Flüge in die USA Airlines beschließen neue Sicherheitsmaßnahmen

Sechs Fluggesellschaften haben neue Sicherheitsmaßnahmen für Flüge in die USA beschlossen. Die Sicherheitsbestimmungen gelten sowohl für US-Bürger als auch Ausländer und betreffen täglich rund 2100 Flüge in die USA.
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Will man von Dubai aus in die USA fliegen, wird man künftig ein „Sicherheitsinterview“ mitmachen müssen. Quelle: AP
US-Flüge

Will man von Dubai aus in die USA fliegen, wird man künftig ein „Sicherheitsinterview“ mitmachen müssen.

(Foto: AP)

DubaiAuf Wunsch amerikanischer Behörden beginnen sechs Fluggesellschaften mit neuen „Sicherheitsinterviews“ aller Passagiere von Flügen mit Ziel USA. Das teilten die Unternehmen am Mittwoch mit und machten unterschiedliche Angaben zum Ablauf der Befragungen. Eine US-Regierungssprecherin erklärte, die neuen Maßnahmen beträfen sämtliche der täglich rund 2100 Flüge mit Ziel USA. Die Sicherheitsbestimmungen gälten sowohl für US-Bürger als auch Ausländer, sagte Lisa Farbstein, eine Sprecherin der US-Verkehrssicherheitsbehörde TSA.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat ein Laptop-Verbot und Einreiseverbote für mehrheitlich muslimische Länder vorgestellt, die Nahost-Fluggesellschaften geschadet haben. Die größte Fluggesellschaft der Region, Emirates, strich nach eigenen Angaben als Folge der Einschränkungen 20 Prozent ihrer Flüge nach Amerika. Die Ankündigung der Sicherheitsinterviews erfolgte zum Ende einer 120-tägigen Frist für Fluggesellschaften, um neue US-Vorschriften zu erfüllen.

Zunächst äußerten sich Air France, Cathay Pacific, EgyptAir, Emirates und Lufthansa. Royal Jordanian erklärte später, die neuen Maßnahmen würden ab Mitte Januar eingeführt.

Air France will am Donnerstag am Pariser Flughafen Orly mit neuen Sicherheitsinterviews beginnen. Am 2. November werde es sie dann auch am örtlichen Charles-de-Gaulle-Flughafen geben, teilte das Unternehmen mit. Allen Passagieren werde ein Fragebogen gegeben.

Emirates kündigte an, Interviews an den Check-in-Schaltern mit Passagieren vorzunehmen, die aus Dubai fliegen, und an Boarding-Gates mit Flugreisenden, die sich im Transit befinden. Cathay Pacific mit Sitz in Hongkong teilte auf seiner Webseite mit, dass die Fluggesellschaft Dienste zur eigenständigen Gepäckabgabe ausgesetzt habe. Passagiere auf dem Weg in die USA müssten sich „einem kurzen Sicherheitsinterview“ unterziehen. Diejenigen, die kein Gepäck hätten, müssten sich auf ein ähnliches Interview am Gate einstellen.

Nach Angaben von EgyptAir gehören zu den ab Donnerstag geplanten neuen Maßnahmen genauere Durchsuchungen von Passagieren und ihrem Gepäck sowie Interviews. Die deutsche Lufthansa teilte mit, die neuen Regelungen seien von der TSA vorgegeben worden, die dem Heimatschutzministerium unterstellt ist. Neben der Kontrolle von elektronischen Geräten müssten Reisende in die USA nun womöglich auch mit „kurzen Interviews beim Check-in, bei der Dokumentenkontrolle oder am Gate“ rechnen, teilte Lufthansa mit.

Im März hatten die USA das Verbot für Laptops in Flugzeugkabinen in zehn Städten des Nahen Ostens eingeführt, weil es Bedenken gab, Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat und andere Extremisten könnten darin Bomben verstecken. Das Verbot wurde aufgehoben, nachdem die betroffenen Fluggesellschaften mit dem Einsatz von CT-Scannern begonnen hatten, elektronische Geräte kurz vor dem Boarding für Flüge in die USA zu untersuchen.

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