Ferrero Justiz ermittelt wegen Kinderarbeit beim Ü-Ei

Böse Überraschung: Einem Bericht zufolge sollen rumänische Kinder bis zu 13 Stunden am Tag Spielzeugteile in die beliebten Überraschungseier stopfen. Hersteller Ferrero zeigt sich besorgt – und will nun selbst ermitteln.
Update: 24.11.2016 - 14:54 Uhr 1 Kommentar
Mussten Kinder dafür schuften? Quelle: dpa - picture-alliance
Überraschungseier im Supermarkt-Regal

Mussten Kinder dafür schuften?

(Foto: dpa - picture-alliance)

BukarestDie rumänische Justiz hat Ermittlungen wegen des Verdachts auf Kinderarbeit bei der Herstellung von Überraschungseiern aufgenommen. Mit der am Mittwoch bekannt gegebenen Entscheidung reagierte die Staatsanwaltschaft auf einen Bericht der britischen Boulevardzeitung „The Sun“, dem zufolge schulpflichtige Kinder eingesetzt würden, um kleine Spielzeuge in Plastikkapseln zu füllen, die dann in die Schoko-Eier eingesetzt werden.

In den Ermittlungen gehe es auch um den Verdacht des Kinderhandels, sagte die Sprecherin der auf organisierte Kriminalität spezialisierten Staatsanwaltschaft, Mihaela Porime, in Bukarest zu AFP. Der Überraschungsei-Hersteller Ferrero zeigte sich gegenüber dem rumänischen Sender Digi24 „betrübt und besorgt“ über die Anschuldigungen und kündigte eine umfassende Untersuchung an.

„The Sun“ hatte am Montag von zwei sechs und elf Jahre alten Geschwistern berichtet, die im Norden Rumäniens bis zu 13 Stunden täglich mit dem Zusammensetzen der Eier beschäftigt seien. Recherchen örtlicher Medien hatten diese Darstellung allerdings in Zweifel gezogen: Schulrektorin Mariana Dragos sagte der Agentur Agerpres, die Kinder seien regelmäßig in der Schule, es sei auszuschließen, dass sie mit 13-stündigen Arbeitstagen ausgebeutet würden. Die Mutter der Kinder bestritt zudem, dass diese für den Süßwarenhersteller arbeiteten.

Ferrero will Kinderarbeitsvorwürfe bei der Herstellung von Überraschungseiern in Rumänien schnellstmöglich aufklären. Dazu seien bereits unabhängige Prüfer sowie ein entsprechend spezialisiertes Team dorthin geschickt worden, teilte der deutsche Konzern am Donnerstag mit. Das Unternehmen reagierte damit auf Ermittlungen der rumänischen Staatsanwaltschaft. Dabei geht es um den Verdacht auf Ausbeutung Minderjähriger, wie Mihaela Porime von der Sondereinheit der Staatsanwaltschaft DIICOT, in Bukarest sagte. Derzeit gebe es aber noch keinen klaren Tatverdächtigen, man ermittle zunächst nur „zur Sache“?.

Diese Konzerne versorgen die Welt
Platz 41 – Henkel
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Die Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants hat erneut die größten Konsumgüterhersteller der Welt ermittelt. Als einziges deutsches Unternehmen unter den Top 50 bleibt der Persil-Hersteller Henkel wie im Vorjahr auf dem 41. Rang – mit einem Umsatz von fast 10 Milliarden US-Dollar.

Quelle: OC&C

Platz 10 – L'Oréal
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L’Oréal ist der weltgrößte Kosmetikkonzern. Die Franzosen überzeugen mit zahlreichen starken Marken.

Platz 9 – Mondelez
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Mondelez ist eine Abspaltung von Kraft Foods. Er bündelt das weltweite Snackgeschäft, außerdem die Kaffee-Aktivitäten. Das macht den Konzern zum Konkurrenten von Nestlé. Allerdings werden die Kaffeemarken rund um Jacobs unter der Führung der deutschen Industriellen-Familie Reimann mit dem niederländischen Konzern DE Master Blenders verbunden.

Platz 8 – Tyson Foods
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Tyson Foods ist in den USA bekannt. Der Konzern gehört zu den weltgrößten Fleischverarbeitern. 2015 machte Tyson einen Umsatz von 41,4 Milliarden Dollar.

Platz 7 – AB Inbev
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Der Bierbrauer AB Inbev ist durch viele Übernahmen zum Weltspieler geworden. Er treibt die Konsolidierung der Branche voran – und fusioniert derzeit mit dem größten Rivalen SAB Miller. In Deutschland ist er mit Marken wie Beck’s, Corona und Lübzer vertreten.

Platz 6 – Coca Cola
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Coca-Cola liegt deutlich hinter Pepsi. Denn anders als der Rivale hat der Konzern aus Atlanta kein großes Snackgeschäft. Dafür hat er zuletzt bei Verbrauchern Sympathien mit seiner Kampagne, Namen auf Dosen und Flaschen zu schreiben, gewonnen – und mit Innovationen wie Kokoswasser und Coke Life mit Stevia.

Platz 5 – JBS
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JBS ist eher unbekannt in Europa. Dabei gehört der brasilianische Fleischproduzent zu den ganz großen Konzernen der Konsumgüterbranche mit 47,9 Milliarden Dollar Umsatz.

Die britische Boulevardzeitung „The Sun“ hatte berichtet, dass in Rumänien Kinder angeblich für geringe Löhne den Inhalt der Schokoladen-Eier für den Süßwarenhersteller Ferrero zusammensetzten. Auf die Vorwürfe reagierte der Hersteller entsetzt und zeigte sich betroffen: „Wir nehmen diese Angelegenheit äußerst ernst und haben sofortige, umfassende Ermittlungen initiiert.“ 

Man kooperiere mit den rumänischen Behörden in vollem Umfang und werde den Vorwürfen nachgehen. Ferrero verfüge über strenge Regelungen für Lieferanten, die Kinderarbeit zwingend ausschlössen. „Ein solches Fehlverhalten verstößt absolut gegen unseren Ethikkodex.“

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