Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo streikt seit Mitternacht – Eurowings streicht mehr als 170 Flüge

Trotz Entgegenkommen der Lufthansa-Tochter hält die Flugbegleiter-Gewerkschaft an ihrem Streikvorhaben fest. Für Montag hat Eurowings bereits etliche Flüge abgesagt.
28.12.2019 Update: 30.12.2019 - 02:09 Uhr Kommentieren
Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Eurowings am Düsseldorfer Flughafen: Die Airline hat bereits etliche Flüge gestrichen. Quelle: dpa
Eurowings

Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Eurowings am Düsseldorfer Flughafen: Die Airline hat bereits etliche Flüge gestrichen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo hat ab heute (Montag) um Mitternacht zu einem Streik bei der Lufthansa-Tochter Germanwings aufgerufen. Der Ausstand soll bis zum Neujahrstag um 24.00 Uhr andauern. Die größere Konzernschwester Eurowings, in deren Auftrag Germanwings fliegt, hat einen Sonderflugplan angekündigt. In dem Konflikt zwischen Ufo und dem Lufthansa-Konzern ist es bereits zu Streiks gekommen. Dabei fielen mehr als Tausend Flüge aus, etwa 200.000 Passagiere waren betroffen. Gestritten wird unter anderem um Zulagen und Arbeitsbedingungen.

Eurowings hat wegen des angekündigten Streiks für Montag, Dinestag und Mittwoch mehr als 170 Flüge abgesagt. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um innerdeutsche Verbindungen, wie am Sonntagmorgen aus einer Übersicht auf der Internetseite des Unternehmens hervorging. Für den 1. Januar steht bislang noch nicht fest, welche Flüge ausfallen. Germanwings führt seine Flüge für Eurowings aus. Nach Angaben des Unternehmens gehören 30 der rund 140 Eurowings-Flugzeuge zu Germanwings.

In einem Schreiben an seine Mitglieder teilte Ufo zuvor mir, dass das kurzfristige Entgegenkommen der Lufthansa-Tochter im Tarifkonflikt mit der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo kein Grund sei, den Aufruf zur Arbeitsniederlegung zurückzunehmen. „Die Tarifkommission hat (...) entschieden, dass auf dieser Basis weder rechtlich, noch faktisch, noch aus sonst irgendeinem Grund der Streik abgesagt werden kann“, heißt es in dem Brief der Tarifkommission.

Ufo habe klare Forderungen gestellt, über die sie auch weiter verhandeln würde, „aber dazu kam leider keine Antwort – außer dieser polemischen Pressemitteilung“. Damit ist eine Mitteilung von Eurowings gemeint, die am Samstagnachmittag an die Öffentlichkeit ging.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    In dieser Mitteilung kam die Airline der Gewerkschaft kurz vor der angekündigten Arbeitsniederlegung im zentralen Streitpunkt entgegen: Sie biete „den Tarifvertrag Teilzeit der Lufthansa vollumfänglich und mit sofortiger Wirkung an“, heißt es darin.

    Damit stand kurzzeitig eine Absage des Streiks im Raum. Ufo-Sprecher Nicoley Baublies hatte der Deutschen Presse-Agentur gesagt: „Sollte das tatsächlich helfen, werden wir den Streik absagen.“

    Ufo droht mit Ausdehnung des Streiks

    Im Gespräch mit der Tarifkommission entschied man sich dann aber gegen die Absage – und drohte in dem Brief an die Mitglieder sogar mit einer Ausdehnung des Streiks: „Ganz im Gegenteil fürchten wir, bei der Kommunikation des Managements, dass drei Tage noch lange nicht genug sein werden.“

    Die Regelungen zur Teilzeit waren bisher der offizielle Streikgrund. Nach Ansicht von Germanwings entbehrt mit dem jüngsten Angebot „der angekündigte Streik der von Ufo formal angeführten Grundlage“.

    Dabei ist laut Eurowings Teilzeit ohnehin schon „seit vielen Jahren gelebte Praxis im Unternehmen“. Im Jahr 2019 seien für die rund 800 Flugbegleiter fast alle Teilzeit-Wünsche realisiert worden, teilte Eurowings im Zuge des neuen Angebots an Ufo mit. „Lediglich für elf Mitarbeiter konnte deren bevorzugter Wunsch nach Teilzeit aus operationellen Gründen nicht gewährt werden“, heißt es in der Mitteilung. Für diese Einzelfälle einen dreitägigen Streik vom Zaun zu brechen, sei unverhältnismäßig, sagte Germanwings-Geschäftsführer Francesco Sciortino laut der Mitteilung.

    In dem Konflikt hat es bereits einen Warnstreik bei vier Lufthansa-Töchtern sowie einen zweitägigen Streik bei der Kerngesellschaft Lufthansa gegeben. Hier waren im November rund 1500 Flüge mit rund 200 000 betroffenen Passagieren ausgefallen.

    Mehr: Neue Streiks noch vor Jahreswechsel: Was noch hinter dem Tarifkonflikt von Lufthansa und UFO steckt.

    • rtr
    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: Flugbegleiter-Gewerkschaft - Ufo streikt seit Mitternacht – Eurowings streicht mehr als 170 Flüge
    0 Kommentare zu "Flugbegleiter-Gewerkschaft: Ufo streikt seit Mitternacht – Eurowings streicht mehr als 170 Flüge"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%