragt. Konkurrenzmodell ist die Frachtversion des Airbus A330.

  • dpa
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