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Flüge in Krisengebiete Lufthansa-Mitarbeiter protestieren gegen Belastungen

Die Zahl der Krisengebiete nimmt zu, damit auch die Gefahr für Fluggesellschaften. Jetzt haben Kabinenmitarbeiter der Lufthansa in einem Protestschreiben ihren Ängsten und ihrem Ärger gegenüber dem Unternehmen Luft gemacht.
16.08.2014 - 12:26 Uhr Kommentieren
Die Lufthansa fliegt viele Regionen der Welt an, auch nicht ganz ungefährliche. Mitarbeiter zeigen sich besorgt. Quelle: dpa

Die Lufthansa fliegt viele Regionen der Welt an, auch nicht ganz ungefährliche. Mitarbeiter zeigen sich besorgt.

(Foto: dpa)

Der Absturz der Malaysia Airline-Maschine über der Ukraine zeigte dramatisch die Bedrohung, der Fluggesellschaften und ihre Mitarbeiter ausgesetzt sind. Dazu kommen Gefahren etwa durch die Ebola-Epidemie. Nachdem auch Tel Aviv von Raketen der Hamas erreicht wurde, stoppten die Airlines für kurze Zeit die Flüge zu der israelischen Stadt. Erbil im Irak hat die Lufthansa vor wenigen Tagen vom Flugplan gestrichen.

Dennoch fühlen sich die Kabinenmitarbeiter der Lufthansa nachhaltig verunsichert. Von einer "tiefen Vertrauenskrise mit unserem Management" spricht gar die Personalvertretung in einem Schreiben an die Geschäftsführung, aus dem das Internetportal DerWesten.de zitiert. Angst lasse sich nicht per Knopfdruck abstellen.

"Die Bereitschaft der einzelnen Crewmitglieder, in einer solchen von unserer Führung scheinbar erwarteten emotionalen On/Off-Grundhaltung noch weitere Belastungen auf uns zu nehmen, ist ausgereizt", heißt es laut DerWesten weiter. Bis die "Einsatzrücktrittsklausel" in Kraft gesetzt worden sei, bei der ängstliche Mitarbeiter aus ihrer Sicht heikle Flüge verweigern dürfen, sei eine "viel zu lange Zeit" vergangen. Die Geschäftsleitung habe sich "sehr schwer damit getan, zügig operationelle Entscheidungen zu treffen, die vor allem die Sicherheit unserer Crews im Fokus gehabt hätten".

Die Chefs des Kabinenpersonals, Wolfgang Kolhagen und Michael Knauf, weisen nach Angaben von DerWesten.de die Vorwürfe zurück. Sicherheit sei "das allererste Prinzip unserer Arbeit". Keine wirtschaftliche Erwägung könnte es rechtfertigen, ein unkalkulierbares Risiko für Crew und Passagiere einzugehen. Ängste seien verständlich, Bauchgefühle aber kein Ersatz für "relevante Fakten und Informationen" als Basis für Entscheidungen. Man vertraue der Abteilung für innere Konzernsicherheit. Die sei perfekt vernetzt.

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