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Flatrate-Modell von Audible Kartellbeschwerde gegen Amazon-Hörbuch-Tochter

Die Amazon-Tochter Audible verzeichnet bei Hörbüchern einen Marktanteil von 90 Prozent. Jetzt will das Unternehmen ein Flatrate-Modell einführen. Die Verlage weigern sich und beschweren sich beim Kartellamt.
19.09.2015 - 16:35 Uhr
Amazons Logo: „Das Geschäftsmodell von Amazon und Audible zielt darauf, die Buchhandelsstrukturen zu zerstören und gefährdet kulturelle Vielfalt.“ Quelle: ap
Internet-Versandhändler

Amazons Logo: „Das Geschäftsmodell von Amazon und Audible zielt darauf, die Buchhandelsstrukturen zu zerstören und gefährdet kulturelle Vielfalt.“

(Foto: ap)

Frankfurt Die deutsche Buchbranche liegt erneut mit dem US-Konzern Amazon im Clinch. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat eine Beschwerde gegen die Amazon-Tochter Audible beim Bundeskartellamt eingereicht. Einen entsprechenden Bericht des „Spiegel“ bestätigte eine Sprecherin des Börsenvereins am Samstag. Eine Amazon-Sprecherin wollte hingegen keine Stellung nehmen.

Laut dem Börsenverein missbraucht die Download-Plattform Audible des Online-Händlers Amazon ihre Marktmacht. Sie zwinge den oft kleinen deutschen Hörbuchverlagen existenzbedrohende Bedingungen auf. Audible hat dem „Spiegel“ zufolge einen Marktanteil von rund 90 Prozent beim Verkauf digitaler Hörbücher. Nun versuche die Amazon-Tochter, die Verlage in ein Flatrate-Modell zu drängen, das ihnen deutlich niedrigere Umsätze brächte. Verlagen, die sich weigerten, drohe Audible mit Auslistung.

„Das Geschäftsmodell von Amazon und Audible zielt darauf, die Buchhandelsstrukturen zu zerstören und gefährdet kulturelle Vielfalt“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, Alexander Skipis, dem „Spiegel“. Der Verband informierte nach eigenen Angaben auch die EU-Kommission. Amazon und der deutsche Buchhandel hatten bereits über E-Book-Rabatte heftige Auseinandersetzungen geführt.

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