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Ferienflieger Streit um Betriebsratswahl bei Sun Express geht vor Gericht

Die Fluggesellschaft Sun Express will die Bildung eines Betriebsrats verhindern. Kommende Woche wird der Streit vor Gericht ausgetragen.
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Die Fluggesellschaft will die Wahl eines Betriebsrats unterbinden. Quelle: dpa
Sun Express

Die Fluggesellschaft will die Wahl eines Betriebsrats unterbinden.

(Foto: dpa)

FrankfurtBei der Lufthansa-Beteiligung Sun Express Deutschland ist ein juristischer Streit um die Bildung eines Betriebsrats für das fliegende Personal entbrannt. Die Fluggesellschaft mit rund 1300 Mitarbeitern will mit einer einstweiligen Verfügung die von Beschäftigten angestoßene Betriebsratswahl gerichtlich untersagen lassen, wie die Gewerkschaften UFO und Vereinigung Cockpit am Dienstag in Frankfurt berichteten. Eine entsprechende Verhandlung ist für Mittwoch kommender Woche (18. April) beim Arbeitsgericht Frankfurt anberaumt.

Das Unternehmen begründet seine ablehnende Haltung mit dem „kontinuierlichen, konstruktiven Dialog auf allen Hierarchieebenen, insbesondere zwischen Management und Mitarbeitern“, für den eine dritte Partei wie ein Betriebsrat „nicht notwendig“ sei. Im Übrigen müsse laut Betriebsverfassungsgesetz für das fliegende Personal zunächst ein Tarifvertrag zur Bildung einer Arbeitnehmervertretung abgeschlossen werden.

Tatsächlich sind Piloten und Flugbegleiter laut Gesetz vom sonst üblichen Verfahren zur unkomplizierten Bildung eines Betriebsrats ohne vorherigen Tarifvertrag ausgeschlossen. Die Gewerkschaften sehen darin aber einen Verstoß gegen europäische Mindeststandards und wollen diese Frage möglichst in höhere Instanzen der Arbeitsgerichte bringen. Sie sehen auch den Mutterkonzern Lufthansa in der sozialpolitischen Verantwortung, der Flugzeuge und Crews der Sun Express Deutschland auch für Flüge der Marke Eurowings einsetzt.

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  • dpa
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