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Fernbusanbieter Flixbus expandiert in die Türkei

Das Fernbusunternehmen Flixbus kauft den türkischen Marktführer Kamil Koc. Das soll nur der Auftakt für eine internationale Offensive sein.
Update: 21.08.2019 - 16:37 Uhr Kommentieren
Flixbus expandiert in die Türkei Quelle: Reuters
Flixbus

Das Fernbusunternehmen ist künftig auch in der Türkei aktiv.

(Foto: Reuters)

München, Istanbul Das Münchener Startup FlixMobility setzt nach der jüngsten Finanzierungsgrunde zum nächsten großen Expansionsschritt an. Der größte türkische Buslinienanbieter Kamil Koc werde dem Flixbusnetz beitreten, teilte das deutsche Unternehmen am Mittwoch mit. Kamil Koc betreibt über 1000 Busse, hat fast 600 Verkaufsstellen, rund 4000 Mitarbeiter und laut Flixbus mit 61 Städten das größte Busnetz in der Türkei. Über den Kaufpreis werden keine Angaben gemacht.

Koc fuhr zuletzt den Angaben zufolge 20 Millionen Kunden. Das entspricht beinahe dem Niveau des gesamten Fernbusmarktes in Deutschland. Den Flixbus benutzten in 28 europäischen Ländern und in den USA  rund 45 Millionen Reisende.

Das deutsche Unternehmen will jetzt vor allem nach Südamerika und in asiatische Ländern expandieren und hat sich auch den Ausbau des Zugangebotes vorgenommen. Um das Wachstum zu finanzieren sind gerade weitere Investoren eingestiegen und haben dem Unternehmen etwa eine halbe Milliarde Euro an Investitionsmitteln zur Verfügung gestellt. Wichtige Geldgeber sind jetzt unter anderem Blackrock, General Atlantic, Silverlake und Permira.

Das Besondere an der Vereinbarung in der Türkei, die noch von den Behörden genehmigt werden muss: Mit Koc wird Flixbus erstmals über eigene Fahrzeuge verfügen. Das Geschäftsmodell des Startups ist ein anderes: FlixMobility betreibt seit 2013 eine Plattform für Fernbusreisen und erweiterte zuletzt das Angebot durch Eisenbahnlinien (FlixTrain) und Mitfahrgelegenheiten (FlixCar). Eigene Fahrzeuge hatte FlixMobility bislang nicht.

Mehr: Dem hochbewerteten Start-up Flixbus fehlen Züge, um zuverlässig arbeiten zu können. Das verärgert die Fahrgäste.

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